Stareabwehr durch Drohnen

Rust, 13. 7. 2016 –

 

Pilotprojekt zur Stareabwehr durch Drohnen in Rust präsentiert

In Rust wurde heute ein innovatives Pilotprojekt zur Vertreibung von Staren durch Drohnen präsentiert. Nachdem der Landtag bereits einstimmig auf Initiative von Agrarlandesrätin Verena Dunst das Burgenländische Pflanzenschutzgesetz geändert hat, um den Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft zu erlauben, wurde nun das erste diesbezügliche Projekt präsentiert. Ab 22. August fliegt eine elektrisch betriebene Drohne, die durch ein Soundmodul die Schreie eines Falken simuliert, über den Weingärten von Rust.

„Ich freue mich, dass das Burgenland nicht nur als erstes Bundesland den Drohneneinsatz in der Landwirtschaft ermöglicht, sondern auch gleich ein innovatives Pilotprojekt mit einem jungen Unternehmen aus der Region präsentieren können.“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst. Das Start-Up „Skyability“ aus Siegendorf tritt als Förderwerber auf. Ermöglicht wird das Projekt durch Förderungen des Landes Burgenland (Agrarabteilung sowie Natur- und Umweltschutz) und durch Zuschüsse der Stadtgemeinde Rust sowie des Weinbauvereins Rust. Eine wissenschaftliche Begleitung findet sowohl durch die FH-Burgenland wie auch die Universität Wien statt, wobei eng mit dem Natur- und Umweltschutz der Landesregierung (Landesrätin Astrid Eisenkopf) zusammengearbeitet wird. Somit wird die Nachhaltigkeit wie auch die Umweltverträglichkeit des Projektes sichergestellt.

Bisher fand Starevertreibung im Weinbau durch Kleinflugzeuge oder Schüsse statt. Immer wieder war es in den letzten Jahren zu mitunter tödlichen Unfällen im Zuge des Einsatzes von Flugzeugen gekommen. Der Ruster Bürgermeister Mag. Gerold Stagl weist auch auf den Nachteil der Vertreibung durch Schüsse hin: „Viele unserer Gäste, wie auch unserer Einwohner, fühlen sich durch den Lärm der Schüsse belästigt. Wir freuen uns deshalb umso mehr hier in Rust erstmals eine Alternative präsentieren zu können.“ Lärmbelästigung oder gar die Gefährdung von Menschenleben wird so durch den Einsatz moderner Technologie endlich unnötig. „Das Burgenland hat einmal mehr bewiesen, dass wir bereit sind neue Wege in der Weinwirtschaft zu gehen“, so Landesrätin Dunst abschließend.

 

 

 

 

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