SPÖ: Bgld. Umweltpreis 2016, Milchgipfel, Anpatzerei der ÖVP

Eisenstadt, 15. 6. 2016 –

Burgenländischer Umweltpreis 2016 vergeben

Land zeichnet Initiativen zum Schutz der Umwelt aus

spö

LH Hans Niessl und LR Mag.a Astrid Eisenkopf mit dem Erstplatzierten der Kategorie Volksschulen

Die Umweltpreise 2016 des Landes für besondere Leistungen für den Umweltschutz im Burgenland wurden heute, Mittwoch, im Nationalparkzentrum in Illmitz verliehen. Der von der Landesregierung ausgeschriebene Preis ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und wird an Gemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereine und Einzelpersonen vergeben. Landeshauptmann Hans Niessl und Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf überreichten Geld- und Anerkennungspreise für die besten Projekte; einen Ehrenpreis erhielten Dr. Friederike Spitzenberger und Umweltanwalt a.D. Mag. Hermann Frühstück. Das bunte Rahmenprogramm, unter anderem mit einer Aufführung „ZIB-Spezial – Exklusivbericht aus dem Südburgenland“, gestalteten Kinder aus der Marktgemeinde Ollersdorf. Seit dem Jahr 1991 wurde der Preis jährlich vergeben, seit 2013 erfolgt die Vergabe nur mehr alle drei Jahre.

„Umwelt- und Klimaschutz ist eine ganz große gemeinsame Herausforderung – jeder ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten. Unser großer Dank gilt deshalb allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihr besonderes Engagement und vorbildliche Projekte, die wir mit dem Umweltpreis heute würdigen wollen“, sagte Niessl bei der Verleihung. Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf betonte in ihrer Rede, dass die Bekämpfung des Klimawandels ein zentrales Thema des 21. Jahrhunderts sei. Eisenkopf: „Das Burgenland wird das globale Problem des Klimaschutzes nicht alleine lösen, aber wir können einen kleinen Teil dazu beitragen. Und der burgenländische Umweltpreis, ist ein kleiner aber für unser Land wichtiger Beitrag zum globalen Klimaschutz. Er schafft Bewusstsein und sensibilisiert.“

In vier Kategorien wurden die Preise vergeben:

Preisträger – Kategorie Kindergärten
1.  Naturpark-Kindergarten Weingraben; Projekt: „Kleine Gärtner“ – Der Natur auf der Spur
2.  Naturpark-Kindergarten Draßburg; Projekt: „Kinder brauchen die Natur – Kinder brauchen Bewegung“
3.  Kindergarten See-Sternchen, Mörbisch; Projekt: „Ein naturnaher Garten“

Preisträger – Kategorie Volksschulen        
1.  Volksschule Ollersdorf; Projekt: Ausdrucksspiel „Lebensmittel– Mittel zum Leben“
2.  Volksschule Stotzing; Projekt „Kooperationen für gesunde Umwelt“  
3.  Volksschule Mörbisch  3. u.4.Kl.; Projekt „It’s my life – mein Lebensraum        

Preisträger – Kategorie: Neue Mittelschulen, Gymnasien und höhere Schulen
1.  Sonderschule Frauenkirchen; Projekt: „Schul-, Genuss-, Schau- Garten“
2.  Pannoneum, Wirtschafts- u. Tourismusschule Neusiedl/See; Projekt: „Traceyourfood“
3.  NMS Stegersbach; Verschiedene Projekte

Preisträger – Kategorie Vereine bzw. Privatpersonen (es gibt zwei 3. Plätze)
1.  Hofgemeinschaft Flügelschlag Wulkaprodersdorf; Projekt: „Der Fliegende Bienenkorb“
2.  Werkstatt Koryphäen, Neusiedl/See; Projekt: „Re-Use und Re-Design“
3.  Obst- u. Weinbauverein Rohrbach; Projekt: „Natur & Schule“
3.  Bgld. Landesjagdverband (Förster Ing. Roman Bunyai); Projekt: „Werkstatt Natur Marz“

Anerkennungspreise
Anerkennungspreise erhielten die NMS Mattersburg (Projekt: „2-Beiner für 6-Beiner“), die Bogner Veranstaltungsges.m.b.H. in Wiesen, das Magistrat der Landeshauptstadt Eisenstadt („Ökologisierung Eisbach Eisenstadt“), die Stadtgemeinde Mattersburg (Bgm. Salomon + Mag. Hollweck) für diverse Umwelt-Projekte, die Gemeinde Leithaprodersdorf („Erlebnisweg Landwirtschaft“), die Marktgemeinde Lutzmannsburg („Naturerlebnisweg“) und die Marktgemeinde Ollersdorf („Klima“).

