SPÖ: Dunst zu ÖVP Pensionsvorschläge, Tourismus im Plus, Erdbeerkönigin bei LH Niessl, Luftfahrzeughalle, Glyphosat

Eisenstadt, 7. 6. 2016 –

„Informationsoffensive“ zum Thema „Frauenpensionen“ überrascht SPÖ Frauen Burgenland

SPÖ Landesfrauenvorsitzende Dunst zeigt sich erstaunt

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LR Verena Dunst, SPÖ

„Ich war etwas erstaunt, als ich heute über die geplante Informationsoffensive der ÖVP Frauen Burgenland zum Thema Frauenpensionen gelesen habe. Erstaunt deshalb, weil die ÖVP ja bekanntermaßen Pensionen ständig beschneiden will. Auch passt der ständige Ruf nach einer Anhebung des Pensionsantrittsalters bei Frauen so gar nicht dazu“, so SPÖ Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst in einer ersten Reaktion.

 

 

Offenbar wolle man mit den drei Informationsveranstaltungen das Thema positiv besetzen, um davon abzulenken, dass die ÖVP bekanntermaßen Pensionen kürzen will und um zu demonstrieren: „Schaut her, wir tun ja eh was im Bereich der Pensionen“. „Bei näherer Betrachtung dieser Informationsoffensive drängt sich allerdings der Verdacht auf, es geht hauptsächlich darum, wie man selber vorsorgen kann, damit eine aufgedeckte Pensionslücke gezielt durch eigeninitiierte Vorsorge geschlossen wird. Viele Menschen, und hier spreche ich vor allem von Frauen, können sich das oft aber gar nicht leisten“, so Dunst weiter

Verena Dunst ist aber auch nicht unzufrieden darüber, dass nun zumindest die ÖVP Frauen mit einigermaßen konstruktiver Arbeit beginnen. Die SPÖ Landesfrauenvorsitzende ruft jedoch in Erinnerung, dass Sebastian Kurz im Dezember 2014 ein höheres Pensionsalter gerade für Frauen gefordert hat. Auch Reinhold Mitterlehner forderte Anfang des Jahres eine raschere Anhebung des Frauenpensionsalters. „All das verunsichert Frauen, die am Arbeitsmarkt ohnehin schon aufgrund ihres Geschlechtes vielfach benachteiligt sind, massiv. Die SPÖ hat hier nach wie vor eine klare Haltung – mit uns nicht!“, verdeutlicht Dunst.

Die SPÖ Frauen Burgenland fordern aus gegebenem Anlass einmal mehr einen kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohn von 1.700 Euro. Ebenso sind effektive Schritte notwendig, damit Frauen einfacher von Teilzeit auf Vollzeit umsteigen können und damit auch die Höhe der künftigen Pensionen positiv beeinflusst wird. Wichtig sind auch Maßnahmen, um die Chancen von älteren Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Nur so haben Frauen eine Chance auf eine Pension, von der sie auch leben können. Beratung rund um die Pension bieten auch Arbeiterkammer und die jeweiligen Versicherungsträger an.


Tourismus weiter auf Erfolgskurs: Wieder Plus bei Ankünften und Nächtigungen

Illedits: „Konstantes Wachstum ist gemeinsamer Erfolg aller Partner“

Ein Plus in allen Bereichen bringen die seit heute vorliegenden Tourismusdaten der Landesstatistik zum Vorschein. Der burgenländische Tourismus verzeichnet sowohl im Monat April als auch im bisherigen Kalenderjahr 2016 und im vergangenen Winterhalbjahr 2015/16 einen eindeutigen Aufwärtstrend.

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Landtagspräsident Christian Illedits, SPÖ

Im Vergleich zum Vorjahr nächtigten im April um 0,6 Prozent mehr Gäste im Burgenland, von Januar bis April gar 7,4 Prozent. Auch die Gästeankünfte stiegen im bisherigen Kalenderjahr, nämlich um 9,8 Prozent. Mit dem Vorliegen der April-Daten geht auch das statistische Winterhalbjahr erfolgreich zu Ende – nämlich mit einem Nächtigungsplus von 5,4 Prozent und 8,3 Prozent mehr Ankünften.
„Der erneute Zuwachs unterstreicht den Aufwärtstrend im burgenländischen Tourismus deutlich. Das Burgenland ist touristisch auf einem guten Weg – das ist ein gemeinsamer Erfolg aller Partner in der Tourismusbranche“, betont Landtagspräsident Christian Illedits in seiner Eigenschaft als SPÖ-Tourismussprecher.

