SPÖ: Schulrechtspaket 2016

Eisenstadt, 13. 6. 2016 –

Wichtiger Schritt zu besserer Bildung

Preiner: „Rund 2.000 Schulversuche werden in die Schulautonomie überführt.“

Als wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der burgenländische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Erwin Preiner, Mitglied im Unterrichtsausschuss des Nationalrates, das Bekenntnis der neuen Unterrichtsministerin Hammerschmid zum Ausbau der Schulautonomie und zu Chancengleichheit in der Schule für alle Kinder.

Im letzten parlamentarischen Unterrichtsausschuss (am 7. Juni) wurde das Schulrechtsänderungsgesetz 2016 plenarreif gemacht. Dieses beinhaltet unter anderem eine alternative Leistungsbeurteilung. Damit werden rund 2.000 Schulversuche in der Volksschule zur alternativen Leistungsbeschreibung in die Schulautonomie übergeführt. „Diese pädagogische Form der Leistungsbeschreibung ermöglicht die bestmögliche Förderung und Entwicklung der Kinder und eine engere Kooperation mit den Eltern. Das ist ein weiteres wichtiges Element für eine gestärkte Schulautonomie“, so Preiner. Wichtig ist Preiner auch die Umsetzung der autonomen Möglichkeiten in der Volksschule; das Lehrerteam kann vor Ort entscheiden, ob die verbale Beurteilung in den ersten drei Schulstufen umgesetzt wird.

Eine verstärkte Sprachförderung in allen Schultypen, bis zu BMHS und AHS-Oberstufen und die Mitnahme der Förder- und Entwicklungsdaten aus dem Kindergarten in die Volksschule werden ebenfalls zu einer Stärkung der Schulstandorte führen, weil pädagogische Maßnahmen wie Individualisierung autonom gestaltet und damit die Kinder noch besser gefördert werden können. Vor allem die Sprachstandsfeststellung ist ein wichtiges Element der Sprachförderung. Die Sprachförderung wird vertiefend für alle SchülerInnen mit sprachlichen Defiziten angeboten; dazu stehen 2016 vom Bund 65 Mio € und 2017 80 Mio € bereit.

Im laufenden Schuljahr 2015/16 besuchen in der Volksschule des Burgenlandes 185 Schüler Sprachförderkurse. Zusätzlich erhalten 1.276 Kinder in Volksschulen-Zusatzstunden in Deutsch um die Unterrichtssprache besser zu beherrschen.

Im Bezirk Neusiedl/See: 3 Sprachförderkurse (VS Kittsee, VS Neusiedl): 32 außerordentliche Kinder (die überhaupt nicht Deutsch können), 263 Kinder werden mit nichtdeutscher Muttersprache in Deutsch-Zusatz betreut. Bis zum Kindergartenjahr 2017/18 investieren Bund und Land Burgenland für die sportliche Frühförderung pro Jahr eine Million Euro. Ca. 900 Kindergartenkinder im Burgenland profitieren von dieser wichtigen Sprachförderung im Kindergarten. Sprachförderprojekte wie z.B. „Mama, Papa und ich“ und „Plaudertasche“ werden von der PH Bgld. im Auftrag des Landes Burgenland durchgeführt.

„Bildung beginnt im Kindergarten; uns geht es darum, dass alle Kinder – unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund und ihrer Herkunft – von Anfang an die gleichen Chancen bekommen. Mit dem Schulrechtspaket 2016 schließen wir die Nahtstelle Kindergarten und Volksschule – und davon werden alle Kinder profitieren“, ist SP-NR Erwin Preiner abschließend überzeugt.

Share Button

Schreibe einen Kommentar