SPÖ: Wulkarenaturierung, Verwaltungsreform, Täglich Schulsport, Güssinger Kultursommer

Wulkaprodersdorf, 3. 6. 2016 –

Wulkarenaturierung  Wulkaprodersdorf umgesetzt

Investitionen von 1,7 Mio. Euro für Hochwasserschutz und Renaturierung lassen Naherholungsgebiet entstehen

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WHR DI Helmut Rojacz, Projektverantwortlicher, LR Helmut Bieler, Bgm. Friedrich Zarits, Vize-Bgm. Ing. Markus Krojer

Neben dem Abschluss von mehreren Hochwasserschutzmaßnahmen in der Marktgemeinde Wulkaprodersdorf werden auch Projekte zur Renaturierung der Wulka umgesetzt. Bei einem Besuch in Wulkaprodersdorf machte sich Landesrat Helmut Bieler diese Woche ein Bild vom Stand der Arbeiten. „Mit diesen Baumaßnahmen wurde ein Mehrfachnutzen erzielt: Sie bieten Schutz vor Hochwasser, beseitigen Fischwanderhindernisse und nicht zuletzt entsteht durch die Renaturierung ein wertvolles Naherholungsgebiet für die Bevölkerung“, erklärte Bieler.
Bis vor wenigen Jahren bestand im Bereich der Pieler-Mühle ein für die Wasserlebewesen unpassierbares Migrationshindernis mit einer Fallhöhe von ca. 2,90 m. Gemäß Nationalem Gewässerbewirtschaftungsprogramm müssen in der ersten Phase Fischwanderhindernisse beseitigt werden. Nach dem Erlöschen der wasserrechtlichen Bewilligung zum Betrieb der Pieler-Mühle konnte nun ein fischpassierbares Wulkagerinne hergestellt werden.

Der Wulkaverlauf wurde in Form eines mäandrierten Flusses  um ca. 500 Laufmeter verlängert und dadurch die vorhandene Fallhöhe von 2,90 m abgebaut. Da die neuen Ufer (Gleit- und Prallufer) nicht befestigt wurden, kann sich zukünftig ein naturnaher Verlauf der Wulka entwickeln.

Für das Bauvorhaben wurden ca. 20.000 m2 Flächen angekauft. Die für die Regulierung nicht benötigten Flächen – Inseln, Halbinseln – werden mit standortgerechten Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Am Rande des Projektgebietes wird ein ca. 3,5 m breiter Begleitweg errichtet werden. Neben der Verbesserung des Ökosystems der Wulka bietet sich künftig die Möglichkeit der Nutzung dieses Bereichs als Naherholungsgebiet.

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Bgm. Friedrich Zarits, Vize-Bgm. Ing. Markus Krojer, LR Helmut Bieler, WHR DI Helmut Rojacz, Projektverantwortlicher

Die Gesamtbaukosten von 1,7 Mio. Euro werden zu 60 % vom Bund (1,02 Mio. Euro), zu 30 % vom Land (510.000 Euro) und zu 10 % von der Gemeinde (170.000 Euro) finanziert. Die Fertigstellung der wasserbaulichen Maßnahmen erfolgte Ende 2015.

Mit der Errichtung der Fischwanderhilfe Wulkaprodersdorf wird ein weiterer Wulkabereich fischpassierbar ausgeführt. In den letzten 4 Jahren wurden insgesamt bereits 8 derartige Anlagen (Antau, Zemendorf-Stöttera, Pöttelsdorf, Eisenstadt, Mattersburg) errichtet.

Bisher sind ca. € 2.500.000,– für die Vorhaben an der Wulka investiert worden.

Nach Beseitigung des letzten Problembereichs bei der Pieringer-Mühle in Antau wird der Wulkalauf künftig fast durchgehend fischpassierbar sein.


Mehr Effizienz und Kundennähe: Bürger und Mitarbeiter profitieren von Verwaltungsreform!

