SPÖ: Hagelschäden, 1 Jahr LR Eisenkopf, Arbeitsmarkt

Stinatz und Hannersdorf, 15. 7. 2016 –

Schwere Unwetterschäden im Süden: Landesrätin Verena Dunst bestürzt über das Ausmaß der Katastrophe

LRin Verena Dunst macht sich selbst ein Bild vor Ort

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Bürgermeister Mag. Erich Werderits (Hannersdorf), LRin Verena Dunst, Alfred Hörist (betroffener Landwirt)

Am Dienstag Abend kam es im Südburgenland zu verheerenden Schäden an unzähligen Häusern und auch Acker- und Weinkulturen. Schuld daran waren schwere Unwetter mit Hagel, Sturm und Starkregenniederschläge. „Am schlimmsten betroffen waren die Bezirke Oberwart und Güssing, insbesondere die Gemeinden Stinatz und Hannersdorf hat es ganz schlimm erwischt“, zeigt sich Agrarlandesrätin Verena Dunst erschüttert von den erneuten Wetterkapriolen in diesem Jahr.

„Ich kann nachempfinden, wie es den betroffenen Menschen in dieser Situation gegangen sein muss“ kommentiert Agrarlandesrätin Verena Dunst ihre eigenen Eindrücke von den Unwettern am Dienstag Abend. Sie selbst sei mitten am Weg zu einem Termin im Bezirk Güssing in ein heftiges Hagelunwetter geraten, Schäden am Dienstwagen seien die Folge gewesen – so LRin Dunst. „Aber das ist nichts im Vergleich dazu, wie die Häuser der Einwohner und einmal mehr auch die Landwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wurden,“ zeigt Agrarlandesrätin Verena Dunst erneute Katastrophenschäden in Millionenhöhe auf.

„106 Häuser haben Schäden am Dach und viele andere noch zusätzlich an den Fassaden. Es ist einfach schrecklich, was hier passiert ist“, zeigt sich LRin Verena Dunst sichtlich schockiert von den Ausmaßen der Hagelkatastrophe in der Gemeinde Stinatz. Aber auch die Gemeinde Hannersdorf hat es erwischt. Hier wurden die Wein- und Ackerkulturen arg in Mitleidenschaft gezogen. Als ob der Frost nicht schon genug gewesen wäre, müsse jetzt auch noch der Hagel unerbittlich zuschlagen – so Agrarlandesrätin Verena Dunst. Für die betroffenen Häuser werde es Abhilfe aus dem Katastrophenfonds geben, wenn die Entschädigung der Versicherungen nicht ausreiche – sichert LRin Dunst rasche Hilfe zu. „Es ging heute schon ein Schreiben an die Bewohner der Gemeinde Stinatz hinaus, worin erklärt wird, in welcher Form Schäden aus dem Katastrophenfonds abgegolten werden können. Dieser Fonds wird von Bund und Land cofinanziert und steht in meiner Ressortzuständigkeit“, zeigt LRin Verena Dunst ihre rasche und unbürokratische Hilfsbereitschaft auf.

Aber auch der Agrarbereich war von den Unwettern einmal mehr schwer betroffen. Wie die Hagelversicherung Österreich meldet beträgt das Schadensausmaß im östlichen Raum rund EUR 4 Mio. Im Südburgenland sind rund 2.700 Hektar Wein- und Ackerbauflächen betroffen. Der Schaden wird auf rund EUR 700.000 geschätzt. „Wir zahlen jährlich rund 3 Millionen Euro an Prämienbezuschussung an die Hagelversicherung Österreich – im heurigen Jahr sind es sogar über 3,5, Millionen Euro. Das sind 25 % der Prämien, die unsere AgrarproduzentInnen und WinzerInnen ansonsten selbst zu tragen hätten“, betont Agrarlandesrätin Verena Dunst die Hilfestellung des Landes hinsichtlich des Risikos Hagel. Ebenso werden 25 % der Prämien vom Bund bezuschusst.

