ÖVP: Flexibilisierung, S 7 Ausbau, Nebelgranaten

Eisenstadt, 11. 7. 2016 –

Ja zur flexiblen Arbeitszeit:
Arbeitnehmer und Betriebe müssen profitieren!

övp
Klubobmann Christian Sagartz und ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy

Ein klares „Ja zur flexiblen Arbeitszeit“ gibt es von Klubobmann Christian Sagartz und ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy. „Wenn sowohl Arbeitnehmer als auch Betriebe davon profitieren, stehen ÖAAB und ÖVP einem Mehr an Flexibilität sehr positiv gegenüber!“  

„Der Wirtschaftsstandort Burgenland muss für Betriebe attraktiver werden. Denn eine starke Wirtschaft ist entscheidend für starke Regionen und für ein starkes Burgenland“, unterstreicht Christian Sagartz: „Nur eine starke Wirtschaft mit innovativen Betrieben bringt mehr Menschen in Beschäftigung.“

Für ÖAAB und ÖVP Burgenland ist auch der Zwölf-Stunden-Tag unter bestimmten Bedingungen vorstellbar: „Dies gilt nur unter der Voraussetzung, dass auch die Arbeitnehmer in Form einer kürzeren Arbeitswoche besser aussteigen. Wir sehen das als Teil der Sicherung des Standorts und der Beschäftigung in Österreich – denn Arbeit muss dann erledigt werden, wenn sie anfällt“, so der Klubobmann. „Das kann aber keine Einbahnstraße sein. Es muss auch für die Arbeitnehmer einen Vorteil bringen. Wenn Arbeitnehmer für mehr Tagesarbeitszeit einen Tag länger freibekommen, ist das durchaus attraktiv.“

„Daher ein klares Ja zur flexiblen Arbeitszeit – wenn Arbeiter, Angestellte und Betriebe etwas davon haben“, so Klubobmann Christian Sagartz.

 

Hirczy: Mehr Flexibilität für Arbeitnehmer ermöglichen

Der ÖAAB-Landesobmann schlägt ein Arbeitszeitmodell vor, das eine weitere Reduktion der Wochenarbeitszeit von der bereits möglichen Vier-Tage-Woche auf eine Dreieinhalb-Tage-Woche beinhaltet. „Ein Mitarbeiter würde an drei Tagen maximal zwölf Stunden und am Folgetag noch bis zu vier Stunden arbeiten. Dann hätten die Unternehmen zu Spitzenzeiten Mitarbeiter länger zur Verfügung.“ In jedem Betrieb müsse individuell geklärt werden, wer von Montag bis Mittwoch zwölf Stunden arbeitet und wer von Mittwoch bis Freitag. „Der Sonntag muss im Regelfall wie bisher arbeitsfrei sein!“, ist für Bernhard Hirczy klar.

„Wir wollen auch ein Zeitwertkonto endlich realisieren“, erinnert Hirczy an das von Bundes- und Landes-ÖAAB seit Langem propagierte Zeitwertkonto. Dabei werden Überstunden für Auszeiten angespart (etwa Karenz, Weiterbildung, frühere Pension).

Das ÖAAB-Modell des Zeitwertkontos bietet die Möglichkeit, bestimmte arbeitsrechtliche Ansprüche wie Überstunden oder Zulagen auf ein Konto zu transferieren. Dabei geht es im Wesentlichen um die Ansparung von Einkommens- und Zeitbestandteilen im Erwerbsverlauf, um damit später phasenweise Arbeitszeiten reduzieren zu können, ohne Einkommenseinbußen hinnehmen zu müssen. „Das Zeitwertkonto soll die persönliche Flexibilität von Arbeitnehmern heben und eine Selbstbestimmung über die Umverteilung der Lebensarbeitszeit ermöglichen. Das Guthaben kann für berufliche Auszeiten, für Kinderbetreuung, für Ausbildungen oder bei persönlichen Notlagen genützt werden“, erklärt Hirczy.

 

Mindestsicherung reformieren und bei 1.500 Euro deckeln  

„Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist dringend zu reformieren“, betont ÖAAB-Landesobmann Bernhard Hirczy. Einerseits, um unser Sozialsystem langfristig zu stärken; andererseits, um Österreichs Attraktivität als Zielland für Flüchtlinge zu verringern. „ÖAAB und ÖVP auf Landes- und Bundesebene bleiben bei ihren Forderungen. Dazu zählt auch die Deckelung der Mindestsicherung auf 1.500 Euro im Familienverband.“

SPÖ-Minister Stöger scheitert seit Monaten an einer Reform der Mindestsicherung. Rückendeckung erhält er dabei leider von Kanzler Kern, der sich auch gegen eine Deckelung der Mindestsicherung wehrt. „Für uns ist klar: Eine Reform der Mindestsicherung ist notwendig, um das Sozialsystem langfristig zu sichern. Denn es ist jemandem, der 40 Stunden arbeiten geht und oft weniger als 1.000 Euro netto verdient, nicht zu erklären, dass mit der Mindestsicherung oft ein Vielfaches zu ‚verdienen‘ ist. Menschen, die Mindestsicherung beziehen, müssen auch öfter kontrolliert werden, damit das österreichische Sozialsystem nicht ausgenutzt wird. Das erwarten sich die arbeitenden Menschen – und das zu Recht – von der Politik!“


Letzte Chance: Kommt der S7-Ausbau für Betriebe zu spät?

