SPÖ: Bio Feldtag, Neuerungen Landesverwaltung, Integrationsbeauftragte, BP Wahl

Schachendorf, 1. 7. 2016 –

BIO-Austria Feldtag in Schachendorf

Agrarlandesrätin Verena Dunst eröffnet die Veranstaltung

LRin Dunst lobt „Bio-Vorreiter“ Burgenland

spö
Franz Traudtner (Obmann BIO AUSTRIA Bald), LAbg. Michaela Rester, Ing. Josef Jugovits, Agrarlandesrätin Verena Dunst, Stefan Hauser (Kammerrat LK Burgenland), Bürgermeister von Schachendorf und Vize-Präs. der LK Burgenland Adalbert Resetar mit zwei Bio-Bauern aus der Region

Im Burgenland als viertgrößtem Agrarland Österreichs wurde auf einem Feld der Gemeinde Schachendorf im Bezirk Oberwart der heurige Feldtag der BIO Austria Burgenland gefeiert. Landesrätin Verena Dunst nutzte den Anlass, um sich einmal mehr bei den Bioproduzenten des Landes zu bedanken.

„Als viertgrößtes Agrarland in Österreich kommt der biologischen Landwirtschaft ein besonderer Stellenwert im Burgenland aber auch in Österreich zu. Unser Land braucht die Landwirtschaft und die Landwirtschaft braucht gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte“, betont Agrarlandesrätin Verena Dunst eingangs die Wichtigkeit der Bioproduktion und der Landwirtschaft im Generellen.

Das Burgenland sei mit 23 % biologisch bewirtschafteter Fläche ein Bio-Vorreiter und liege damit auch im europäischen Spitzenfeld – so LRin Verena Dunst. Und die Erfolgsgeschichte der burgenländischen Bio-Landwirtschaft kann sich wirklich mehr als sehen lassen. Waren es im Jahre 1990 noch 25 Betriebe auf rund 100 ha biologisch genutzter Fläche, die sich der biologischen Bewirtschaftung verschrieben hatten, so sind es mittlerweile ganze 929 landwirtschaftliche Produktionen, die nicht weniger als 42.000 ha Fläche bewirtschaften. 626 dieser Betriebe sich auch Mitglieder der BIO AUSTRIA Burgenland. „Ich bin stolz darauf, dass unsere Agrarproduzenten immer mehr erkennen, dass es nicht um einen Wettstreit zwischen konventioneller und biologischer Landwirtschaft kommen darf. Es geht einzig und allein darum nachhaltig regionale Produkte von höchster Qualität zu erzeugen“, unterstreicht Agrarlandesrätin Verena Dunst die Wichtigkeit der unterschiedlichen Anbauweisen in der Landwirtschaft.

„Ich darf mich bereits jetzt für diese gelungene Veranstaltung bedanken. Ebenfalls danke ich Ing. Josef Jugovits, der für den heutigen Event seinen Grund zur Verfügung gestellt hat“, so LRin Verena Dunst. Und es wurde auch noch einiges geboten am Bio Feldtag in Schachendorf, wovon sich Agrarlandesrätin Verena Dunst selbst überzeugen konnte. Neben einer Druschvorführung wurde auch Hackgeräte, Bodenprofile, Kulturführungen und Sortengarten-Versuchsparzellen präsentiert.


Wichtige Neuerungen in der Landesverwaltung

Mit 1. Juli sind neue Geschäftseinteilung und Geschäftsordnung in Kraft getreten – neue Organisationsstruktur wirksam – Übersiedlung von Anwaltschaften und Konsumentenschutz.

