ÖVP: Bauernhof statt Ballermannn

Eisenstadt, 25. 7. 2016 –

Bauernhof statt Ballermann – Urlauben am Bauernhof stärken

övp
Klubobmann Christian Sagartz und Agrarsprecher Walter Temmel

Überall auf der Welt köcheln Krisenherde. Immer mehr Österreicher verbringen ihren Sommerurlaub deshalb im eigenen Land. Viele schöne Flecken hat das Burgenland zu bieten. Potential, das genutzt werden muss. „Urlauben am Bauernhof schafft eine Win-Win-Situation für den Tourismus, die regionalen Wirtschaftstreibenden, die Kleinbetriebe und die heimische Landwirtschaft. Dieses Potential muss rasch und bestmöglich genutzt werden“, fordert Klubobmann Christian Sagartz bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Agrarsprecher Walter Temmel.

Sagartz: „Urlauben am Bauernhof schafft Win-Win-Situation“

Eine Agrarlandesrätin im Winterschlaf. Frost im Frühjahr. Hagel im Sommer. Schwere Zeiten liegen hinter der heimischen Landwirtschaft. „Stirbt der Bauer, stirbt das Land! Deshalb haben wir uns im vergangenen Jahr immer wieder für die heimischen Bauern stark gemacht – und das mit Erfolg“, resümiert Klubobmann Christian Sagartz.

Nun geht der Einsatz weiter. Die Volkspartei Burgenland fordert mehr Engagement der rot-blauen Landesregierung für Nischensegmente. „Die Erzeugung und der Konsum regionaler, hochwertiger und gesunder Lebensmittel helfen den bäuerlichen Betrieben genauso wie der Gastronomie, dem Tourismus und der Bevölkerung. Mit entsprechender Unterstützung der Politik steckt darin eine große Chance für das gesamte Burgenland“, betont Sagartz.

 

Temmel: „Vieles schon erreicht, vieles noch zu tun“

Schon im vergangenen Jahr hat die ÖVP Burgenland immer wieder auf Chancen für die krisengebeutelte Landwirtschaft aufmerksam gemacht. „Sei es die Verwendung regionaler Produkte, der Einsatz von Flugdrohnen oder die Rettung des Uhudlers: Zum Glück hat Rot-Blau mittlerweile viele ÖVP-Initiativen 1:1 übernommen und umgesetzt“, bilanziert Agrarsprecher Walter Temmel. Die ÖVP-Initiativen für die Landwirtschaft im Überblick:

  • Uhudler durch Obstweinlösung gerettet (Umgesetzt im April 2016 ü)

Seit April können Uhudler-Winzer aufatmen. Der konsequente Einsatz der ÖVP für die rechtssichere Obstweinlösung hat sich gelohnt und spannt ein Sicherheitsnetz über die Uhudler-Winzer des Südburgenlandes. Vernunft hat über Parteipolitik gesiegt.

 

  • Regionalität in Landeseinrichtungen gestärkt (Umgesetzt im Juni 2016 ü)

Die Verwendung von regionalen Produkten in landesnahen Betrieben ist eine Win-Win-Situation für die regionale Wirtschaft und die Gesundheit. So lautete die ÖVP-Forderung im März dieses Jahres. Einige Monate schrieb sich Agrarlandesrätin Dunst die Idee auf ihre eigenen Fahnen.

 

  • Einsatz von Drohen gegen Stare ermöglicht (Umgesetzt im Juni 2016 ü)

Stare sind Weinbauern im Seewinkel ein Dorn im Auge. Immerhin machen sie getane Arbeit von Monaten binnen weniger Minuten zunichte. Da die bislang geltende Gesetzeslage den Einsatz von ferngesteuerten Flugdrohnen zur Vertreibung von Staren verbot, forderte die ÖVP Burgenland im Oktober eine Änderung des Gesetzes. Monate später kommt die ÖVP-Forderung zur Umsetzung.

 

  • Finanzielle Hilfe für Bauern erkämpft (Umgesetzt im Juni 2016 ü)

Seit Monaten kämpft die ÖVP Burgenland für eine Unterstützung der krisengebeutelten Landwirte. Spät, aber doch trug der Einsatz Früchte: Einstimmig hat der Landtag für die entsprechende ÖVP-Initiative gestimmt. Die Prämien in Höhe von 25% für Hagel und Frost wurden erweitert. Zudem erhalten forstgeschädigte Landwirte finanzielle Unterstützung.

 

Temmel: „Wir haben ein offenes Ohr für die ländliche Bevölkerung“

Vieles wurde erreicht. Auf dem Erfolg ausruhen, komme für die Volkspartei Burgenland aber nicht in Frage. „Es gibt noch viel zu tun“, weiß Temmel: „Durch die zahlreichen Unwetter ist es in Hanglagen des Südburgenlandes zu Abschwemmungen und Muren gekommen. Zudem hat der Maiswurzelbohrer aufgrund des Neonicotinoide-Verbotes große Schäden an den Maiskulturen angerichtet, bei Wind knicken die Maishalme regelrecht ein und können nicht mehr geerntet werden. Agrarlandesrätin Dunst muss sich dieser Probleme annehmen, anstatt wie gewohnt Selbstdarstellung zu betreiben“, fordert Temmel und übt Kritik an der Vorgehensweise rund um die Vergabe als Natura 2000-Gebiet.

„Das südburgenländische Hügel- und Terrassenland wurde als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen. Allerdings gab es keine Informationen an die betroffenen Landwirte. Sie mussten nebenbei erfahren, dass sie plötzlich viele zusätzliche Auflagen wie etwas das Grünlandumbruchverbot zu befolgen haben“, kritisiert Temmel und verspricht abschließend: „Unser konsequenter Einsatz geht weiter. Wir haben ein offenes Ohr für die ländliche Bevölkerung!“

 

 

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