SPÖ: Leithaland, ÖVP gegen Gewerkschaft, New Deal, Pflichtschulgesetz, Stare Abwehr, WK Direktor bei LH, ÖVP schießt ins Leere, Buchstart

Eisenstadt, 9. 6. 2016 –

Leithaland auf gutem Weg in die Energieautarkie

9 Gemeinden der „Klima- und Energiemodellregion Leithaland“ setzen auf intelligente, nachhaltige Energiekonzepte

Die neun Gemeinden der „Klima- und Energiemodellregion (KEM) Leithaland“ setzen seit Jahren intelligente und auf die Region abgestimmte Energiekonzepte erfolgreich um. Mit dem verstärkten Einsatz von Photovoltaik und der  Forcierung der E-Mobilität soll mittelfristig die Energieautarkie in der Region in den drei Sektoren Wärme, Strom und Mobilität erreicht werden. Bei einer Pressekonferenz mit Umweltlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf zogen die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und die Projektpartner gestern, Mittwoch, Bilanz und gaben einen Ausblick auf zukünftige Initiativen.

Steigender Verkehr und Energieverbrauch, damit einhergehend auch eine massive Belastung für Klima und Umwelt, erfordern dringend Lösungen. „Der Schlüssel zum Klimaschutz ist es, möglichst viele Menschen auf den Geschmack eines nachhaltigen Lebensstils zu bringen. Klimaschutz ist nicht nur ein Thema auf internationalen Klimakonferenzen. Klimaschutz geht uns alle an, deshalb müssen diesen Weg möglichst breite Bevölkerungsschichten mittragen“, erklärte Umweltlandesrätin Eisenkopf. „Die ‚Klima- und Energiemodellregion Leithaland‘ leistet dazu einen wichtigen Beitrag“.

2013 gestartet
2013 wurde die „Klima- und Energiemodellregion Leithaland“ gestartet. Basis war das Programm des Klimafonds des Bundes, das österreichische Regionen finanziell bei Maßnahmen zur Energieeinsparung unterstützt. Neun Gemeinden mit insgesamt rund 18.000 Einwohnern sind beteiligt: Großhöflein, Hornstein, Leithaprodersdorf, Müllendorf, Neufeld/Leitha, Pöttsching, Steinbrunn, Wimpassing/Leitha und Zillingtal. Voraussetzung war die Erstellung eines bindenden Umsetzungskonzepts und dessen Umsetzung durch einen Modellregionsmanager. Partner sind Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus der Region, etwa die Burgenländische Energieagentur (BEA), wichtig ist die Vernetzung mit anderen Klima- und Modellregionen.

450 Tonnen CO2 jährlich eingespart
36 Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3 Mio. Euro seien umgesetzt worden. Zu den Maßnahmen zählen Förderaktionen für Photovoltaikanlagen für Privathaushalte, der Einbau von Photovoltaikanlagen in öffentlichen Gebäuden, die thermische Sanierung von Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden und Heizungstausch ebenso wie Bürgerbeteiligungsmodelle oder die Anschaffung eines Gmoa-Busses und eines E-Nutzfahrzeuges. Daneben wurden von der KEM 11 Informations- und Beratungsveranstaltungen zu Spezialthemen initiiert, etwa zu Heizungswärmepumpen oder zum Einsatz von LED, die von der Bevölkerung gut angenommen worden seien. Ein durchschlagender Erfolg sei auch das Schul-Gemeinschaftsprojekt „Der Sonne entgegen“ zum Thema Energiesparen und Klimaschutz gewesen.

Die Leistungsbilanz ist beeindruckend: „Pro Jahr werden durch die Effizienzmaßnahmen mehr als 450 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Das ist ein maßgeblicher Beitrag zum Umweltschutz, der zeigt, dass es durch aktive Einbindung der Bevölkerung möglich ist, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Energieeinsparung auf breiter Basis erfolgreich zu verankern“, so Eisenkopf.

