SPÖ: Beschäftigungsgipfel Nord

Frauenkirchen, 31. 5. 2016 –

Politik und Unternehmer ziehen an einem Strang

Erster von zwei Beschäftigungsgipfeln wurde erfolgreich absolviert

Auf Initiative von Arbeitsmarktlandesrat Norbert Darabos fand gestern in der St. Martins Therme und Lodge in Frauenkirchen der erste von zwei Beschäftigungsgipfeln statt. Der zweite Gipfel geht kommenden Donnerstag in Bad Tatzmannsdorf über die Bühne. Beim Gipfel kamen alle wichtigen Partner, die mit der burgenländischen Arbeitsmarktpolitik im weitesten Sinne befasst sind zusammen, um unterschiedliche Blickwinkel zu analysieren und Maßnahmen zu finden, um das Burgenland am Arbeitsmarkt weiter voranzubringen und mehr Menschen in Beschäftigung zu bekommen. Im Vordergrund des Zusammentreffens stand eine neue Qualität und Dimension des Zusammenkommens und eine neue Diskussionsbasis zu schaffen. Politische Verantwortliche, Institutionen, Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter, wie auch wichtige Player am Arbeitsmarkt sind zusammengekommen, um die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt zu diskutieren.

Der burgenländische Arbeitsmarkt steht vor großen Herausforderungen. Auf der einen Seite kann das Burgenland eine Rekordbeschäftigung verzeichnen, auf der anderen Seite eine Rekordarbeitslosigkeit.
„Beim Gipfel ging es nicht nur darum Meinungen einzuholen, sondern auch mit diesen Meinungen Politik zu machen und diese Meinungen in politische Konzepte zu gießen – und zwar unabhängig von jeder Partei und Parteipolitik. Wir müssen dafür sorgen, dass BurgenländerInnen in ihrer Heimat Arbeitsplätze finden und in Beschäftigung kommen“, so Norbert Darabos.

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Land Burgenland zahlreiche Aktivitäten und übernimmt als größter Lehrlingsausbildner des Landes die Rolle des Arbeitgebers und die Rolle des Geldgebers für Projekte und Programme, mit denen Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitsmarktferne aber auch sozial benachteiligte Menschen geschaffen werden. Insgesamt wird seitens des Landes sehr viel Geld für Maßnahmen am Arbeitsmarkt in die Hand genommen. Im Europäischen Sozialfonds stehen zum Beispiel 24 Mio. Euro, im Additionalitätsprogramm 18 Mio. Euro und in der Arbeitnehmerförderung weitere 3 Mio. Euro zur Verfügung.
Frauenlandesrätin Dunst verweist darauf, dass zusätzlich 2,5 Mio. Euro an ESF-Mittel nur für Frauenprojekte zur Verfügung stehen. „Wichtig ist, bedarfsorientierte Maßnahmen zu setzen. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die heutigen Inputs waren sehr wertvoll für die weitere Arbeit“, so Verena Dunst.

Im Rahmen des Gipfels wurden auch Forderungen formuliert, die zur Verbesserung der Situation am burgenländischen Arbeitsmarkt beitragen sollen: Eine Anpassung und Neuverhandlung der EU-Entsenderichtlinie ganz nach dem Vorbild von Großbritannien: Das Motto muss heißen gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort: Ungleiche Rahmenbedingungen können nicht Ziel der EU sein. Eine Sektorale Sperrung bzw. Begrenzung des Arbeitsmarktes in Bereichen wo Arbeitslosigkeit besonders hoch ist, wie zum Beispiel in der Baubranche. Weiters wurde eine Aufstockung der Finanzpolizei, eine Einführung einer SOKO Bau und Zutrittskontrollen auf Baustellen mit einem Umsatzvolumen das größer als 1 Million Euro beträgt gefordert. Außerdem erklärte sich die WIBUG gerne bereit, Unternehmen bei Neugründungen, Erweiterungen und Forschungsprojekten zu unterstützen.

„Ich habe bei diesem Beschäftigungsgipfel gespürt, dass jene die sich in der realen Politik und jene die sich in der realen Wirtschaft bewegen durchaus bereit sind an einem Strang zu ziehen. Wir wollen mit einem Maßnahmenpaket dafür sorgen, dass zusätzliche Arbeitsplätze im Burgenland geschaffen werden und dass jene die aus dem Arbeitsmarkt verdrängt wurden, es auch wieder schaffen am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Der Gipfel erfüllte was er versprochen hat. In diesem Kreis über derzeitige Arbeitsmarktsituation zu diskutieren war und ist wichtig und stand im Vordergrund. Die Zusammensetzung hat eine neue Qualität erfahren und wir sind uns einig, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen, um am burgenländischen Arbeitsmarkt auch etwas bewegen zu können“, erklärt Arbeitsmarktlandesrat Darabos abschließend.

 

 

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