Ehre, wem Ehre gebührt
Mit einem Ehrenpreis bedacht wurden die Fledermausexpertin Dr. Friederike Spitzenberger und Umweltanwalt a.D. Mag. Hermann Frühstück. Spitzenberger von „BatLife Österreich“, die seit vielen Jahren in der Fledermauskluft im Steinbruch von St. Margarethen forscht, hat sich um die Erhaltung der Fledermäuse und ihres Lebensraums verdient gemacht. Unter dem langjährigen Umweltanwalt des Burgenlandes und früheren Obmann des Österreichischen Naturschutzbundes-Landesgruppe Burgenland wurden unter anderem ein neues Natur- und Landschaftsschutzgesetz geschaffen und der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel errichtet.


Agrarlandesrätin Verena Dunst mit Ergebnis des Milchgipfels unzufrieden!

Für einen neuen burgenländischen Weg in der Milchwirtschaft

LR Verena Dunst

LR Verena Dunst, SPÖ

Unzufrieden mit den Ergebnissen des gestrigen Milchdialogs in Wien zeigt sich die burgenländische Agrarlandesrätin Verena Dunst. Sie spricht sich nachdrücklich für ein Umdenken in der heimischen Milchproduktion aus.

„Ich anerkenne voll und ganz die Bemühungen, den Milchbauern kurzfristig finanziell unter die Arme zu greifen. Sie sind teilweise ernsthaft in ihrer Existenz bedroht und hier ist rasche Hilfe geboten,“ zeigt sich LRin Verena Dunst zwar mit der Grundidee des Milchdialogs 2016 zufrieden, sieht aber in der Art der Umsetzung ein grundlegendes Problem. Angesichts der generell anhaltenden Krise in der heimischen Milchwirtschaft vermisse sie allerdings sinnvolle Strategien, wie man den heimischen Milchbauern langfristig eine Existenz ermöglichen könne, so Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Unterstützungszahlungen sind eine Notmaßnahme, aber keine Antwort auf das Überangebot an Milch. „Diese Denkrichtung macht aus unseren AgrarproduzentInnen abhängige AlmosenempfängerInnen, statt sie zu selbständigen UnternehmerInnen mit Innovationsgeist und Tatkraft voranzubringen,“ betont LRin Verena Dunst.

„Im Interesse der burgenländischen Milchwirtschaft müssen wir in Produktnischen und innovative Milchprodukte ausweichen. Konkret denke ich an lokale Käsesorten oder moderne Milchgetränke. Wir müssen weg von der Rohmilch und hin zur Veredelung des Produktes Milch“, fordert die burgenländische Agrarlandesrätin.

LRin Verena Dunst spricht von einem „burgenländischen Weg“, den sie gemeinsam mit den Milchbauern und Interessenvertretungen gehen möchte. „Ich werde auch Start-Ups fördern, die sich mit genau dieser Problematik beschäftigen“, kündigt Agrarlandesrätin Verena Dunst an. Bei dieser europaweiten Krise der Milchwirtschaft müsse man mittel- und längerfristig auf Innovation, kreative Ideen und regionale Nischenprodukte setzen, ist LRätin Dunst überzeugt.


Verwaltungsreform: Neue Führungskräfte haben „Anpatzerei“ der ÖVP nicht verdient

Hergovich / Sack: Bestellungen streng nach objektivem Verfahren

Als „parteipolitischen Offenbarungseid“ bezeichnen SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und seine Stellvertreterin LAbg. Edith Sack die Kritik der ÖVP an der Bestellung von vier neuen Abteilungsvorständen im Amt der burgenländischen Landesregierung. Die Volkspartei agiere in Sachen Verwaltungsreform offenkundig weiter nach der Devise „Wie der Schelm denkt, so ist er“, so Hergovich: „Die Landesregierung hat streng auf der Basis des Objektivierungsgesetzes nach einem objektiven Auswahlverfahren und externer Eignungsprüfung entschieden. In allen vier Fällen wurden höchst qualifizierte und anerkannte Persönlichkeiten bestellt. Diese Führungskräfte haben es nicht verdient, von der Volkspartei in Misskredit gebracht und angepatzt zu werden.“ Es sei höchst erfreulich, dass sich unter den vier neuen Abteilungsvorständen zwei Frauen befinden, ergänzt Edith Sack in ihrer Funktion als SPÖ-Frauensprecherin: „Das Land Burgenland hat bereits eine hohe Frauenquote bei Führungskräften, die jetzt weiter angehoben wird. Das unterstreicht, dass Chancengleichheit im Landesdienst groß geschrieben wird und Frauenförderung kein Lippenbekenntnis ist.“

Die ÖVP zeige mit ihrer Kritik, dass es ihr nicht um Qualifikation, sondern ausschließlich um parteipolitische Farbenspiele gehe. „Diese alten Proporz-Denkmuster haben endgültig ausgedient. Eine moderne Verwaltung braucht Know-How und Qualität auf allen Mitarbeiterebenen. Diesem Gesichtspunkt sind die gestrigen Entscheidungen gefolgt. Wir gratulieren den neuen Abteilungsvorständen auf das Herzlichste und sind überzeugt, dass sie ihren Job mit eben so viel Kompetenz wie Verantwortungsbewusstsein machen werden. Das haben sie bei ihrer bisherigen Arbeit im Landesdienst ja bereits hinlänglich bewiesen“, so Hergovich und Sack.

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