Der Trend im heimischen Tourismus gehe klar in Richtung Qualität, Professionalität und Internationalisierung. „Diesen Kurs werden wir auch durch gezielte Investitionen weiter festigen. Das Additionalitätsprogramm für die Förderperiode 2014-2020, das unlängst im Bgld. Landtag beschlossen wurde, ist vor allem ein Kraftpaket für den heimischen Tourismus“, so Illedits.

Mit dem ebenfalls im Landtag beschlossenen neuen Tourismusgesetz sei auch die Basis für eine noch schlagkräftigere Vermarktung gelegt worden. Illedits: „Unser Grundsatz lautet, dass das Geld aus dem Tourismus wieder in den Tourismus zurück fließen soll – durch eine schlankere Verwaltung und größere Verbandsstrukturen. Da sind wir bei der Umsetzung ganz im Zeitplan.“

Der Tourismus sei mit einem Umsatz von zuletzt über 1 Milliarde Euro und einer Wertschöpfung von 740 Millionen Euro zu einem der wichtigsten Wirtschaftsbereiche des Burgenlandes geworden. „Diese Branche sichert bereits rund 14.000 Arbeitsplätze – mit stark steigender Tendenz. Es muss gemeinsames Ziel der Landespolitik sein, dass wir dieses Wachstumspotenzial voll ausschöpfen können“, so Illedits.


Mittelburgenländischer Leitbetrieb sucht junge Talente

Sonnentherme Lutzmannsburg bietet Möglichkeiten der Lehrausbildung und  Karrierechancen im Tourismus

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Landesrat Mag. Norbert Darabos und Geschäftsführer Mag. Harald Zagiczek sind bemüht, motivierte Jugendliche aus der Umgebung zu finden, die interessiert sind, in der Sonnentherme Lutzmannsburg eine Ausbildung zu absolvieren, einen Job zu finden und Karriere zu machen

Was soll ich nach dem Ende dieses Schuljahres tun? Die Schule fortsetzen oder nach einem Lehrplatz suchen? Eine mögliche Antwort auf derartige oder ähnliche Fragen bietet die Sonnentherme Lutzmannsburg. Der mittelburgenländische Leitbetrieb ist im Rahmen seiner Lehrlingsoffensive 2016 unter dem Motto „Junge Talente gesucht!“ bemüht, motivierte Jugendliche aus der Umgebung zu finden, die interessiert sind, in der Sonnentherme eine Ausbildung zu absolvieren, einen Job zu finden und Karriere zu machen. Derzeit werden in der Sonnentherme insgesamt 9 Lehrlinge in den unterschiedlichen Berufen, wie beispielsweise Koch, Gastronomiefachmann, oder Hotel-Gastgewerbeassistent, ausgebildet, wobei diese Zahl durch diese Initiative auf etwa 15 Lehrlinge aufgestockt werden soll.

„Junge Leute brauchen eine Chance auf Arbeit und ein Leben in sozialer Sicherheit. Wir müssen unsere Jugendlichen aber auch qualifizieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten und den Wirtschaftsstandort Burgenland mit gut qualifizierten Arbeitskräften weiter zu stärken. Auch wenn im Burgenland die Entwicklung im Verhältnis, nicht nur zu den meisten anderen Regionen Europas, sondern auch im Vergleich zu den anderen Bundesländern durchaus beachtlich ist, müssen wir doch unverändert unsere Bemühungen um diejenigen Jugendlichen fortsetzen, die ohne Ausbildung oder ohne Beschäftigung sind. Es ist daher umso erfreulicher, wenn es ein Unternehmen wie die Sonnentherme Lutzmannsburg gibt, das Jugendlichen die Chance auf einen Lehrplatz bietet. Unser gemeinsames Ziel muss daher lauten, junge Menschen davon zu überzeugen, dass sie nach den Pflichtschuljahren ihre Ausbildung fortsetzen, denn nur eine gute und fundierte Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und die beste Basis für eine kontinuierliche Berufskarriere“, so Landesrat Mag. Norbert Darabos in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mag. Harald Zagiczek, neuer Geschäftsführer der Sonnentherme Lutzmannsburg.

