Es geht auch ohne Gift

Eisenstadt, 3. 6. 2016 –

Für ein Glyphosatfreies Burgenland

Rund um den internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni, begibt sich der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller auf eine Tour durchs Burgenland und zeigt, wie wir das Burgenland giftfrei machen können.

Agrargifte zählen zu den meist verbreiteten Problemstoffen und beeinträchtigen unsere Gesundheit, die Artenvielfalt, Wildtiere bis zu Biene und Regenwurm und schaden der Umwelt im Ganzen massiv. Besonders problematisch ist das Pflanzengift Glyphosat, ein Herbizid, das alle grünen Pflanzenteile absterben lässt. Eingesetzt wird es nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in vielen Hausgärten oder von Gemeinden im kommunalen Bereich.

SPITZMÜLLER ZEIGT ALTERNATIVEN AUF

GueneSpitzmüller wird in seinen Infoabenden die Wirkung dieses Spritzmittels sowie die damit verbundenen Probleme erklären und Alternativen aufzeigen. Alternativen gibt es für alle Bereiche: Landwirtschaft, Kleingärten, Kommunen. Auf Antrag der Grünen haben sich sowohl einige Gemeinden im Burgenland für glyphosatfrei erklärt. Auch alle Bereiche auf Landesebene wie etwa die Landesstraßenverwaltung werden zukünftig darauf verzichten. Alle Biobetriebe und viele Gemeinden (auch große Gemeinden in Deutschland) verzichten grundsätzlich auf Pflanzengifte.

 

WAS IST SPEZIELL AN GLYPHOSAT?

In den 1970er Jahren patentiert, kam Glyphosat unter dem Namen „Roundup“ auf den Markt. Das Pestizid wirkt systemisch, das heißt: aufgenommen über die Blätter, gelangt es in alle Bestandteile der Pflanze: in Blätter, Samen und Wurzeln. Es lässt sich nicht abwaschen und wird weder durch Erhitzen noch durch Einfrieren abgebaut.

ZULASSUNGSBESTIMMUNGEN

Nachdem die Entscheidung über die Verlängerung der Zulassung EU-weit mehrmals verschoben wurde, da man sich nicht einigen konnte, ist ein neues Treffen des zuständigen Fachausschusses für den 6. Juni angesetzt. Die EU-Kommission öffnet sich nun eine taktische Hintertür, damit die Zulassung nicht automatisch ablaufen kann und strebt eine 12- bis 18-monatige „technische Verlängerung“ an. Damit setzt sie auf Zeit und hofft, dass der Widerstand verebbt. Spitzmüller: „Wir werten dies dennoch als Erfolg, immerhin war eine Zulassungs-Verlängerung von vielen Jahren geplant.“

Global2000 hat nun sowohl Monsanto, als auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angezeigt. In Anbetracht der zahlreichen nachgewiesenen Mängel im Zulassungsverfahren entstehe fast zwangsläufig der Eindruck, dass Behörden und Hersteller Hand in Hand arbeiten, um Glyphosat mit allen Mitteln auf dem europäischen Markt zu halten, so Global2000 in seiner Begründung für die Anzeige.

WIE GEFÄHRLICH IST GLYPHOSAT?

Glyphosat schädigt laut einer Studie der Wiener BOKU auch Regenwürmer. Bei dem Versuch wurden die Beikräuter mit handelsüblichen Roundup-Produkten gespritzt. Sie starben nach wenigen Tagen ab und dienten den Regenwürmern als reichliche Nahrungsquelle. Sechs Wochen später ließ sich bei den Regenwürmern eine 60-prozentige Abnahme der Fortpflanzung und Aktivität feststellen, berichtet Spitzmüller aus der Studie der BOKU.

Neben den vielen ökologischen Problemen, steht der Wirkstoff Glyphosat auch unter dem Verdacht, massive Gesundheitsschäden für Mensch und Tier zu verursachen:

  • Begünstigt die Entstehung von Krebs
  • Beeinflusst das Hormonsystem
  • Schädigt Embryonen
  • Wirkt erbgutschädigend

Spitzmüller: „Die Grünen Burgenland fordern alle Gemeinden auf, sich der Initiative „Glyphosatfrei“ anzuschließen. Von der Landesregierung fordern wir erneut die verstärkte Förderung für LandwirtInnen, wenn sie auf biologische Landwirtschaft umsteigen.“

TOUR TERMINE

  • BREITENBRUNN – 13. Juni 2016, 19.30 Uhr, Gasthof-Pension Wein – mit Gemeinderätin Rosi Grosz
  • EISENSTADT – 22. Juni 2016, 19.30 Uhr, Martinshof, Kleinhöfleiner Hauptstraße 8
  • MATTERSBURG – 3. Juni 2016, 19.30 Uhr, Café Galerie Pablo
  • OBERPULLENDORF – 8. Juni 2016, 19.30 Uhr, Heurigen Restauran Habe D’ere
  • OBERWART – 9. Juni 2016, 19.30 Uhr, Gotthardt’s Bank
  • GÜSSING – 6. Juni 2016, 19.30 Uhr, Piazza Cafe Segafredo – City Center
  • JENNERSDORF – 5. Juni 2016, 19 Uhr, Gasthof Raffel

 

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