SPÖ: Zweite Chance, Auszeichnnung für NMS Horitschon, Inkontinenz

Eisenstadt, 24. 6. 2016 –

Zweite Chance für erfolgreiche Berufslaufbahn

Semester-Abschlussfest der VHS für 186 AbsolventInnen

spöZu einem großen Semester-Abschlussfest hatte die Volkshochschule Eisenstadt am Donnerstagabend, 23. Juni 2016, geladen. Insgesamt 186 AbsolventInnen in vier VHS-Lehrgängen haben das Studienjahr erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit Landeshauptmann Hans Niessl, Finanzlandesrat Helmut Bieler, den AbsolventInnen, KollegInnen, KursleiterInnen und PartnerInnen und WegbegleiterInnen wurden die Bildungsabschlüsse gefeiert. „Lebensbegleitendes Lernen wird immer mehr zum zentralen Pfeiler für den Bildungsaufstieg. Dadurch kommt der Arbeit der Volkshochschulen eine hohe gesellschaftliche Relevanz zu. Gratulation den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihrem Bildungsabschluss, damit haben sie einen wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft gesetzt“, sagte Niessl, der 15 AbsolventInnen ihre Pflichtschulabschlusszeugnisse persönlich überreichte.

Die AbsolventInnen des aktuellen Studienjahres besuchten die Lehrgänge Brückenkurse (89 Personen), Pflichtschulabschluss (39), Lehrabschluss „Du kannst was!“ (22) sowie Berufsreife- und Studienberechtigungsprüfung (36). Die TeilnehmerInnen des Kurses Pflichtschulabschluss hatten den Lehrgang in der Regionalstelle Oberwart besucht und stammen aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Pakistan, Tschetschenien, Ukraine, Russland, Thailand und Österreich. „Damit ist diese Bildungsmaßnahme ein Beispiel für aktive und gelebte Integration und somit auch als eine wichtige Integrationsmaßnahme zu sehen“, so der Landeshauptmann.

Weitere Informationen und Angebote der VHS Burgenland auf www.vhs-burgenland.at


NMS Horitschon gewinnt „Bikeline“-Wettbewerb

Radgipfel Eisenstadt. NMS Horitschon erhält Auszeichnung beim „Bikeline“- Fahrradwettbewerb

 spöDer zweite Tag des 9. Österreichischen Radgipfels in Eisenstadt stand heute unter dem Motto „Die Politik setzt aufs Rad“. Michael Cramer, Mitglied des europäischen Parlaments, stellte in seinem Referat den europäischen Radweg entlang des „Iron Curtains“ vor, und Tirols Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Ingrid Felipe präsentierte das Radkonzept Tirols. Burgenlands Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf zeichnete im Anschluss die burgenländischen Gewinner des Bikeline-Radwettbewerbs „Burgenland radelt zur Arbeit“, die NMS Horitschon, aus.

Wie sich Alltagsradverkehr perfekt ins Gesamtverkehrskonzept integrieren lässt, zeigte Tirols LH-Stv.in Mag.a Ingrid Felipe in ihrem Vortrag „Tirol – bald Radland Nummer eins?“  auf. In Innsbruck etwa sei es gelungen, den Radleranteil am Gesamtverkehr auf 23 % zu heben – „im österreichischen Vergleich ein absoluter Spitzenwert“, so Felipe. Dass Radeln nicht nur für die Gesundheit und die Umwelt von Vorteil, sondern der Radverkehr auch ein enormer Wirtschaftsfaktor ist, belegte MEP Michael Cramer anhand einer beeindruckenden Zahl: „Europaweit werden durch den Radverkehr – Radtourismus, Radkäufe, Investitionen in die Infrastruktur – insgesamt 44 Mrd. Euro Wertschöpfung generiert“.

„Auch im Sinne der Umwelt brauchen wir ein integriertes Handeln und Umdenken beim Mobilitätsverhalten“, betonte Umweltlandesrätin Eisenkopf. „Kürzere Wege müssen umweltverträglicher zurückgelegt werden. Der Kostendruck und die technische Weiterentwicklung werden hier zwar zu einer Trendwende führen, aber das allein wird nicht reichen“. Eisenkopf setzt bei der Steigerung der Radnutzung ganz auf die Kinder: „Für die nachhaltige Hebung des Radfahreranteils sind die Kinder ein Schlüssel – hier ist die Vorbildwirkung der Eltern gefragt. Wir planen aber aktuell auch, bereits im Kindergarten den Kindern mit Laufrädern Lust aufs Fahrradfahren zu machen“.