Das Land Burgenland stellt für die Ausbildung von Lehrlingen jährlich etwa 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Schwerpunkt der Jugendförderungen des Landes liegt im Bereich der sogenannten BAG-Maßnahmen (Maßnahmen nach dem Berufsausbildungsgesetz, Ausbildungsgarantie für Jugendliche). Im Rahmen einer Gesamtvereinbarung mit dem AMS werden in den Jahren 2016 und 2017 fast genau 10,4 Millionen Euro umgesetzt. 25% der Kosten werden dabei vom Land Burgenland getragen. Das Land Burgenland bietet jährlich 1.100 Jugendlichen im öffentlichen und im landesnahen Bereich die Möglichkeit, eine Lehre zu absolvieren und sich damit fachlich zu qualifizieren. Besonders die Lehrwerkstätten sind hier ein wichtiges Instrument, um arbeitslosen Jugendlichen durch Qualifikation den Weg in die Beschäftigung zu ermöglichen. Damit können junge qualifizierte Menschen gemeinsam mit erfahrenen Arbeitskräften die Stütze der burgenländischen Wirtschaft bilden.
Weiters werden Lehrlinge, Anlehrlinge und AbsolventInnen von berufsbildenden mittleren Schulen und allgemeinbildenden höheren Schulen, die einen Lehrberuf erlernen, im Rahmen der Lehrlingsförderung des Landes unterstützt. 2015 waren dies 945 Personen, für die insgesamt knapp 2 Millionen Euro aufgewandt wurden. Zusätzlich werden im Rahmen des Projektes „Lehre mit Matura“ Personen gefördert, die ergänzend zum Lehrabschluss die Matura absolvieren. Dieses Projekt ist eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Durchlässigkeit der Bildungssysteme. Konkret sind aktuell 142 Personen zur „Lehre mit Matura“ angemeldet, davon 92 Männer und 50 Frauen. 91 Personen haben „Lehre mit Matura“ bereits erfolgreich absolviert. Die Kosten betrugen bisher insgesamt ca. 1,2 Millionen Euro.


Süße Grüße aus dem Erdbeer-Mekka für den Landeshauptmann

Österreichische Erdbeerkönigin Sabrina I. bei Landeshauptmann Hans Niessl

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Tourismusobfrau Anita Treitl, Bgm. Matthias Weghofer, Sabrina I., LH Hans Niessl, Victoria Reismüller, Erbeerkönigin a.D., Amtsleiter Erwin Giefing, Vize-Bgm. Christoph Rmahofer

Mehrere Körberl schmackhafter „Wiesener Ananas-Erdbeeren“ überbrachte Erdbeerkönigin Sabrina I. Landeshauptmann Hans Niessl heute, Dienstag, in Begleitung einer Abordnung aus ihrer Heimatgemeinde. Die siebzehnjährige Wiesenerin wurde beim Erdbeerfest am vergangenen Sonntag zur Österreichischen Erdbeerkönigin gekrönt.

Landeshauptmann Hans Niessl freute sich über den Besuch aus Wiesen und bedankte sich für die frischen Köstlichkeiten. „Der Anspruch auf höchste Qualität ist ein Markenzeichen unserer burgenländischen Betriebe. Wiesener Ananas-Erdbeeren sind nicht ohne Grund weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und beliebt“, so der Landeshauptmann beim Besuch aus Wiesen im Landhaus.


Landeshauptmann Niessl zeigt sich begeistert von der neu eröffneten Luftfahrzeughalle der HTBLA-Eisenstadt

Gesamtbaufortschritt liegt voll im Zeitplan

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Landeshauptmann Hans Niessl; Mag. Heinz Josef Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland; DI Thomas Schober, Landesschulinspektor für technische und gewerbliche Lehranstalten und Informationstechnologie; HTL-Direktor HR DI Stefan Wagner sowie Schüler der HTBLA-Eisenstadt sind von der neuen Luftfahrzeughalle begeistert