Hergovich zu VP-Kritik: „Steiner soll vor der eigenen Rathaus-Tür kehren“

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LAbg. KO Robert Hergovich, SPÖ

„Die ÖVP beweist mit ihren Rundumschlägen gegen die burgenländische Verwaltungsreform einmal mehr, dass es ihr nur um Fundamentalopposition und Reformverweigerung geht. Wenn sich VP-Obmann Steiner ernsthaft für mehr Transparenz und weniger Parteibuchwirtschaft in der Verwaltung einsetzen will, soll er vor der eigenen Eisenstädter Rathaus-Tür kehren“, sagte SPÖ-Klubchef Robert Hergovich heute. Die von Rot-Blau gestartete Reform mache die Landesverwaltung effizienter, bürgernäher und transparenter. „Wir sind dank der hervorragenden Arbeit des designierten Landesamtsdirektors Ronald Reiter und seines Projektteams voll im Zeitplan. Gewinner dieser Reform sind sowohl die Bürger als auch die Mitarbeiter – weil Mehrgleisigkeiten abgebaut, Abläufe beschleunigt werden und gleichzeitig für ein motivierendes Umfeld gesorgt wird“, betont Hergovich.

Die neue Koalition habe mit der Verwaltungsreform schon nach wenigen Monaten eines ihrer großen Arbeitsvorhaben auf den Weg gebracht. Mit der Reduktion der Zahl der Abteilungen und Stabsstellen werde die Verwaltung schlanker und effizienter. „Durch klare Zuständigkeiten kann in Zukunft noch bürgernäher agiert werden, ohne dass Steuergeld in Leerläufen verpufft“, so der SPÖ-Klubchef.

Die Mitarbeiter des Hauses seien von Anfang an voll eingebunden gewesen. „Die Verantwortlichen rund um Mag. Ronald Reiter legen bei der Umsetzung auch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz an den Tag. Auch die Personalvertretung zieht voll mit. Von einer derart transparenten Vorgangsweise können Mitarbeiter in ÖVP-dominierten Ministerien, Ländern oder Städten nur träumen“, ist Hergovich überzeugt.

>> ÖVP trägt Parteipolitik in Mitarbeiterbüros

Die ÖVP verpasse mit ihrer Krawall-Strategie eine weitere Chance, sich wieder in ein konstruktives Fahrwasser zu begeben. „Dass Steiner und Co. Parteipolitik in die Mitarbeiterbüros tragen, ist strikt abzulehnen“, betont Hergovich und stellt fest: „Vom Bauchfleck mit der VfGH-Klage gegen einen korrekten Landtagsbeschluss über das ‚Njet‘ zum Landesbudget bis hin zum plumpen Aktionismus gegen jede Reform – VP-Chef Steiner versucht sich ständig in Fouls von der Ersatzbank aus. Dafür wird man vom Schiedsrichter üblicherweise lange auf die Zuschauertribüne verbannt.“

 

Mehr körperliche Aktivität als neuer Impuls im Bildungsbereich

„Tägliche Sport- und Bewegungseinheit in Schulen“ startet als Pilotprojekt in der Modellregion Burgenland

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Sportminister Mag. Hans Peter Doskozil, Sportreferent Landeshauptmann Hans Niessl und in Vertretung von Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid Sektionschef Kurt Nekula MA MAS, präsentieren am 03. Juni 2016 im „Haus des Sports“ in Wien gemeinsam mit ASKÖ Burgenland Präsident Landtagspräsident Christian Illedits, ASVÖ Burgenland Präsident Ing. Robert Zsifkovits, dem Präsident der Sport-UNION Österreich bzw. Präsident der „Fitsport Austria GmbH“, Hartwig Löger, und BSO Präsident Herbert Kocher sowie dem Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Burgenland, Mag. Heinz Josef Zitz, die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ als Pilotprojekt im Burgenland

Sportminister Mag. Hans Peter Doskozil, Sportreferent Landeshauptmann Hans Niessl und in Vertretung von Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid Sektionschef Kurt Nekula MA MAS, präsentieren am 03. Juni 2016 im „Haus des Sports“ in Wien gemeinsam mit ASKÖ Burgenland Präsident Landtagspräsident Christian Illedits, ASVÖ Burgenland Präsident Ing. Robert Zsifkovits, dem Präsident der Sport-UNION Österreich bzw. Präsident der „Fitsport Austria GmbH“, Hartwig Löger, und BSO Präsident Herbert Kocher sowie dem Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für Burgenland, Mag. Heinz Josef Zitz, die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ als Pilotprojekt im Burgenland. „Die tägliche Bewegungs- und Sporteinheit ist eine wesentliche Forderung, die in der Bevölkerung von einer hohen Akzeptanz getragen wird. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen keinen Zweifel daran, dass in Österreich etwas getan werden muss, um den Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu verbessern. Ziel ist es, die tägliche Bewegungs- und Sporteinheit möglichst flächendeckend in Kooperation mit den Dachverbänden zu organisieren und umzusetzen, damit eine weitere bundesweite Implementierung ermöglicht wird. Seitens des Sportministeriums wird bereits jetzt geplant, den anderen Bundesländern dieselbe finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, wie der Modellregion Burgenland“, so Sportminister Mag. Hans Peter Doskozil und Sportreferent Landeshauptmann Hans Niessl unisono.