E-Mobilität als Hoffnungsfeld
Künftig soll die E-Mobilität weiter ausgebaut werden, sagt KEM Leithaland-Manager Ing. David Locsmandy. Geplant seien auch Angebote von Alternativen zum Gebrauch von Privat-PKWs im Alltag, Angebote von alternativen Treibstoffen und weitere Kooperationen mit Partnern aus der Wirtschaft. Der Klimafonds bietet die Möglichkeit, das Projekt weiter zu betreiben; von den Gemeinden gebe es bereits einen Grundsatzbeschluss, weiterzumachen.

Derzeit bestehen im Burgenland acht Klima- und Energiemodellregionen, rund 40 % der Bevölkerung sind eingebunden, „damit ist das Burgenland österreichweit an zweiter Stelle“, sagt BEA-GF DI Johann Binder.

„Nach der Stromautonomie im Jahr 2013 streben wir bis zum Jahr 2020 an, 50% des Energieverbrauchs im Burgenland aus erneuerbaren Energiequellen abzudecken, bis 2050 sollen es 100 Prozent sein. Wir müssen jetzt schon den Weg dafür ebnen. Die Klima- und Energiemodellregionen sind dazu ein wesentlicher Baustein“, so Eisenkopf abschließend.


„Gewerkschaften braucht man nicht“: ÖVP liefert skandalöse Entgleisung im Landtag

LH Niessl / KO Hergovich: „Wer Gewerkschaften in Frage stellt, kann nie Partner der SPÖ sein!“

Mit der Aussage „Gewerkschaften braucht man heutzutage nicht mehr“ hat ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf heute im Landtag für empörte Reaktionen der SPÖ gesorgt. „Das ist eine inakzeptable Entgleisung und ein beispielloser Skandal“, zeigten sich Landeshauptmann Hans Niessl und SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich unisono empört. „Wer Gewerkschaften die Existenzberechtigung abspricht, kann jetzt und in Zukunft niemals Partner der Sozialdemokratie sein“, so der Landeshauptmann. Gewerkschaften seien der Garant des sozialen Friedens und ein unverzichtbarer Bestandteil des demokratischen Systems, so Hergovich. „Im Landtag hat es in der Zweiten Republik noch niemals eine derartige Aussage gegeben“, übte LH Niessl scharfe Kritik an der ÖVP.

Den Gewerkschaften seien wichtige Errungenschaften für ArbeitnehmerInnen wie die 38,5-Stunden-Woche, Urlaubsanspruch, Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Entgeltfortzahlung im Krankenfall zu verdanken. „Sozialer Frieden ist in Österreich nur gewährleistet, weil ein Interessenausgleich durch die Gewerkschaften stattfindet. Die ÖVP Burgenland hat mit ihrem Frontalangriff auf die Gewerkschaften bewiesen, dass sie jegliches soziale Gewissen verloren hat“, so der Klubobmann.

Die burgenländische ÖVP habe damit einmal mehr ihr wahres neoliberales Gesicht gezeigt – daran ändere auch der missglückte nachträgliche Ablenkungsversuch Wolfs nichts: „Wenn die Volkspartei von ‚mehr Flexibilisierung‘ spricht, meint sie in Wirklichkeit ‚mehr Arbeiten um weniger Geld‘. Der Ruf nach Abschaffung der Gewerkschaften ist nur die Zuspitzung dieser unerträglichen Haltung“, so Hergovich.


Mit „New Deal“: Arbeitsplätze schaffen und BurgenländerInnen in Beschäftigung bringen!

Hergovich / Sack: ÖVP-Fundamental-Opposition schadet der Position der burgenländischen ArbeitnehmerInnen!

