Sicherheitspartner-Initiative des Landes Burgenland wirft Fragen auf

Mattersburg, 7. 7. 2016 –

fpöVor kurzem startete das Land Burgenland eine „Sicherheitspartner-Initiative“, die in Fachkreisen für Verwirrung sorgt. In Kooperation mit Sicherheitspartnern wird im Zuge der Aktion ein vom Land gefördertes Alarmanlagen-Grundpaket inklusive Montage um unter 1000 Euro angeboten. „Im Prinzip eine sinnvolle Aktion, allerdings entsprechen die angebotenen Alarmanlagen-Pakete nicht der gängigen OVE-R2-Richtlinie und damit auch nicht den Alarmanlagenförderungskriterien des Landes Burgenland“, so Sicherheitsexperte Harald Silli von Telenot, einem der renommiertesten Alarmanlagenhersteller im deutschsprachigen Raum.

Denn das Land Burgenland gewährt nur einen 30-prozentigen Kostenzuschuss bei Alarmanlagen mit einem Anschaffungspreis von bis zu 1000 Euro, wenn diese vom Fachmann entsprechend der OVE-R2-Richtlinie, quasi der gültigen Ö-Norm, errichtet werden. Diese Qualitätsrichtlinie vom Österreichischen Verband für Elektrotechnik verlangt aber, dass die Innensirene nicht in eine Alarmanlagenzentrale integriert sein darf, sondern davon abgekoppelt zu sein hat. Damit kann ein Eindringling bei einem unbefugten Zutritt nicht durch einen Schlag auf die Sirene die gesamte Alarmanlage außer Gefecht setzen. „Das ist enorm wichtig, da sonst das ganze System zerstört wird. Bei den einfachen Sicherheitssystemen dauert es bis zu einer halben Minute, bis ein Alarm über eine Festnetzleitung zur entsprechenden Stelle weitergeleitet und ausgelöst wird. Diese Zeit reicht Profis locker, um die Anlage zu demolieren“, so Silli, der darauf hinweist, dass die im Paket angebotenen Produkte zwar über eine EN-Zulassung 50131 Grad 2 (Europäische Norm) verfügen, „aber das heißt noch lange nicht, dass sie entsprechend der OVE-R2-Richtilinie, die als Richtlinie am österreichischen Markt für Planung, Einbau, Betrieb u. Instandhaltung maßgeblich ist, installiert werden können. Denn das hängt vom Zusammenspiel der einzelnen Alarmanlagenkomponenten ab.“

Zudem empfehlen der Wiener kriminalpolizeiliche Beratungsdienst und die Landesinnung Wien der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker in jedes Alarmanlagenangebot eine international im Alarmanlagenbereich übliche „Hybridanlage“ aufzunehmen. Das sind Funkalarmanlagen, die auch über verdrahtete Meldelinien verfügen. „Denn es gibt absolut kein Funksystem, das immer zu 100 Prozent zur Verfügung steht. Profis können es relativ leicht lahm legen. Darum reicht auch eine reine Funkalarmanlage nie aus, wenn man wirklich sicher sein möchte, dass eine Alarmanlage funktioniert, wenn man sie braucht“, warnt der Telenot-Sicherheitsexperte und verweist darauf, dass dieser Aspekt bei der Burgenland-Aktion ebenfalls nicht berücksichtigt wird. Silli fordert daher die Verantwortlichen der „Sicherheitspartner-Initiative“ auf, diese Aktion den gültigen Sicherheitsstandards und den Expertenempfehlungen anzupassen. „Wenn es um die Sicherheit von Leib und Leben beziehungsweise liebgewonnene Sachwerte geht, sollten Qualität und Zuverlässigkeit bei einer Alarmanlage immer an erster Stelle stehen“, appelliert Silli an die Verantwortlichen.

Sicherheit mit Brief und Siegel

Telenot ist einer der führenden Hersteller elektronischer Sicherheitstechnik und Alarmanlagen im deutschsprachigen Raum mit Österreich-Tochter in Vorchdorf (OÖ). Telenot-Produkte werden ausschließlich am Firmensitz in Süddeutschland (Aalen), in Pflach bei Reutte (Tirol) und in der Schweiz gefertigt. Sie punkten durch die Erfüllung höchster Sicherheitsstandards sowie Zuverlässigkeit. Die Produkte verfügen über Einzel- und Systemanerkennung der VdS Schadenverhütung, des VSÖ Verbandes der Sicherheitsunternehmen Österreich und des SES Verbandes Schweizer Errichter von Sicherheitsanlagen. VdS, VSÖ und SES sind offizielle Organe für die Prüfung und Anerkennung von Sicherheitsprodukten. Damit garantiert Telenot verlässliche Sicherheit mit Brief und Siegel. Autorisierte Telenot-Stützpunkte stehen für ein Netzwerk zertifizierter Fachbetriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Diese stellen die Planung, Montage, Inbetriebnahme und Service sicher. Sicherheitslösungen von Telenot finden sich in Privathaushalten, kleinen und mittleren Unternehmen, im Einzelhandel, der Industrie und der öffentlichen Hand. Jährlich verlassen mehr als 16.000 Einbruchmeldezentralen, 90.000 Bewegungsmelder, 27.000 Übertragungseinrichtungen und über 80.000 Magnetkontakte die modernen firmeneigenen Produktionsstätten. Insgesamt umfasst das Sicherheitsprodukt-Portfolio von Telenot mehr als 1.600 Artikel. www.telenot.at

 

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