Die seit vielen Jahren geforderte tägliche Turnstunde in Schulen und Kindergärten steht vor der Umsetzung. Damit wird nicht nur den Empfehlungen der EU-Kommission und der WHO-Richtlinien Rechnung getragen, sondern darauf abgezielt, den Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich oder im Vorschulalter eine ausreichende körperliche Betätigung zu ermöglichen, denn gerade in diesem Alter sind Bewegung und körperliche Aktivitäten sehr wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung. Statistiken und Erfahrungen beweisen jedoch eine Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Mit dem gegenständlichen Projekt soll nicht nur das Bewusstsein erhöht, sondern auch die Anreize zur Bewegung attraktiviert werden.

Ziel dieses Projekts ist es, die tägliche Turnstunde in allen Schulen Österreichs umzusetzen. In einem Pilotprojekt wird es mit Beginn des nächsten Schuljahres in den Volks- und Neuen Mittelschulen im Burgenland auf schulautonomer Basis mindestens eine tägliche Sport- und Bewegungseinheit geben. Von der Schulaufsicht wird die regelmäßige Bewegung an der Schule sichergestellt und auch geprüft, wodurch ein Entfall der Bewegungs- und Sporteinheit nur im äußersten Notfall mit entsprechender Begründung möglich ist. Um lokale Infrastrukturmängel auszugleichen, werden alle anderen Bewegungsmöglichkeiten außerhalb der Turnsäle, wie Natur, Spiel- und Sportplätze, Bäder, Eislaufplätze usw. einbezogen.

Bewegungseinheiten werden in einzelnen Unterrichtsfächern koordiniert und geplant implementiert – beispielsweise Tanzen im Musikunterricht oder ein Lehrausgang im Biologieunterricht. Auf Wunsch wird den Schulen mit „Schooltastic“ ein spannendes Tool zur Verfügung gestellt, das zu je einem Drittel von BMLVS, Land und Gemeinde finanziert wird. „Schooltastic“ ist ein Spiel, bei dem in Kombination mit einem Tablet entweder Wissensfragen zu beantworten oder bestimmte Bewegungsaufgaben auszuführen sind. Lehrkräfte können individuelle Lernzielkontrollen in allen Fächern mit Bewegung und Sport in Einklang bringen. Jeder Schülerin oder jedem Schüler wird für das eigene Handy auch eine Bewegungs-App zur Verfügung gestellt, die von einem renommierten Sportwissenschaftler erstellt werden soll und im Wesentlichen die Faktoren Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Erstellen eines individuellen Trainingsplanes, Hohe motivationale Komponente sowie Bewegungsmonitoring zu erfüllen hat. Über diese Bewegungs-App sammeln die Schüler und Schülerinnen für geleistete sportliche Betätigung Punkte und nehmen an einem landesweiten Wettbewerb teil, bei dem jene mit den meisten Bewegungspunkten ausgezeichnet werden.

Die tägliche Sport- und Bewegungseinheit wird von Lehrerinnen und Lehrern oder sogenannten Bewegungscoaches geleitet. Die Ausbildung zum Bewegungscoach können geprüfte Trainer und Trainerinnen oder Instruktoren und Instruktorinnen an den Pädagogischen Hochschulen absolvieren. Damit sind sie ermächtigt, in Schulen Bewegungs- und Sporteinheiten zu leiten. Im Vollausbau würde das bedeuten, dass 30 Bewegungscoaches bei den Landesdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und UNION für 40 Stunden angestellt werden könnten. Von den 40 Stunden werden 35 den Schulen zur Verfügung stehen und 5 Stunden den jeweiligen Vereinen bzw. Verbänden. Diese 5 Stunden sind gezielt für Talentscouting einzusetzen, um Schüler und Schülerinnen in bestehende Vereinsstrukturen entsprechend einzubinden. Finanziert wird die „Tägliche Sport- und Bewegungseinheit“ aus den Mitteln bestehender und laufender Projekte, wie „Kinder gesund bewegen“.