Die steigende Arbeitslosigkeit in Ostösterreich bleibt die größte Herausforderung für Politik und Wirtschaft, wenngleich das Burgenland auf das höchste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer stolz sein kann. Dieser zwiespältigen Entwicklung hat die SPÖ heute mit einer Aktuellen Stunde im Landtag Rechnung getragen: „Der Grund für die steigende Arbeitslosigkeit liegt in der ‚importierten Arbeitslosigkeit‘ aus den EU-Nachbarländern. Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen brauchen wir nationale und internationale Maßnahmen. Umso wichtiger wäre ein Schulterschluss des Burgenlands. Es ist deshalb schade, dass die ÖVP weiter im Schmollwinkel steht und in ihren Statements einmal mehr ihre Fundamental-Opposition zum Ausdruck bringt. Das schadet der Position der burgenländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer!“, meint SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich. LAbg. Edith Sack sieht insbesondere auch weibliche Beschäftigte vom zunehmenden Druck am Arbeitsmarkt betroffen. Für Empörung sorgte in der Aktuellen Stunde ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolf mit seiner Ablehnung gegenüber Gewerkschaften.

Das Burgenland entwickelt sich wirtschaftlich deutlich besser als andere Bundesländer, erklärt Hergovich: „Als Wachstumssieger beim Wirtschaftswachstum in drei der vier letzten Jahre – 2014 war es der zweite Platz – und mit dem 6. Beschäftigungsrekord in Folge können wir sehr stolz auf die Entwicklung des Burgenlands sein. Verantwortlich für diese Erfolgsstory sind die Beschäftigten und die Wirtschaft, aber auch die Maßnahmen der Landesregierung mit der Investitionsoffensive, dem Handwerkerbonus, der FTI-Strategie für mehr Forschung und Entwicklung und dem Wirtschaftsdialog. Das ist der ‚New Deal‘ für das Burgenland.“

Trotz aller Erfolge steigt jedoch die Arbeitslosigkeit im gesamten Osten Österreichs weiter an. Neben demografischen Ursachen ist das die Folge des Anstiegs bei den Einpendlern und bei den Entsendungen aus dem Ausland. Beides lasse einen Kaufkraftabfluss in die östlichen Nachbarländer befürchten, so der Klubchef: „Im Umkreis von 30 Minuten leben rund eine Million Menschen, die zum Teil rund 350 Euro im Monat verdienen und bei uns bis zu dreimal so viel verdienen können. Kontrollen von Finanzpolizei und Bauarbeiterurlaubskasse bestätigen zudem, dass Lohndumping stattfindet“, begründete Hergovich die Aktuelle Stunde. Daher fordert die SPÖ Maßnahmen gegen unlauteren Wettbewerb und Verdrängungsdruck:

 

  • Die Verschärfung der Entsenderichtlinie: Ausländische Arbeitskräfte dürfen ab dem ersten Tag keinesfalls günstiger sein als heimische Arbeitnehmer.


  • Eine Schutzklausel für den heimischen Arbeitsmarkt: Die temporäre Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit in besonders betroffenen Branchen muss möglich sein. „Wir setzen uns für die Schutzklausel und Verschärfung der Entsenderichtlinie auch auf EU-Ebene ein“, so Hergovich.

 

  • Besondere Maßnahmen für das Bau- und Baunebengewerbe: Die Einrichtung einer „SOKO Bau“ nach deutschem Vorbild mit deutlich mehr Kompetenzen und ein Chip-System für Großbaustellen.

 

  • Die Aufstockung der Finanzpolizei auf zumindest 50 Finanzpolizisten.

 

  • Die effektive Einhebung von Strafen von ausländischen Unternehmen, insbesondere bei Verstößen gegen das Anti-Lohndumping-Gesetz.


SPÖ-Frauensprecherin LAbg. Edith Sack sieht besonders auch die weiblichen Beschäftigten vom Verdrängungswettbewerb betroffen: „4.314 sind im Burgenland arbeitslos. Zum Beispiel im Handel werden burgenländische Frauen entlassen und durch offenbar billigere Arbeitskräfte ersetzt. Alle müssen an einem Strang ziehen, um Fairness am Arbeitsmarkt zu erreichen!“, fordert Sack. Es brauche Maßnahmen, damit jene, die aus dem Arbeitsmarkt verdrängt wurden, am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen können. „Was aber nicht getan werden darf ist, die Frauen mit der ÖVP-Forderung nach rascherer Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters zu verunsichern“, so die Abgeordnete.