Ein wenig nachdenklich stimme sie der Durchversicherungsgrad gegen Hagelschäden von rund 70 % im landwirtschaftlichen Bereich – so LRin Verena Dunst. „Der Hagel ist in unseren Breiten ein gängiges und auch versicherbares Risiko und somit auch von Entschädigungsleistungen aus dem Katastrophenfonds ausgeschlossen. Aus diesem Grund wird die Bezuschussung der Versicherungsprämie von Bund und Land bereitgestellt, um unsere Agrarproduzenten trotzdem bestmöglich zu unterstützen. Das geht aber nur, wenn diese Unterstützung auch angenommen wird, Die ProduzentInnen müssen sich auch gegen den Hagel und andere klimatische Risiken wie Dürre, Sturm oder Frost versichern lassen“, betont Agrarlandesrätin die Wichtigkeit des Abschlusses einer Versicherung für landwirtschaftliche Kulturen.

Von der Hagelversicherung Österreich fordere sie neben einer raschen Schadenserhebung eine ebenso schnelle Entschädigungsleistung an die von den Unwettern im Südburgenland schwer betroffenen AgrarproduzentInnen und WinzerInnen im Südburgenland – so Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend.


Spannendes und intensives Arbeitsjahr

Mag.a Astrid Eisenkopf zog Bilanz über 1 Jahr in ihrer neuen Tätigkeit als Gemeinde-, Jugend-, Natur- und Umweltschutzlandesrätin

Mag.a Astrid Eisenkopf
Mag.a Astrid Eisenkopf, SPÖ

„Die Meinungen der Burgenländer müssen angehört und ernst genommen werden – egal ob im Bereich des Naturschutzes oder im Bereich der Gemeindeverwaltung und erst Recht bei der Jugend der die Zukunft gehört. Diesen politischen Grundsatz möchte ich nie aus den Augen verlieren“, so Mag.a Astrid Eisenkopf, die seit 9. Juli des vergangen Jahres als Mitglied der Burgenländischen Landesregierung tätig ist, und heute Freitag, 15. Juli 2016, in Kleinhöflein im Rahmen einer Pressekonferenz Resümee über ihre bisherige einjährige Tätigkeit als Landesrätin zog.

Landesrätin Eisenkopf blickt auf ein sehr spannendes und intensives Arbeitsjahr als Landesrätin zurück. Insgesamt über 2.000 Termine – Sprechtage, Pressetermine, interne Arbeitsgespräche und externe Arbeitsgespräche hat Eisenkopf in den vergangenen 365 Tagen wahrgenommen. Vom Biber- und Fischottermanagement, Naturschutzgesetz, bis zur aufsichtsbehördlichen Genehmigungen für Gemeinden oder Staatsbürgerschaftsverleihungen. Eisenkopf: „Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig.  Mir macht der Job Riesenspaß, weil ich mich gerne neuen Herausforderungen stelle und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen habe. Besonders die Jugend liegt mir sehr am Herzen.“

Jugendpolitik auf neue Beine stellen

„Mein Motto „Die Zukunft ist jung“ hat mich natürlich das ganze Jahr über begleitet. Um authentische Jugendpolitik zu machen brauchen wir die Ideen und Meinungen der Jugendlichen – aus allen Teilen des Landes“, so Eisenkopf.  Die Themen Beschäftigung, Ausbildung, Mobilität und leistbarer Wohnraum sind aktueller denn je: Vor allem ein sicherer Arbeitsplatz, ein Einkommen, von dem man leben kann und die innere Sicherheit im Land sind den burgenländischen Jugendlichen wichtig. Eisenkopf: „Diese Ansätze haben wir bei der Neuausrichtung der Jugendpolitik miteinfließen lassen und gemeinsam mit den Jugendlichen stellen wir die Jugendpolitik auf neue Beine.“

Naturschutzgesetz – Meilenstein für den burgenländischen Naturschutz

Mit 1. Mai 2016 ist die Novelle des burgenländischen Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz in Kraft getreten. Bis es soweit war, wurden sehr intensive Verhandlungen mit zahlreichen Beteiligten wurden geführt. „Diese Novelle ist ein Meilenstein im burgenländischen Natur- und Landschaftsschutz. Dieses Gesetz bürgt für mehr Lebensqualität und nachhaltigen Landschaftsschutz“, so Eisenkopf.

