SPÖ: 1. Biofest, Hände weg von jungen Wildtieren!

Güssing, 19. 6. 2016 –

Ein voller Erfolg: Agrarlandesrätin Verena Dunst eröffnet 1. Biofest der BIOAUSTRIA Burgenland

LFS Güssing präsentiert sich als perfekter Schauplatz

Vor einer beeindruckenden Kulisse und bei Kaiserwetter eröffnete Landesrätin Dunst am Gelände der LFS Güssing gemeinsam mit dem Obmann der BIO AUSTRIA Burgenland Franz Traudtner das 1. Biofest. Die Stadtkapelle Güssing sorgte für die musikalische Umrahmung.

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Dipl. Päd. Ing. Gerhard Müllner (Direktor der LFS Güssing), Agrarlandesrätin Verena Dunst, Franz Traudtner (Obmann der BIO AUSTRIA Burgenland)

„Bio boomt“, zeigte sich Agrarlandesrätin Verena Dunst einleitend überzeugt von der Wichtigkeit der biologischen Landwirtschaft im Burgenland. „Es darf allerdings nicht zu einem Wettstreit zwischen konventionellem und biologischem Anbau kommen, denn beide sind wichtig für die Erhaltung der Regionalität unserer Produkte“, so Landesrätin Dunst.

Bei einer gut geplanten und ebenso gut umgesetzten Veranstaltung gelang es der BIO AUSTRIA Burgenland in Kooperation mit der LFS Güssing einen perfekten Rahmen für diese Veranstaltung zu finden. „Unsere LFS in Güssing lebt die biologische Landwirtschaft mit ihren Schülern und dem professionellen Personal vor“, betonte LRin Verena Dunst einmal mehr die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Schule im Süden, die sich voll der Bio-Landwirtschaft verschrieben hat.

Bei einem ausgedehnten Rundgang konnte Agrarlandesrätin Verena Dunst einen ausführlichen Eindruck von den Produkten und den Bioproduzenten des Burgenlandes gewinnen. LRin Verena Dunst ließ es sich auch nicht nehmen, die Biolandwirtschaft im Land ausgiebig zu loben: „Ich bin stolz auf unsere Bioproduzenten. Sie leisten einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zur Erhalt unserer klein strukturierten Landwirtschaft – immer unter Bedachtnahme der natürlichen Herstellungsweise ihrer Produkte.“
Ins selbe Horn wie die Agrarlandesrätin stieß auch der Obmann der BIO AUSTRIA Burgenland, Franz Traudtner, in seinen Eröffnungsworten: „Wir feiern heuer bereits das 35. jährige Bestandsjubiläum von BIO AUSTRIA im Burgenland, und ich bin stolz auf unsere Biobauern für ihren Einsatz um unsere Produkte.“

Auch für Jung und Alt wurde einiges beim 1. Biofest geboten. Neben vielen regionalen Bioproduzenten, bei deren Ständen hervorragende Produkte dargeboten wurden, gab es ein Rahmenprogramm, das sich sehen lassen konnte. Neben Führungen in der LFS Güssing gab es kostenlose Kutschenfahrten, ebenso wie Gummistiefelweitwerfen und ein Public Viewing der EURO 2016. „Ich darf der BIO AUSTRIA Burgenland alles Gute für die nächsten 35 Jahre wünschen und ihnen zu diesem tollen Fest gratulieren“, meinte Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend.


Hände weg von jungen Wildtieren!

Falsch verstandener Tierschutz kann Jungtieren das Leben kosten!

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Agrarlandesrätin Dunst mit Wild- und Waldpädagogin Kirstin Wilhelm im Kreise der interessierten Kindergartenkinder im KiGa Draßmarkt

„Im Frühling bis Frühsommer bekommen die heimischen Wildtiere Nachwuchs. Manche Tiere erwecken den Eindruck, verlassen worden zu sein. Das täuscht. Nur selten sind junge Wildtiere tatsächlich von den Eltern verlassen. Für fast alle Jungtiere ist es völlig natürlich, auf die elterliche Pflege zu warten. Junge Hasen oder Rehkitze werden oft nur einmal pro Tag von der Mutter aufgesucht. Auch Jungvögel sind alleine unterwegs. Erst infolge der Mitnahme durch den Menschen entsteht für die Jungtiere Lebensgefahr. Ein „Rettungsversuch“ bedeutet großen Stress und oftmals den Tod für junge Wildtiere.“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst anlässlich eines Besuches im Kindergarten Drassburg, wo das richtige Verhalten Jungtieren gegenüber auf dem „Lehrplan“ der Kindergartengruppe stand.

Unterstützt durch Kirstin Wilhelm, Wild- und Waldpädagogin der Werkstatt Natur, erfuhren die interessierten Kids unter Kindergartenleiterin Ilse Steindorfer Wissenswertes über das Verhalten junger Wildtiere. „Bei Junghasen kommt die Mutter nur zwei Mal pro Tag, um ihre Jungen zu säugen. Auch Rehkitze verbringen viele Stunden des Tages ohne ihre Mutter. Junge Säugetiere sollen nicht berührt werden, da sie sonst von ihrer Mutter verstoßen werden. Die Mütter von Jungtieren werden vom menschlichen Geruch abgeschreckt“, so die erfahrene Waldpädagogin Kirstin Wilhelm.

„Oft ist es schwer für Spaziergänger festzustellen, ob bzw. wann ein junges Wildtier tatsächlich Hilfe benötigt.“, so auch für Jagd zuständige Landesrätin Verena Dunst. „Die Versorgung und die Aufzucht von Wildtierkindern sollte nur eine fachkundige Person durchführen. Von Selbstversuchen wird dringend abgeraten!“ bekräftigt Agrarlandesrätin Verena Dunst und verweist auf die erfahrene und kundige Jägerschaft vor Ort als direkter Ansprechpartner und Zuständiger für Wildtiere. Ob ein vermeintlich verlassenes Jungtier wirklich unversorgt ist, kann erst nach ausgiebiger Beobachtung entschieden werden. Solche Beobachtungen halten jedoch oft die Elterntiere ab, zu ihren Jungen zurückzukehren. „Im Zweifelsfall ist daher die Jägerschaft über so einen Fund zu informieren!“, so LRIn Dunst abschließend.

 

 

 

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