Landtag beschließt neues Pflichtschulgesetz:
Expositur-Modell sichert wohnortnahe Schule

Prohaska: „Keine Schulschließungen, wenn sich Gemeinden einigen!“

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LAbg. Doris Prohaska, SPÖ

Der Landtag hat heute einstimmig eine von Bildungsreferent LH Hans Niessl mit dem Landesschulrat vorbereitete und von SPÖ und FPÖ gemeinsam eingebrachte Vorlage für ein neues Pflichtschulgesetz beschlossen. Damit wird die Möglichkeit zur Einrichtung von Expositur-Klassen flexibilisiert und erleichtert, um Neuen Mittelschulen mit zu wenig SchülerInnen den Weiterbestand zu ermöglichen. „Damit bekommen alle Schulen, die jetzt oder in Zukunft unter Schüler-Mindestzahl von 80 fallen, eine verlässliche Perspektive für die Standortsicherung. Das Burgenland sichert damit seine wohnortnahe Schulstruktur ab. Wir folgen dabei der von Landeshauptmann Niessl ausgegebenen Devise ‚Sparen in der Verwaltung, aber nicht im Klassenzimmer‘“, betont SPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Doris Prohaska.

Bekanntlich gilt seit einer von SPÖ und ÖVP 2013 beschlossenen Novelle des Pflichtschulgesetzes ab dem Schuljahr 2016/17 eine Untergrenze von 80 statt bisher 90 SchülerInnen für die Beibehaltung eines NMS-Standortes. Gleichzeitig wurde für Schulen unter 80 Schülern die Möglichkeit eingeführt, als Expositur einer anderen Schule weitergeführt zu werden – wobei die Verwaltung von der Stammschule aus für beide Standorte erfolgt. „In Bernstein – mit Lockenhaus als Stammschule – funktioniert das bereits perfekt“, erläutert SPÖ-Bildungssprecherin Prohaska: „Mit der nun beschlossenen Novelle machen wir dieses Modell noch attraktiver und leichter umsetzbar. Die betroffene Gemeinde muss sich lediglich mit der Standortgemeinde der Stammschule und den anderen Sprengel-Gemeinden auf eine Vereinbarung über die Aufteilung des Schulsachaufwands einigen. Dann bedarf es noch einer Vereinbarung mit dem Land – und der Weiterführung der Schule steht nichts im Weg.“

Auch für den aktuellen Fall Neuhaus/Klausenbach bilde dieses Modell in Kooperation mit der Neuen Mittelschule in Jennersdorf eine sichere Option für die Zukunft, so Prohaska: „Die Gemeinden haben es jetzt selbst in der Hand, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.“


Drohnen zur Stare-Abwehr: Gesetzesnovelle schafft Raum für innovative Technologien

SP-Kovacs: „Landesrätin Dunst bringt neue Dynamik ins Agrarressort!“

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LAbg. Günter Kovacs, SPÖ

Mit einer einstimmig beschlossenen Änderung des Pflanzenschutzgesetzes hat der Landtag auf Antrag von SPÖ und FPÖ die rechtliche Basis für den Einsatz von Drohnen zur Stare-Abwehr geschaffen. „Das Burgenland setzt als erstes Bundesland auf neue Technologien bei der Vertreibung von Staren aus dem Umfeld von Weinanbaugebieten. Damit ermöglichen wir eine Alternative zu Schussanlagen und Kleinflugzeugen, bei denen es immer wieder zu Konflikten mit Sicherheits-, Umwelt- und Tourismus-Interessen kommt. Die neue Option von Drohnen bedeutet weniger Lärm und weniger Schadstoff-Emissionen, aber mehr Sicherheit“, betonte SPÖ-Weinbausprecher LAbg. Günter Kovacs im Landtag.