Lust aufs Radeln soll auch der Wettbewerb „Bikeline“ machen, ein internetbasierter Fahrradwettbewerb, bei dem zurückgelegte Schulwege mittels Helm-Chip elektronisch erfasst und als virtuelle Reise um die Welt dargestellt werden. In acht Bundesländern haben bis heute 81 Schulen teilgenommen. Ausgezeichnet wurde heute im Rahmen des Radgipfels die Neue Mittelschule Horitschon. Drei Schülerinnen erhielten eine „Go-Pro-Kamera“ für die meisten zurückgelegten Radkilometer. Eisenkopf: „Aktionen wie ‚bike line‘ tragen besonders positiv dazu bei, das Thema Radfahren positiv bei den Jugendlichen zu besetzen. Hier vereinen sich der Wettbewerbsgedanke mit wirklich coolen Gewinnmöglichkeiten“


LR Darabos und MKÖ informieren über Tabu-Thema Inkontinenz

Welt Kontinenz Woche vom 20.-26. Juni 2016

spöDie letzte Juni-Woche steht jedes Jahr im Zeichen der Inkontinenz. Ziel ist, betroffene Menschen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlung zu informieren und das schambesetzte Leiden ein Stück weit aus dem Tabu zu holen. Gesundheitslandesrat Norbert Darabos und die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) setzen sich im Rahmen der heurigen Aktionswoche für ein verstärktes Bewusstsein und für die Enttabuisierung der Volkskrankheit ein. Eine Serie von Factsheets gibt ganz konkrete sowie leicht umsetzbare Tipps zu den unterschiedlichen Aspekten einer Blasen- oder Darmschwäche. „Obwohl vielfach Hilfe möglich wäre, wird das Thema Inkontinenz in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert. Viele Betroffene ziehen sich aus Angst, ihr Problem könnte in der Öffentlichkeit, im Freundeskreis oder in der Familie bemerkt werden, zurück und vereinsamen. Nur die Hälfte sucht ärztliche Hilfe auf. Als Gesundheitslandesrat sehe ich es als gesundheitspolitische Aufgabe, dieses Problem zu enttabuisieren“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Etwa 25.000 Burgenländerinnen und Burgenländer leiden an ungewolltem Harn- oder Stuhlverlust. Je älter man wird, desto eher werden Blase oder Darm schwach. Aber auch jüngere Menschen sind davon betroffen – so sind etwa eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes Risikofaktoren für eine Inkontinenz. „Harninkontinenz in der Schwangerschaft ist durchaus häufig. Etwa jede dritte Frau hat in dieser Lebensphase Probleme mit der Kontinenz“, informiert Gynäkologe und MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith.

Zu den wichtigsten Zielen und Aufgaben der MKÖ zählt von Blasen- oder Darmschwäche betroffene Menschen und deren Angehörige über Inkontinenz, ihre Behandlungsmöglichkeiten sowie vorbeugende Maßnahmen zu informieren. Die heurige Welt-Kontinenz-Woche wird zum Anlass genommen, ein neues Informationsangebot zu starten: Factsheets mit Informationen zu den unterschiedlichen Aspekten einer Blasen- oder Darmschwäche. „Diese Infoblätter enthalten ganz konkrete sowie leicht umsetzbare Tipps und Hilfestellung für bestimmte Lebenssituationen“, so Fuith. „Als Gynäkologe liegt mir der Einfluss von Schwangerschaft und Geburt auf die Kontinenz naturgemäß besonders am Herzen, weshalb wir dem ersten Factsheet dieses Thema gewidmet haben.“ Denn jede Frau kann vorbeugend etwas tun und auch eine bestehende Blasen- oder Darmschwäche lässt sich wieder in den Griff bekommen.

Aber nicht nur Frauen, auch Männer sind im Krankenhaus Oberwart mit dem Problem Inkontinenz bestens aufgehoben. Frau Dr. Claudia Dörfler von der urologischen Abteilung des Krankenhaus Oberwart weiß, dass im Durchschnitt die Häufigkeit der Blasenschwäche bei der gesamten männlichen Bevölkerung ca. 10% beträgt. Das heißt, es trifft jeden 10. Mann. Ab dem 70. Lebensjahr sind schon 30% aller Männer davon betroffen, es trifft also jeden 3. Mann. Das Krankenhaus Oberwart ist dafür gerüstet und verfügt über eine urodynamische Ambulanz, die darauf eingerichtet ist, mit Hilfe von verschiedensten diagnostischen Möglichkeiten festzustellen, welche Inkontinenzform vorliegt.

Aktiv gegen das stille Volksleiden Inkontinenz
Trotz des enormen Leidensdrucks gehören Blasen- und Darmschwäche heute immer noch zu den am meisten tabuisierten Volkskrankheiten. „Nur rund ein Drittel aller betroffenen Menschen spricht darüber, der Rest leidet still und unter falschem Schamgefühl“, weiß Gesundheitslandesrat Norbert Darabos. „Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche bieten alle burgenländischen Krankenhäuser Hilfe, Linderung und oft auch Heilung.“ Damit diese Information an Betroffene herangetragen wird, engagiert sich die multiprofessionelle Fachgesellschaft MKÖ verstärkt im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche, die heuer von 20. bis 26. Juni stattfindet. „Obwohl Inkontinenz keine schwere Erkrankung ist, führt sie zu einer seelischen und körperlichen Beeinträchtigung. Als Gesundheitslandesrat sehe ich es als gesundheitspolitische Aufgabe dieses Problem in der Gesellschaft zu enttabuisieren“, so der burgenländische Gesundheitslandesrat Norbert Darabos abschließend.

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar