Nein danke zum unausgegorenen VOR-Tarifchaos – es geht auch besser

Eisenstadt, 29. 6. 2016 –

Gemeinsam mit den Grünen VerkehrssprecherInnen aus Wien und Niederösterreich forderte Landessprecherin Regina Petrik heute ein 365-Euro-Ticket für den gesamten VOR-Bereich.

grüne

LTAbg. Regina Petrik (Landessprecherin Grüne Bgld.), GR Rüdiger Maresch (Verkehrssprecher Grüne Wien), LTAbg. Amrita Enzinger (Verkehrssprecherin Grüne NÖ), NRAbg. Georg Willi (Verkehrssprecher Grüne Österreich)

Als „einfach, fair, umfassend“ und transparent bewirbt der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) sein neues Tarifsystem. Viele PendlerInnen zahlen jedoch beim neuen Tarif drauf! Damit droht diese Tarifreform verkehrspolitisch kontraproduktiv und für die vielen nachteilig Betroffenen und die Allgemeinheit teuer zu werden.

Die Grünen VerkehrssprecherInnen von Ostregion und Bund fassen die Kritik an dieser grob misslungenen Reform zusammen. Und legen ihre Alternative auf den Tisch: „Wirklich einfach – wirklich fair – wirklich umfassend – wirklich transparent: Die Flatrate für die Ostregion!“

Offensichtlich kennen die Verkehrsverbund-Manager ihre Kundinnen und Kunden nicht, kritisieren die Grünen VerkehrssprecherInnen. Denn der Proteststurm, der mit der Präsentation der neuen Tarife losbrach, schwillt täglich weiter an. Und anders als vermutet scheint es sehr viele Verlierer zu geben. Nur wenige Monate nach der letzten Tarifanhebung außerhalb Wiens ist der Ärger noch größer.

Beispiele:
Jahreskarte Eisenstadt-Wien:
bisher: 1.386,-
künftig: 1.435,-
Änderung: +4% (49 Euro)

Jahreskarte Schützen am Gebirge-Wien:
bisher: 1.403.-
künftig: 1.455.-
Änderung: +3,7% (52 Euro)

„Ein Tarifmodell, das für PendlerInnen teurer wird, aber das Angebot nicht verbessert, treibt PendlerInnen dazu, wieder vermehrt mit dem Auto zu fahren“, kritisiert Landessprecherin Regina Petrik. „Unser Ziel im Burgenland ist es, den nötigen Weg im Auto möglichst kurz zu halten und frühzeitiges Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel möglich zu machen. Der Kostenfaktor spielt dabei für viele PendlerInnen eine große Rolle. Der Öffentliche Verkehr muss sich für die Umwelt und für die Menschen lohnen.“

Die Grüne Antwort: Flatrate 365!

Wie wird der Öffentliche Verkehr in der Ostregion wirklich einfach, wirklich fair, wirklich umfassend, wirklich transparent? Mit der Flatrate für die Ostregion! Aus Sicht der Grünen ist die vorliegende Tarifreform nicht sanierbar. Wir schlagen stattdessen vor: Was für die Jugendlichen der Ostregion mit dem TOP-Jugendticket um 60 Euro im Jahr bereits erfolgreich umgesetzt ist, soll für alle Öffi-Fahrgäste in der Ostregion möglich gemacht werden. Um 365 Euro ein Jahr lang im gesamten Verbundraum Wien, Niederösterreich, Burgenland umwelt- und klimaschonend sowie sicher mobil sein!

In der Niederösterreichischen Landesregierung wurde bereits ausgerechnet, was die Umsetzung dieser Grünen Idee kosten würde: 86,5 Mio Euro für die gesamte Region. 12% davon würden auf das Burgenland fallen, das sind 10,38 Millionen. Petrik: „Im Vergleich zu kleinen Umfahrungsstraßen ist dies ein kleiner Betrag, in dessen Genuss alle BurgenländerInnen kommen können.“

 

 

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