Der 1. Juli steht im Zeichen wichtiger Neuerungen in der burgenländischen Landesverwaltung. Mag. Ronald Reiter übernimmt mit diesem Tag offiziell die Funktion des Landesamtsdirektors. Unabhängig davon wird mit dem 1. Juli auch eine wichtige Etappe in der Verwaltungsreform des Landes erreicht. Die neue Geschäftsordnung und die neue Geschäftseinteilung des Amtes der Burgenländischen Landesregierung treten in Kraft – für die Geschäftsordnung bedeutet das die erste tiefgreifende Veränderung seit über 45 Jahren. Landesamtsdirektor Reiter sieht darin „einen Meilenstein in Sachen Verwaltungsinnovation“.

Mit dem 1. Juli wird auch die neue Organisationsstruktur des Amtes der Burgenländischen Landesregierung wirksam: mit nunmehr 7 statt 10 Abteilungen und 4 statt 8 Stabsstellen. „Wir liegen mit der Reform im Zeitplan und haben mit diesen Veränderungen die Strukturen optimiert. Es gibt damit einfachere und klarere Strukturen, die mehr Effizienz ermöglichen. Aufgabenbereiche, die zusammengehören, wurden zusammengeführt“, so Reiter. Unter dem Motto „Neue Formen für das Burgenland“ wird der Reformprozess fortgeführt, um die Landesverwaltung fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen: „Wir sehen uns als kompetenter Partner für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die heimische Wirtschaft.“

Eine umfassende Information zur neuen Struktur, zu den Aufgaben und Kontaktdaten gibt es auf www.burgenland.at. Im Rahmen der Neustrukturierung wurde auch ein neues Raumkonzept umgesetzt. Von einer Übersiedlung betroffen ist auch ein Teil der Anwaltschaften und Servicestellen des Landes. Über neue Adressen verfügen:

Burgenländische Landesumweltanwaltschaft
7000 Eisenstadt
TechLab Eisenstadt, Bauteil 1 – Erdgeschoß,
Thomas A. Edison Straße 2
Telefon: 057-600/2191, Telefax: 057-600/72193
E-Mail: umweltanwalt.burgenland@bgld.gv.at

Burgenländische Gesundheits-, Patientinnen-, Patienten- und Behindertenanwaltschaft
7000 Eisenstadt
Technologiezentrum Eisenstadt, Bauteil 5 – Erdgeschoß
Marktstraße  3, 7000 Eisenstadt
Telefon: 057-600/2153, Telefax: 057-600/2171
E-Mail: post.patientenanwalt@bgld.gv.at
 
Tierschutzombudsstelle
7000 Eisenstadt
Hartlsteig 2
Telefon: 057-600/2189, Telefax: 057-600/???
E-Mail: post.tierschutz@bgld.gv.at
 
Konsumentenschutz
7000 Eisenstadt
Europaplatz 1
Telefon: 057-600/2346
E-Mail: post.konsumentenschutz@bgld.gv.at


Neue Integrationsbeauftragte für das Burgenland bestellt

Sanya Neinawaie tritt mit 1. Juli 2016 ihren Dienst an

spö
Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos präsentierte mit Sanya Neinawaie die neue Integrationsbeauftragte des Burgenlandes

Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos präsentierte am 01. Juli 2016 mit Sanya Neinawaie die neue Integrationsbeauftragte für das Burgenland, die mit heutigem Tag ihren Dienst antritt. Sanya Neinawaie hat Migrationshintergrund, denn ihre Eltern stammen aus dem Iran. Sie selbst ist österreichische Staatsbürgerin, ist hier geboren und hat sowohl die österreichische, als auch die persische Volksschule besucht. Bis Herbst 2016 soll in Koordination mit NGOs, AMS, VHS eine Bestandsaufnahme gemacht werden, welche ethnischen Gruppen und Sprachen es im Burgenland gibt und welche Projekte bereits umgesetzt werden.