„Eine Chance für das Südburgenland wurde vertan“, bedauert LAbg. Bernhard Hirczy die heutigen Gerüchte, dass ein großer Automobilzulieferer keinen Standort im Businesspark Heiligenkreuz errichtet. Der Grund liegt für den ÖVP-Bezirksparteiobmann auf der Hand: „Die SPÖ hat den Ausbau der S7 viel zu lange verschlafen! Ein weiterer Leitbetrieb – nach dem Vorbild Lenzing mit Standort in Heiligenkreuz i.L. – würde der Region gut tun!“

Leere Versprechungen und sinnlose Spatenstiche schaffen keine Arbeitsplätze, so Hirczy in Richtung SPÖ: „Die Genossen hungern den Öffentlichen Verkehr seit Jahren aus. Landesrätin Dunst hat sich bereits über einen neuen Leitbetrieb in unserer Region gefreut, mit tatsächlicher Unterstützung der rot-blauen Landesregierung konnte die Wirtschaft jedoch leider nicht rechnen.“

„Mehr als 1.000 Arbeitsplätze hätten mit dem neuen Betrieb geschaffen werden sollen. Aber ohne S7 gibt es kein Interesse der Wirtschaft, im Businesspark Heiligenkreuz sesshaft zu werden. Diese verpasste Chance hat Rot-Blau zu verschulden – nur Ankündigungen, keine Umsetzung! Die Menschen fühlen sich von dieser Landesregierung immer mehr im Stich gelassen“, so Bernhard Hirczy.

Arbeitsplätze in der Region „Südburgenland“ gefordert!

Die Automobilindustrie ist eine Chance! In Graz sucht „Magna Steyr“ gerade 3.000 Arbeitnehmer. Ein Teil der Produktion wird vergrößert und könnte auch an einem anderen Standort erfolgen. Es wäre daher eine Chance, wenn der Businesspark Heiligenkreuz ein Standort für Magna – insofern die Gerüchte stimmen – wäre. Dort wären genügend Grundstücke vorhanden und auch die Infrastruktur wie Wasser, Abwasserentsorgung, Breitband-Internet sowie ein eigener Bahnanschluss. Nur eben eine hochrangige Straße – wie die S7 – fehlt!


 AMS vermittelt wichtige Arbeitsplätze

Solange es nur wenige Angebote in der Region gibt, sind wir froh, dass die Arbeit des AMS Jennersdorf erfolgreich ist. Viele junge Menschen mit guter Ausbildung werden in Zusammenarbeit mit Magna nach Graz vermittelt. Diese Arbeitsplätze sind per Bahn erreichbar und haben durch den Metaller-Kollektivvertrag ein gutes Netto-Gehalt. „Ich bedanke mich daher bei den Mitarbeitern des AMS für die ständigen Bemühungen!“, erklärt Bernhard Hirczy.

Abschließend ist festzuhalten, dass einem Konzern wie Magna ein passendes Angebot des Landes unterbreitet werden muss. Die Anzahl der Arbeitsplätze ist eine Chance für die Region von Jennersdorf bis Oberwart und auch für die Bezirke Fürstenfeld-Hartberg und Südoststeiermark.


Dunst wirft Nebelgranaten, ÖVP macht Politik für Betroffene

oevp
LAbg. Walter Temmel, ÖVP

„Mediale Nebelgranaten“ seien das Einzige, das die SPÖ-Agrarlandesrätin vorweisen könne. „Landesrätin Dunst ist mit keiner einzigen konkreten Tat für die heimische Landwirtschaft aufgefallen, sie betreibt Ankündigungspolitik. Während die SPÖ Nebelgranaten wirft, macht die ÖVP Politik für Betroffene“, sagt Agrarsprecher Walter Temmel.

„Als starke Alternative haben wir für Burgenlands Bauern viel erreicht“, zählt Walter Temmel auf. „Wir haben die Verwendung von regionalen Produkten in Landeseinrichtungen und landesnahen Betrieben gefordert – diese Idee wird vom Land umgesetzt. Unser Landtags-Antrag zur gesetzlichen Ermöglichung des Einsatzes von Flugdrohen in der Starebekämpfung wurde umgesetzt, durch den konsequenten Einsatz der Volkspartei Burgenland konnte der Uhudler durch die Obstweinlösung gerettet werden.“ Die ÖVP-Mandatare haben zudem einen dringlichen Antrag eingebracht und eine finanzielle Unterstützung bei Frostschäden und eine Erweiterung der Prämienzuschüsse für Hagel und Frost erreicht.

 

 

Share Button

Related posts