Eine zeitgemäße Lösung sei notwendig, so Kovacs. In der Vergangenheit ist es mehrfach zum Absturz von Flugzeugen gekommen, die zur Stare-Abwehr eingesetzt werden. Zuletzt hat es vor zwei Jahren im Bezirk Neusiedl einen Todesfall gegeben. Der Einsatz von Schussanlagen sorgt hingegen immer wieder für Beschwerden von Anrainern oder Touristen. „Es gibt schon lange den Wunsch von WinzerInnen, Drohnen zu erproben. Einige Unternehmen aus dem Burgenland bieten diese Technologie bereits an. Jetzt gibt es dafür den gesetzlichen Rahmen – eine Win-Win-Situation für die Weinwirtschaft, die Umwelt und innovative Start-Ups“, ist der SPÖ-Weinbausprecher überzeugt.

Die Details zur Umsetzung werden von der zuständigen Agrarlandesrätin Verena Dunst per Verordnung festgelegt. Ein verantwortungsvoller und sicherer Einsatz der Technologie sei auf jeden Fall gewährleistet. Gestartet wird mit Testversuchen in ausgewählten Pilot-Gebieten. „Die ÖVP hat in der Landwirtschaft jahrzehntelang den selbstverschuldeten Stillstand verwaltet. Unter SPÖ-Agrarlandesrätin Dunst ist eine neue Dynamik in das Ressort gekommen – das zeigt auch die rasche Weichenstellung für den Einsatz von Flug-Drohnen zum Schutz der Weinwirtschaft“, so Kovacs.


Novelle des Rettungsgesetzes: Würdigung der im Burgenland tätigen Rettungsorganisationen

Schnecker: „Samariterbund, Wasserrettung und Rettungshundebrigade werden als Rettungsorganisationen anerkannt.“

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SPÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Ewald Schnecker (3.v.r.) mit den Spitzen von Samariterbund, Wasserrettung und Rettungshundestaffel.

„Die heutige Novellierung des burgenländischen Rettungsgesetzes ist eine Würdigung der im Burgenland tätigen Rettungsorganisationen“, erklärt SPÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Ewald Schnecker. Einerseits wird mit der Novelle die Basis geschaffen, damit die burgenländische Wasserrettung und die Rettungshundebrigade von der Landesregierung als besondere Hilfs- und Rettungsdienste anerkannt werden können. Andererseits wird der schon per Bescheid fixierte Status des Samariterbundes Burgenland als anerkannte Rettungsorganisation nun in Gesetzesrang gehoben. „Das sind symbolische, aber trotzdem wichtige Änderungen, weil wir damit den unverzichtbaren Beitrag dieser Organisationen würdigen“, so der SPÖ-Sicherheitssprecher.

Das Aufgabengebiet des Samariterbundes hat sich in den vergangenen Jahren enorm erweitert – vom klassischen Rettungs- und Krankentransport hin zu Gesundheits- und sozialen Diensten. Der Samariterbund betreibt im Burgenland neben drei Rettungsstützpunkten sieben Pflegekompetenzzentren und betreubares Wohnen. Die Österreichische Rettungshundebrigade verfügt im Burgenland derzeit über vier Staffeln mit 50 Mitarbeitern und 30 Hunden – die Wasserrettung Burgenland wiederum hat rund 400 Mitglieder und ist von drei Einsatzstellen im Burgenland aus tätig.

„Alle Organisationen – insbesondere auch das Österreichische Rote Kreuz – haben eines gemeinsam: Sie arbeiten mit hoher Motivation, Leistungsbereitschaft und Professionalität für die Menschen in unserem Land. Mit dem heutigen Beschluss sprechen wir allen Organisationen unsere andauernde Anerkennung, unseren Respekt und unsere Wertschätzung aus!“, so Schnecker.


