EM-Fieber: Autos dürfen beflaggt werden

Mattersburg, 8. 6. 2016 –

ÖAMTC: Wenn Fans Flagge zeigen – das Auto als rollender Fahnenmast

„Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Anbringen von Fahnen am Auto erlaubt“, beruhigt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer die österreichischen Fußball-Fans. Es wäre natürlich schön, wenn auch die österreichische Nationalelf während der Euro 2016 Grund zur feierlichen Beflaggung des Autos gibt. „Dafür sind aber bestimmte Spielregeln einzuhalten, wenn man nicht mit dem Verkehrsrecht in Konflikt geraten will“, so Hoffer.

„An sich gilt, dass Wimpeln nur an offiziellen Staatskarossen angebracht werden dürfen“, erklärt Hoffer. Bei der Euro 2008 in Österreich zeigte sich das Verkehrsministerium aber flexibel und erlaubte Fan-Artikel an Autos. „In einem Folgeerlass wurde festgehalten, dass dies auch über die Europameisterschaft 2008 hinaus gilt“, so der ÖAMTC-Experte. Laut Verkehrsministerium ist dieser Erlass auch heute noch gültig.

Sicherheit muss gewährleistet sein

Damit können bei der diesjährigen Europameisterschaft wieder Fanwimpel montiert werden. Allerdings: „Diese Artikel dürfen keine Gefahr für die Verkehrssicherheit zur Folge haben“, erklärt der ÖAMTC-Chefjurist. So ist beispielsweise dafür zu sorgen, dass die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt wird und dass die Fahnen nicht seitlich über die Fahrzeugbreite hinausstehen. Sie sollten auch so gut verankert sein, dass sie sich während der Fahrt nicht lösen können.

Aus Sicherheitsgründen sollte man – vor allem um Ablösungen durch Fahrtwind zu vermeiden – Fanwimpel nur im Ortsgebiet bei geringer Fahrgeschwindigkeit verwenden. Und sollte sich doch einmal ein Wimpel verabschieden, muss man überprüfen, ob niemand dadurch zu Schaden gekommen ist. Fällt ein Fähnchen vom Fahrzeug, muss man auch prüfen, ob ein Anhalten zum Zweck des Zurückholens mit der Verkehrssicherheit vereinbar ist. Auf Freilandstraßen und daher auch auf Autobahnen muss in diesem Fall eine Warnweste angelegt werden.

 

 

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