Trachten aus dem Burgenland, Landesjagdtag 2016

St. Michael, 26. 6. 2016 –

„Burgenländisches G’Wand“ – Trachten werden nicht erfunden!

Eröffnung der neuen Sonderausstellung 2016 „Burgenländisches G’wand“ im Landtechnikmuseum St. Michael

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Maria Hadrawa, Initiatorin der Ausstellung, LRin Verena Dunst, Obfrau des Vereins Unser Dorf, Ausstellungs-Kuratorin Elisabeth Boisits-Hadrawa

Eine besondere Ausstellung mit einer beachtlichen Sammlung von Burgenländischen Trachten: „Kleidung war und ist immer Ausdruck von Persönlichkeit, Kultur, Tradition und nationalem Mythos – in seiner Vielfalt von den Anfängen bis heute“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst und Obfrau des Vereins „Unser Dorf“, die diese Trachtenausstellung maßgeblich unterstützt und gefördert hat.

„Dieses Landtechnik Museum in St. Michael besteht bereits seit 1995. Es ist in seiner Ausdehnung und Reichhaltigkeit eine einzigartige Dokumentation der Entwicklung landwirtschaftlicher Technik. Neben dieser umfangreichen Sammlung werden auch die vier Volksgruppen des Burgenlandes, die historische Arbeitswelt der Handwerker und eine sehr interessante Modellschau präsentiert.

2.000 Exponate – von der Sichel bis zum Mähdrescher – können auf 2.700 m² bei jedem Wetter besucht werden.“, so der Präsident des Vereins „Historische Landmaschinen Burgenland“ Karl Ertler stolz über sein Landmaschinenmuseum, das bereits vor 10 Jahren den Österreichischen Museumspreises erhalten hat.

Entwicklungsgeschichtlich betrachtet ist das Handwerkertum aus dem Bauerntum hervorgegangen. Der Bauer war weitgehend sein eigener Handwerker. Nach und nach entstanden in den Dörfern die Experten und Profis. Das Landtechnik-Museum zeigt Handwerkszeug der für den Bauern wichtigen Berufssparten. Ein nicht mehr wegzudenkendes Handwerk ist auch die Schneiderei – das Gewand – die Trachten – die im Landtechnik Museum im Rahmen von Sonderausstellungen immer wieder Hochachtung finden.

Am 24.6. wurde eine ganz besondere Ausstellung im Bgld. Landtechnikmuseum eröffnet: Die Sonderausstellung 2016 „Burgenländisches G’wand“ unter der Initiatorin, Frau Maria Hadrawa, die sich auf das alte Sprichwort beruft „Trachten werden nicht erfunden!“ und an die 100 verschiedenen Exponate für diese Sonderausstellung gesammelt und in liebevoller Detailarbeit rekonstruiert hat.

„Das Phänomen der Tracht, des urtümlichen Gewandes eines Landes betrifft sehr viele Aspekte des Lebens – damals so wie heute – und spiegelt Lebenshaltungen in ihrer politischen Bedeutung, ihrem gesellschaftlichen Stellenwert und Symbolcharakter – von regionaler Identität und Heimat. Kleidung war und ist immer Ausdruck von Persönlichkeit, Kultur, Tradition und nationalem Mythos – in seiner Vielfalt von den Anfängen bis heute.“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst und Obfrau des Vereins „Unser Dorf“, die diese Trachtenausstellung maßgeblich unterstützt und gefördert hat.

Ausstellungs-Kuratorin Elisabeth Boisits-Hadrawa erzählte von der Geschichte der burgenländischen Tracht, die früher im Alltag, aber auch zu Festtagen getragen wurde. Sie sprach auch von der Zeit, als die Tracht von moderner Kleidung verdrängt wurde und vom „Trachten-Boom“ der letzten Jahre. „Die Tracht hat sich im Laufe der Jahre verändert“, erläutert Boisits-Hadrawa weiter. Und diese Veränderungen hat ihre Mutter Maria im Laufe der Jahrzehnte auch alle dokumentiert bzw. in Trachten verewigt. „Bis auf zwei Kleider hat meine Mutter alle Kleider der Ausstellung selbst genäht“.

„Frau Hadrawa hat es geschafft mit dieser Ausstellung eine beachtliche Sammlung von Trachten zusammenzustellen und so einen eindrucksvollen Überblick über das Burgenländische G’wand zu vermitteln. Aus diesem Grund habe ich die Ausstellung gerne unterstützt. Mein Dank gilt aber auch der Initiatorin für Ihr Engagement der Burgenländischen Tracht gegenüber!“, so Obfrau des Vereins, Verena Dunst, der die zukünftige Zusammenarbeit mit Schulen aus der Umgebung und dem Landtechnik Museum sehr wichtig ist.