Neuer WK-Direktor bei Landeshauptmann Niessl

Antrittsbesuch von WK-Burgenland-Direktor Rainer Ribing

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ans Niessl empfing den neuen WK-Direktor Mag. Rainer Ribing zum Antrittsbesuch

Der neue Direktor der Wirtschaftskammer Burgenland, Mag. Rainer Ribing, stattete Landeshauptmann Hans Niessl heute, Donnerstag, in Begleitung von WK-Präsident Ing. Peter Nemeth einen Besuch ab. Ribing hat mit 1. Juli die Geschäftsführung  der Kammer übernommen. Niessl hob die ausgezeichnete Gesprächsbasis mit der Wirtschaftskammer hervor und zeigte sich „überzeugt, dass mit Direktor Ribing die gute Zusammenarbeit fortgeführt wird. Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe alles Gute“, sagte Niessl.
Ribing ist 42 Jahre alt und stammt aus Jois. Er folgt in seiner Funktion Anton Bubits nach, der nach 17 Jahren an der Spitze der Wirtschaftskammer in den Ruhestand tritt. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien war der neue WK-Chef in verschiedenen Bereichen der Wirtschaftskammer Österreich, zuletzt als Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, tätig.


LAbg Sodl: Dringlicher ÖVP-Antrag – ein Schuss ins Leere!

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LAbg. Bgm. Wolfgang Sodl, SPÖ

Mit einem einstimmig beschlossenen Abänderungsantrag hat der Landtag auf Antrag der SPÖ und FPÖ auf einen viel zu oberflächlich gehaltenen Dringlichkeitsantrag der ÖVP zum Thema Frostschäden in der Landwirtschaft reagiert. „Dringend benötigte Hilfestellungen funktionieren weder nach einem Gießkannenprinzip, noch im Alleingang einzelner betroffener Länder“, stellte LAbg Sodl im Landtag klar.

Schnellschüsse wie von der ÖVP vorgelegt dürfe es in einer solch sensiblen Thematik in diesem Ausmaß und dieser Größenordnung nicht geben, so Sodl. Grundsätzlich ist auch die SPÖ für eine Prämienbezuschussung des Landes aufgrund der geänderten Voraussetzungen durch die Änderung des Hagelversicherungsförderungsgesetzes. Zusätzlich enthielt der einstimmig angenommene Abänderungsantrag von SPÖ und FPÖ die Absicht, dass diese Bezuschussungen auch für zukünftige Versicherungsangebote im Bereich der Elementarversicherung gelten sollen.

Wovon Sodl allerdings dringend abrät sind vorschnelle Aktionen, die das Land ohnehin nicht im Alleingang leisten kann: „Ein definitiver Schaden ist erst nach Einbringung der Ernte feststellbar.“ Dabei geht es laut Sodl um jene Fälle an Betroffenen, die aus einem eigens vom Bund und Länder co-finanzierten Sonderkatastrophenfonds zu entschädigen sind. „Dabei muss aber klar sein, dass diese Hilfestellung ganz klar eine einmalige ist. Diese Aktion soll Landwirte unterstützen, deren Kulturen gegen Frost versicherbar sind, aber aus welchen Gründen bisher immer noch nicht versichert waren“, stellt Sodl klar.

Dass die ÖVP mit ihrem Antrag einmal mehr die ganze Problematik nicht zu Ende gedacht hat, zeigten SPÖ und FPÖ in ihrem Abänderungsantrag auf. „Dem Klimawandel muss präventiv Rechnung getragen werden. Es ist dringend notwendig, Projekte für alternative Sortenfindung zu unterstützen, damit man dadurch auf resistentere Kulturen in der Auspflanzung zurückgreifen kann. Damit kann nachhaltig Katastrophenfällen vorgebeugt und auf klimatische Veränderungen reagiert werden“, zeigt Sodl abschließend die zukunftsorientierte Denkweise der SPÖ Burgenland auf.


Großer Erfolg: Buchstart Burgenland- mit Büchern wachsen

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Ingrid Hochwarter, Mag.a Ursula Tichy, Petra Werkovits, LRin Verena Dunst, Mag. (FH) Roman Huditsch, Mag.a Natascha Varga

Das Projektteam von „Buchstart Burgenland“ besuchte Familienlandesrätin Verena Dunst, um Bilanz über das seit nunmehr 2,5 Jahre laufende Projekt zu ziehen. Diese Gelegenheit nützte die Landesrätin, um dem Team zur Auszeichnung durch ELINET- European Literacy Policy Network zu gratulieren. „Das Burgenland ist das erste Bundesland mit einem Buchstart-Projekt unter maßgeblicher Beteiligung der Bibliotheken. Die Auszeichnung durch ELINET bestätigt den Wert und den Erfolg des Projekts. Ich bin sehr stolz, dass unser Projekt nun europaweit zur Nachahmung empfohlen wird“, schwärmt die Landesrätin.

„Buchstart Burgenland: mit Büchern wachsen“ ist eine landesweite Initiative zur frühkindlichen Leseförderung. Ziel des Projektes ist es, allen Kindern im Burgenland die frühe Begegnung mit Büchern zu ermöglichen und ihnen damit die Tür zu den Schätzen des Lesens und der Bücher zu öffnen. Das von Landesrätin Verena Dunst und dem Familienreferat mit insgesamt 50.000 Euro unterstützte Projekt, wurde im Jahr 2014 gestartet und hat eine Laufzeit von 3 Jahren. Dabei werden Buchstart-Taschen für alle Neugeborene im Burgenland zur Verfügung gestellt. Jede Bibliothek und Bücherei im Burgenland wird ausreichend kostenlos mit „Buchstart Taschen“ versorgt. Eine Buchstart-Tasche hat unter anderem ein Pappbilderbuch, die Leselatte, eine Elternbroschüre mit Vorlesetipps, Lesezeichen, eine Buchstart-Postkarte und einen Willkommensbrief von den Büchereien, der Landesregierung und dem Buchhandel zum Inhalt.

„2014 wurden 644 Taschen in den Bibliotheken überreicht, im Jahr 2015 waren es bereits 726 Taschen. Das bedeutet, dass im Vorjahr 47% aller Neugeborenen erreicht wurden“, so die Landesrätin zur äußerst positiven Bilanz. Und weiter: “Aber auch zahlreiche Begleitmaßnahmen wurden in den letzten 2 Jahren umgesetzt. So konnten in Büchereien Kleinkind-Ecken und Eltern-Kind-Gruppen installiert oder auch Bilderbuchworkshops für Eltern organisiert werden. Die Zahl der Eltern-Kind-Gruppen hat sich innerhalb eines Jahres vervierfacht. Es gibt zurzeit 12 Gruppen in Bibliotheken. Mehr als 100 Buchstart-Veranstaltungen mit über 1200 TeilnehmerInnen wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt durchgeführt.“

Je früher Kinder in den Kontakt mit Büchern und Literatur kommen, desto leichter erlernen sie später lesen und schreiben. Der Grundstein zum lustvollen Lesen kann in der Familie gelegt werden. „Wir haben in den letzten Jahren bereits einiges im Bereich der Leseförderung umgesetzt und weiterentwickelt. Als Pädagogin ist mir die Wichtigkeit solcher Projekte nur allzu bewusst. Leseförderung beginnt bereits im Babyalter, nicht erst mit dem konkreten Erlernen des Lesens. Gemeinsames Betrachten von Bilderbüchern, Vorlesen von Geschichten aber auch Spielen und Singen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Lesefähigkeit“, sagt Familienlandesrätin Verena Dunst. Tatsächlich belegen aktuelle Studien den unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Lesekompetenz und Beschäftigungsaussichten, der Zufriedenheit am Arbeitsplatz, dem Einkommen, sowie der Lebenserwartung und der Gesundheit.

Weitere Infos:
 Finanziert vom Familienreferat der burgenländischen Landesregierung: www.burgenland.at/buergerservice/familie
 Initiiert und durchgeführt von den Bibliotheken Burgenland
www.bibliotheken-burgenland.at
 Buchstart Burgenland ist Kooperationspartner von „Buchstart: mit Büchern wachsen“: www.buchstart.at
 Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit burgenländischen Buchhandlungen.

 

 

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