Gemeindeinitiative im Kampf gegen Glyphosat

Eine großangelegte Gemeinde-Initiative zur Vermeidung des Einsatzes von Glyphosat wurde im März dieses Jahres vorgestellt. Um auch die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, hat es gemeinsam in Kooperation mit der Landesumweltanwaltschaft Informationsveranstaltungen gegeben. Auch eine entsprechende Petition wurde verfasst. Gemeinden haben dadurch die Möglichkeit ein klares Bekenntnis zum Umwelt- und Naturschutz abzugeben und einen Schritt für noch mehr Lebensqualität in den burgenländischen Gemeinden zu schaffen.

Naturschutz

Insgesamt werden jährlich 14 Millionen Euro aus Bundes-, Landes, und EU-Mitteln für die Aufrechterhaltung der Natur sehr erfolgreich eingesetzt. Eisenkopf: „Mein großes Ziel als Naturschutzlandesrätin ist es, das Bewusstsein für die Natur und Umwelt weiter zu schärfen.
Im Rahmen der neuen EU-Förderperiode werden wir einen wesentlichen Teil der vorhandenen Mitteln – insgesamt jährlich 1,1 Millionen Euro – für diesen Bereich zur Verfügung stellen.“ Aktuell gib es im Burgenland 14 Natura 2000 Gebiete, 6 Naturparke, einen Nationalpark und 35 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von ca. 136.000 Hektar.

Ressort Gemeinden

In den letzten Monaten wurde  ein wichtiges Vorhaben in Angriff genommen – die Modernisierung der Gemeindeordnung und der Gemeindewahlordnung. Ziel ist es ein gemeinsames, sinnvolles Paket für alle Beteiligten zu schnüren. Dieses „Paket“ hat den Ausbau demokratischer Angebote, eine Aufwertung des Bürgermeisteramtes und der politischen Arbeit in den Gemeinden, aber auch die Stärkung von Kontrollrechten in den Gemeinderäten und eine Stärkung der Minderheitsparteien zum Ziel. Eisenkopf: „Engagement für die Gemeinde muss sich auszahlen! Daher braucht es für die burgenländischen Bürgermeister, Gemeindevorstand Gemeinderat moderne gesetzliche Rahmenbedingungen und diese möchte ich gemeinsam mit allen Beteiligten schaffen. Kommunalpolitik muss Spaß machen, Engagement in der Gemeinde soll durch dieses Paket noch „schmackhafter“ gemacht werden. Das ist keine leichte Aufgabe, aber ich bin überzeugt, dass wir auch hier gute Ergebnisse erzielen werden.“


Mit Flexibilität zur Sonderstellung im Beschäftigungsbereich

Positive Entwicklung am mittelburgenländischen Arbeitsmarkt durch größtmögliche regionale Kooperation von Land, AMS, BUZ und ansässigen Betrieben

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BUZ-Geschäftsführer Mag. (FH) Christian Vlasich, Jutta Mohl, Leiterin der AMS Regionalgeschäftsstelle Oberpullendorf und Arbeitsmarktlandesrat Mag. Norbert Darabos

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten belegen einmal mehr die Sonderstellung des Bezirkes Oberpullendorf am Arbeitsmarkt, denn bereits zum 8. Mal in Folge konnte man einen Rückgang an Arbeitslosen verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2016 waren durchschnittlich 1.365 Menschen monatlich arbeitslos vorgemerkt, davon 570 Frauen und 795 Männer. Der stärkste Rückgang an Arbeitslosigkeit wurde im Produktionssektor – hier gab es ein Minus von mehr als 9% – verzeichnet. Im Produktionssektor finden sich die Baubranche und jene Betriebe, die mit der Herstellung von Waren beschäftigt sind. Der Dienstleistungssektor befindet sich etwa auf Vorjahresniveau – ebenso der Handel. Lediglich im Tourismusbereich ist die Arbeitslosigkeit um 2,6% gestiegen.