Ausstellungsdaten „Burgenländisches G’wand“:
LANDTECHNIKMUSEUM BURGENLAND
7535 St. Michael, Schulstraße 12
Trachten gesammelt von Frau Maria Hadrawa
Eröffnung am 24. Juni 2016 / 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung bis 27. Oktober 2016
Öffnungszeiten: täglich von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr


Landesrätin Verena Dunst eröffnet Landesjagdtag 2016

Jagdlandesrätin gibt Rückblick und Ausblick in Grußworten

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LR Verena Dunst, SPÖ

Raiding, 26.06.2016. Nach einem feierlichen Festgottesdienst, der von Altbischof Paul Iby in seiner Heimatgemeinde zelebriert wurde, war es Landesrätin Verena Dunst vorbehalten, den heurigen Landesjagdtag in Anwesenheit der Delegierten des Landesjagdverbandes offiziell zu eröffnen. Sie lobt dabei die Leistungen der Jägerschaft, rief aber gleichzeitig zu einem Miteinander aller Beteiligter auf und gab einen kurzen Ausblick auf die anstehende Novelle des Jagdgesetzes.

„Die burgenländische Jägerschaft hat über Jahrzehnte hinweg auf wirkungsvolle Weise zur Erhaltung der Artenvielfalt beigetragen. Sie ist sich voll und ganz ihrer Verantwortung bewusst – vor allem in Hinblick auf die Erhaltung der Wildtiere und den Schutz der Lebensräume, in denen sie zu jagen beabsichtigt“, lobte Jagdlandesrätin Verena Dunst die Leistungen der burgenländischen Jägerinnen und Jäger. Das Selbstverständnis der JägerInnen bzw. der Jägerschaft, auch deren Bild in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten- grundlegend geändert. Stand früher die tatsächliche Ausübung der Jagd und das Beharren auf Vorrechten und Privilegien im Mittelpunkt, sehen sich die modernen JägerInnen nicht nur als NutzerInnen sondern auch als verantwortungsvolle PflegerInnen und ErhalterInnen der Natur unserer Umwelt.

„Die Jägerinnen und Jäger sind auf dem richtigen Weg, wenn sie sich breiten Bevölkerungskreisen weiter öffnen, über unsere Natur aufklären und für eine vielfältige und artgerechte Tierwelt eintreten. Damit leisten sie einen bewussten Einsatz für die Allgemeinheit. Sie stärken den Natur- und Tierschutzgedanken und übernehmen Mitverantwortung dafür, dass der Lebensraum Wald durch ein Miteinander von Naturschutz und Jagd erhalten wird. Dieser Gedanke muss den Menschen in unserem Land immer wieder ins Bewusstsein gerückt werden, um Vorurteile zu entkräften“, mahnte Landesrätin Verena Dunst in ihren Grußworten allerdings auch an, dass man die wichtigen Errungenschaften der Jägerschaft auch als solche der restlichen Bevölkerung darlegen müsse.

Abschließend dankte LRin Verena Dunst der von ihr im September einsetzten ARGE Jagd und dabei vor allem deren Vorsitzenden Kommerzialrat Siegfried Fleischacker. Diese Arbeitsgruppe hat in mehr als 200 Arbeitsstunden eine grundlegende Novellierung des Jagdgesetzes vorbereitet. In der Arbeitsgruppe befanden sich neben dem Vorsitzenden auch Vertreter des Landesjagdverbandes sowie der Landwirtschaftskammer Burgenland, die Landesförsterschaft und Fachjuristen des Amtes der Burgenländischen Landesregierung. „Es war und ist nicht leicht, so viele verschiedene Ansichten und Zugänge zum neuen Jagdgesetz zu vereinen, aber eines kann ich Ihnen versichern, wie ich es Ihnen auch schon bei den Bezirksjagdtagen versichert habe: Wir werden bis zum Ende des heurigen Jahres ein grundlegend novelliertes Jagdgesetz in Kraft treten lassen, zu dem ich vollinhaltlich stehe und für das ich zur Gänze die Verantwortung übernehme“, bekräftigte Jagdlandesrätin Verena Dunst einmal mehr die Wichtigkeit dieser Jagdgesetz-Novelle und lobte dabei die aufopferungsvolle Arbeit der ARGE Jagd.

 

 

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