Auf Burg Güssing herrscht „Der nackte Wahnsinn“

Michael Frayns Komödie „Der nackte Wahnsinn“ beim diesjährigen Güssinger Kultur Sommer, Premiere ist am 25. Juni 2016

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Kulturlandesrat Helmut Bieler mit Intendant Frank Hoffmann, Norbert Arturo, Bürgermeister Vinzenz Knor, Vizebürgermeisterin Helga Maikisch, Tourismusobmann Gilbert Lang und Ensemblemitgliedern auf der Drehbühne des Güssinger Kultur Sommers

Seit 2005 bietet der Güssinger Kultur Sommer alljährlich Theater-Vorstellungen auf der Güssinger Burg an. Start-Event ist jedes Jahr eine Theateraufführung auf der Burg Güssing. Diese Tradition wird 2016 mit Michael Frayns Komödie „Der Nackte Wahnsinn“ fortgesetzt. Wie jedes Jahr schließen sich an das Theater auf der Burg auch heuer Veranstaltungen im Freilichtmuseum „Ensemble Gerersdorf“ an. Kulturlandesrat Helmut Bieler und Intendant Frank Hoffmann stellten gemeinsam mit Ensemblemitgliedern, Mitarbeitern sowie Vertretern von Tourismus und Gemeinde Güssing das diesjährige Programm vor.

„Der Festival- und Kultursommer im Burgenland hat viele Attraktionen. Der Güssinger Kultur Sommer ist immer ein Highlight. Ein Grund für seinen Erfolg, ist sicher die Positionierung. Es wird in der Mundart der Volksgruppen gesprochen. Es gelingt auch immer wieder, die Mitwirkenden – alles gestandene Amateurschauspiele – zu begeistern und mitzunehmen. Das wird vom Publikum honoriert“, zeigt sich  Bieler davon überzeugt, dass der Güssinger Kultur Sommer auch 2016 ein Erfolg wird.

„Wir haben mit der Komödie „Der Nackte Wahnsinn“ des englischen Journalisten und Autors Michael Frayn die Möglichkeit, unserem Publikum einmal vor Augen zu führen wie es dort aussieht wo es üblicherweise nicht hingelangt, nämlich bei den Proben sowie jenseits des bestens ausgeleuchteten Bühnenbilds, also auf der Hinterbühne. Und wie eine ursprünglich gut geprobte Aufführung verkommt wenn sie von einer mittelmäßigen Schauspiel-Truppe nach der 60. Aufführung auf Tournee lustlos ,herunter genudelt‘ wird“, erklärt Intendant Frank Hoffmann. Dazu erfahre man in dieser Komödie auch etwas über die „großen und kleinen Eitelkeiten der Schauspielerinnen und Schauspieler, die großen und kleinen Intrigen, die Liebschaften der Theaterkünstler und deren kleine und großen Folgen. Das alles in komprimierter Form und zum Brüllen komisch“.

Vier Veranstaltungen im Freilichtmuseum „Ensemble Gerersdorf“
„Wie jedes Jahr schließen sich an das Theater auf der Burg auch heuer Veranstaltungen im Freilichtmuseum ,Ensemble Gerersdorf‘ an, dessen Ausstellungsraum uns dafür von Prof. Gerhard Kisser dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wird“, so Hoffmann. Volksmusik erwartet die Besucher beim Auftritt von „Saitenstimmen“ (30. Juli 2016). Mit Nadja Maleh, Wienerin mit syrischen Wurzeln,  konnte eine Künstlerin gewonnen werden, die zweifellos in die erste Reihe  der österreichischen KabarettistInnen gehört (13. August 2016). Am 20. August starten die vier Saiten-Virtuosen der KK-Strings in Erinnerung an Friederike Kempner eine Frontal-Attacke auf das Zwerchfell. Abschluss im Veranstaltungsreigen ist der Auftritt von „Die Strottern“ am 3. September 2016.

Nähere Informationen auf www.kultursommer.net

 

 

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