„Hinter diesen Zahlen stehen Einzelschicksale, Familien und Menschen mit dem Wunsch nach einem geregelten Leben und einer sinnvollen Tätigkeit. Unsere Partner im Bezirk, die AMS Regionalgeschäftsstelle Oberpullendorf und das BUZ in Neutal, haben diesen Bedürfnissen maximal Rechnung getragen und mittels intensiver Betreuung, aber auch größtmöglicher Kooperation mit unseren ansässigen Betrieben ausgezeichnete Arbeit geleistet. Durch ein Höchstmaß an individuellem Engagement, Flexibilität, Mobilität und unbürokratischer Vorgangsweise ist es erfolgreich gelungen, Arbeitslosen eine Perspektive und eine Zukunft für den Einstieg oder Wiedereinstieg am primären Arbeitsmarkt zu geben. Dieser Rückgang ist vor allem aber auch das Ergebnis gut qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich am Arbeitsmarkt behaupten sowie das Ergebnis von politischen Rahmenbedingungen, die gezielt geschaffen wurden, um erfolgreich gegen diesen negativen Trend am Arbeitsmarkt anzukommen. Unser besonderes Augenmerk galt dabei der Jugend, denn je besser qualifiziert junge Menschen sind, desto größer sind ihre Chancen, am Arbeitsmarkt zu bestehen, was insgesamt gesehen auch gesellschaftspolitisch eine wesentliche Rolle spielt“, betonte Arbeitsmarktlandesrat Mag. Norbert Darabos in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Regionalgeschäftsstellenleiterin des AMS Oberpullendorf Jutta Mohl und BUZ-Geschäftsführer Mag. (FH) Christian Vlasich.

Konkret verzeichnete der Bezirk Oberpullendorf im Juni 2016 insgesamt um 2,6% weniger Arbeitslose, als im Vorjahr. Ganz besonders erfreulich ist dabei die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit, denn die Zahl der Arbeitslosen unter 24 Jahren war um 8,1%, die Zahl der Lehrstellensuchenden sogar um 22,2% geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch bei der Generation 50+ konnte ein Rückgang von 4% verzeichnet werden. Jutta Mohl, Regionalgeschäftsstellenleiterin des AMS Oberpullendorf: „In Zeiten, wo steigende Arbeitslosigkeit ein ständiges Thema ist, freuen wir uns über diese positive Entwicklung im Bezirk Oberpullendorf, denn in den letzten 8 Monaten gab es einen laufenden Rückgang der Arbeitslosigkeit. Stellenanwerbung, Umschulung sowie gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen standen dabei im Mittelpunkt. Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung der offenen Stellen im Bezirk. Fast um 80% mehr Stellen wurden dem AMS Oberpullendorf im 1. Halbjahr 2016 gemeldet. Mehr offene Stellen bedeuten mehr Chancen für arbeitslose Menschen. In den letzten Jahren stagnierte der Zugang an offenen Stellen nahezu – es waren rund 1000 Stellen jährlich gemeldet. Seit dem Vorjahr verzeichnen wir einen erfreulichen Anstieg und ich schätze, dass wir bis zum Ende des Jahres an die 1300 Stellen akquirieren werden.“

Unter dem Motto Arbeitskräfte aus der Region für die Region sieht sich das BUZ, das Burgenländische Schulungszentrum in Neutal, neben dem Land und dem AMS als Bindeglied, als Brücke zwischen den Arbeitsuchenden und der Wirtschaft. Im Metall-, Elektro- und IKT-Bereich werden derzeit rund 90 Jugendliche betreut. Ebenso spielt die Umschulung von Erwachsenen auf dem Sektor Metall und Elektronik sowie die Ausbildung für die Gastronomie eine wesentliche Rolle. Die Vermittlungsquote lag im Jahr 2015 bei 30%. Dazu BUZ-Geschäftsführer Mag. (FH) Christian Vlasich: „Zielsetzung des BUZ Neutal ist es, Angebote zu entwickeln und umzusetzen, die dem aktuellen Bedarf der burgenländischen Wirtschaft und der individuell besten Lösung für den Arbeitsuchenden Rechnung tragen. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur Bereitstellung gut qualifizierter Arbeitskräfte und zur nachhaltigen Reduzierung der Arbeitslosenrate im Burgenland geleistet werden.“

 

 

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