„Ziel ist die Entwicklung eines Integrationsleitbildes des Burgenlandes. Unmittelbare Aufgabe ist natürlich auch die Unterstützung der Gemeinden in Fragen der Integration, denn Integrationsmaßnahmen sind die Basis dafür, dass diese Menschen für sich und ihre Familie sorgen sowie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Alle Menschen, die in Österreich bleiben können, haben aber als Integrationsleistungen auch das Erlernen der deutschen Sprache, den verpflichtenden Besuch von Deutschkursen, das Aneignen von Kenntnissen über die Grundwerte unserer Gesellschaft durch den Besuch von Werte- und Orientierungskursen, den Erwerb von Qualifikationen, die auf eine Erwerbstätigkeit abzielen sowie die Bereitschaft zur Aufnahme einer Arbeit zu erfüllen. Mit diesen Integrationsmaßnahmen, die ab dem ersten Tag beginnen, können wir die Eingliederung dieser Menschen in unsere Gesellschaft schaffen“, so Darabos.

Das Burgenland war hier auch das erste Bundesland, das in Kooperation mit dem Österreichischen Integrationsfonds die sogenannten Werte- und Orientierungskurse vereinbart hat – verpflichtend für Asylberechtigte. Ein Kurs dauert 8 Stunden und vermittelt Grundlagen in der österreichischen Rechtsstaatlichkeit, Verwaltung und das Verhältnis von Mann und Frau in unserer Gesellschaft. Diese Kurse finden auch regelmäßig im Burgenland statt. Bisher haben bereits 4 Kurse stattgefunden. Insgesamt konnten bereits 50 Asylberechtigte und Menschen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit geschult werden.


BP-Wahl: Demokratiepolitischen Schaden durch Reform des Wahlrechtes beheben

SP-Klubchef: Zweiten Wahltag wie im Burgenland bundesweit einführen!

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LAbg. KO Robert Hergovich, SPÖ

„Das Urteil des Höchstgerichtes ist ohne jeden Vorbehalt zu respektieren“, reagiert Burgenlands SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich auf die Aufhebung der Bundespräsidenten-Stichwahl durch den Verfassungsgerichtshof. „Durch die Unregelmäßigkeiten, die nun eine Wahlwiederholung nötig machen, ist schwerer demokratiepolitischer Schaden entstanden. Dieser muss durch eine umfassende Reform des Wahlrechtes behoben werden, bei der die generelle Einführung eines zweiten Wahltages nach burgenländischem Vorbild im Mittelpunkt steht“, fordert der Klubchef, der aber auch hervorstreicht, dass es laut VfGH keinen Anhaltspunkt für Manipulation gibt.

„Ein starkes Beben erfordert eine starke Reaktion“, sieht sich Hergovich durch das VfGH-Urteil in seiner Forderung nach einem „großen Wurf“ beim Wahlrecht bestätigt. Die bundesweite Einführung eines Zweiten Wahltages sei das Gebot der Stunde: „Dieses Angebot hat sich bei der letzten Landtagswahl im Burgenland in einem überraschend hohen Ausmaß bewährt. Wir brauchen eine zusätzliche Alternative zur Briefwahl, damit diese wieder zur Ausnahme statt zur Regel wird. Daher sollte die Möglichkeit zur vorgezogenen Stimmabgabe im Wahllokal in Zukunft bei allen Wahlen angeboten werden.“ Im Burgenland sei sich die SPÖ mit dem Koalitionspartner einig, dass der zweite Wahltag auch auf Gemeindeebene eingeführt werden soll.

Auch eine Reform der Briefwahl nach burgenländischem Muster sei nötig, so Hergovich. Das heutige VfGH-Urteil dürfe jedenfalls nicht dazu führen, Wahlbeisitzer und Wahlbehörden unter Generalverdacht zu stellen, ergänzt der SPÖ-Klubobmann. „Im Gegenteil: Wahlbeisitzer stellen sich unentgeltlich und ehrenamtlich in den Dienst der Demokratie und sind dabei einem immer höheren Druck ausgesetzt. Umso erfreulicher ist es, dass die Präsidentschaftswahl im Burgenland völlig anstandslos über die Bühne gegangen ist. Dafür gilt allen beteiligten Personen ein großes Kompliment!“

 

 

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