Mehr Geld für Kindergarten- pädagoginnen

Eisenstadt, 22. 6. 2016 –

Großer Wurf bei Besoldungsreform: Mehr Geld für Kindergartenpädagoginnen

Hergovich / Molnár: „Attraktivierung der Berufssparte Kinderbetreuung mit höherem Anfangsgehalt und höherer Lebensverdienstsumme.“

Heute steht im zuständigen Landtagsausschuss eine Novelle des Burgenländischen Gemeindebedienstetengesetzes auf der Tagesordnung, mit der auch eine Besoldungsreform für Freizeit- und Kindergartenpädagoginnen umgesetzt wird. „Dieser große Wurf bringt eine deutliche Anhebung der Anfangsbezüge und der Lebensverdienstsumme für neu eintretende burgenländische Kindergartenpädagoginnen mit sich. Für bereits im Dienst befindliche Fachkräfte besteht Wahlfreiheit, ob sie im bisherigen System bleiben oder ins neue wechseln wollen“, erklären SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und FPÖ-Klubobmann Géza Molnár in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Die Eckpunkte der Reform:

Die Anfangsbezüge werden um 480,80 Euro auf 2.344,40 Euro angehoben. Das ist Plus von 25,9 %. Österreichweit sind das die zweithöchsten Anfangsbezüge aller Bundesländer!

· Auch die Lebensverdienstsumme erhöht sich um 72.969,40 Euro, das sind + 4,21 %. Auch hier liegt das Burgenland im Spitzenfeld!

· Im Ausnahmefall (etwa bei Personalknappheit im Krankheitsfall) können 2 von 8 wöchentliche Vorbereitungsstunden auf Anweisung in Aufsichtsstunden umgewandelt werden. Damit wird auch in Ausnahmesituationen die Aufsichtspflicht gewährleistet.

Es sei davon auszugehen, dass auch bestehende junge Kindergartenpädagoginnen auf das neue Modell umsteigen werden, meint SPÖ-Klubchef Hergovich: „Denn wir passen damit das Gehaltsschema an die veränderte Gesellschaft an: Die Menschen bekommen dann mehr Geld, wenn sie es brauchen, nämlich in jungen Jahren. Es wird damit gewährleistet, dass die Kinderbetreuung als Berufssparte im Burgenland weiterhin attraktiv für motivierte Beschäftigte bleibt. Insgesamt ist uns gemeinsam mit dem Koalitionspartner, der Gewerkschaft und Personalvertretung sowie den Gemeindevertretern ein großer Wurf gelungen! Das ist auch Ausdruck unserer großen Wertschätzung für die hervorragende Arbeit der Freizeit- und Kindergartenpädagoginnen.“

„Es war höchst an der Zeit, diese Anpassung der Gehaltskurve vorzunehmen. Die Familiengründung und Wohnraumschaffung findet tendenziell in jungen Jahren statt und entsprechend ist natürlich auch der Finanzierungsbedarf im privaten Bereich. Unsere Devise lautet daher: Besoldungsschema neu – höhere Einstiegsgehälter bei flacheren Verdienstkurven. Somit liegt das Burgenland bei der Besoldung an zweiter Stelle bundesweit. Dadurch bleibt das Berufsbild attraktiv und das Burgenland bleibt im Bereich der Kinderbetreuung konkurrenzfähi. So ist sichergestellt, dass der Bedarf an Betreuungspädagogen gedeckt und die Betreuung unserer Kinder gewährleistet ist.“, so der FPÖ-Klubobmann Géza Molnár, der nochmals die Zufriedenheit mit dieser Novelle betont und auch anmerkt, dass diese Novelle auch Vorbild für andere Bereiche im öffentlichen Dienst sei.

Das Burgenland ist schon jetzt spitze bei der Kinderbetreuung: Mit einer Betreuungsquote von 98,0 % (alle Zahlen aus dem letzten Kindergartenjahr 2014/2015) bei den 3- bis 5-Jährigen liegt das Burgenland an der Spitze aller österreichischen Bundesländern. Von den 5-Jährigen besuchen im Burgenland sogar 99,4 % den Kindergarten. Bei den 0- bis 2-Jährigen liegt das Burgenland mit 30,9 % auf Platz 2. Im 7-Jahresvergleich hat sich die Betreuung in dieser Altersgruppe mehr als verdoppelt (+104,7 %). Vor sieben Jahren wurden im Burgenland die Kinderkrippenförderung und der Gratiskindergarten eingeführt.

 

 

 

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