Rund 15 Jahre nach Planungsbeginn ist im Zuge der Sanierung bzw. des Zubaus der HTL Eisenstadt die erste große und wichtige Umsetzung sichtbar: die Luftfahrzeughalle mit Vorplatz und angeschlossenem Testplatz für Flugzeugmotoren wurde fertiggestellt. Die geräumige Halle hat eine Fläche von 420 m². Die Kosten beliefen sich auf rund 850.000,– EURO. Die Luftfahrzeughalle wurde bereits in Betrieb genommen, alle Geräte und Flugzeuge, einschließlich des Draken, der Flugzeugmotoren und Triebwerke wurden überstellt und somit konnte der Unterricht bereits problemlos weitergeführt werden. Landeshauptmann Hans Niessl, Präsident des Landesschulrates für Burgenland, Mag. Heinz Josef Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland und DI Thomas Schober, Landesschulinspektor für technische und gewerbliche Lehranstalten und Informationstechnologie, zeigten sic, im Beisein von HTL-Direktor HR DI Stefan Wagner, bei einem Lokalaugenschein von der neuen Halle begeistert. Landeshauptmann Hans Niessl dazu: „Wir können in einer modernen Wissensgesellschaft nur erfolgreich sein und im Wettbewerb bestehen, wenn es bestens ausgebildete junge Menschen gibt. Daher ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern, aber auch dem Lehrkörper, eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, um Wissen bestmöglich vermitteln zu können.“

Mit dem Gesamtbaufortschritt ist man voll im Zeitplan. Neben dem laufenden Schulbetrieb wurden verschiedene Arbeiten durchgeführt: die Fassade wurde für die Wärmedämmung vorbereitet, die Lüftung eingerichtet und aufgebaut, das Dach von Schotter befreit und Installationen in die Wege geleitet. Die Hauptarbeit, unter anderem die Aufstockung für neue Klassenräume, wird in den Sommerferien und im folgenden Schuljahr erfolgen. Während dieser Zeit werden alle Schüler und die Verwaltung in Containern untergebracht, damit der Schulbetrieb ordnungsgemäß ablaufen kann. Ab dem Schuljahr 2017/2018 soll das Projekt fertig gestellt sein und die BHAK und HTBLA Eisenstadt in neuem Glanz erstrahlen. Insgesamt werden rund 48 Millionen Euro investiert. „Das größte Hochbauprojekt des Burgenlandes ist eine wichtige Investition in die Bildung, in zeitgemäße Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler und für die Pädagoginnen und Pädagogen. Wir brauchen die beste Bildung für unsere Kinder. Damit das gelingt, bauen wir unsere Bildungseinrichtungen stetig aus!“, so Landeshauptmann Hans Niessl.


Preiner zu Glyphosat: Rasche Aufklärung der unendlichen Geschichte

Kein Verständnis für die Vorgangsweise der EU

„Wenn der Verdacht besteht, dass Glyphosat für den Menschen krebserregend ist, gehört es im Sinne des Vorsorgeprinzips verboten. Durch Nichterklärung dürfen die Menschen nicht länger im Unklaren bleiben“, ist SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner überzeugt und fordert die EU im Sinne der Menschen zum Handeln auf.

Glyphosat steht laut einer Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Verdacht, krebserregend zu sein. Es ist weltweit das am meisten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. ExpertInnen sind sich über die Gesundheitsgefährdung von Glyphosat, das hauptsächlich im „Roundup“ Verwendung findet, uneinig. „Roundup“ wird großteils über Monsanto vertrieben und bescherte dem Konzern 2015 einen Umsatz von ca. 4,5 Milliarden Dollar. Die EU forderte zunächst eine Verlängerung von 15 Jahren, dann 9 Jahre, 7 Jahre, zuletzt um 15 bis 18 Monate. Auch dafür gab es in der letzten Sitzung des ExerptInnenausschusses keine Mehrheit. Nun soll ein Berufungsausschuss mit der Thematik befasst werden.

Der SPÖ-Agrarsprecher fordert in diesem Zusammenhang die Einberufung eines internationalen Expertengremiums, das den Wirkstoff „Glyphosat“ auf „Herz und Nieren“ überprüft. Er sieht diesbezüglich die EU am Zug, die säumig ist. Preiner spricht sich im Sinne des Vorsorgeprinzips der EU für ein Anwendungsverbot aus, bis Klarheit über Glyphosat herrscht. Dass es auch ohne Glyphosat geht, beweist das Burgenland. „Hier wird seit heuer von der Landesstraßenverwaltung kein Glyphosat mehr verwendet“, so Preiner.

„Die Gesundheit der Menschen hat oberste Priorität“, ist der SPÖ-Agrarsprecher überzeugt und fordert die EU daher zu raschem Handeln auf.

 

 

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