SPÖ: LFS und ECOLE, ÖVP Wolf wie Lopatka, Fehlende Facharbeiter, Behinderten Wohngemeinschaft ausgebaut

Güssing, 20. 5. 2016 –

Zukunftsträchtig: Kooperationsprojekt der LFS und ECOLE in Güssing vorgestellt

Agrarlandesrätin Verena Dunst überzeugt von diesem Modell

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Dir.in ECOLE Mag.a Karin Schneemann, Agrarlandesrätin Verena Dunst, Pferdewirtin Petra Reif-Faustner, Dir. LFS Ing. Dipl. Päd. Gerhard Müllner

Gemeinsam mit den beiden Direktorinnen Ing. Dipl. Päd. Gerhard Müllner (LFS) und Mag. Karin Schneemann (ECOLE) präsentiert LRin Verena Dunst den aktuellen Stand der Zusammenarbeit der beiden Lehranstalten und betont dabei vor allem die Wichtigkeit der Standortsicherung der Schulen in Güssing.

„Es ist heute nahezu unmöglich, ohne praxisnahe schulische Ausbildung einen guten Job zu bekommen“, beginnt LRin Verena Dunst ihre Ausführungen zur aktuell schwierigen Situation am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig lobt sie dabei die vorbildliche Zusammenarbeit von LFS und ECOLE Güssing. „Solche Kooperationsmodelle sind insofern innovativ, weil sie den Schülern der LFS, die sich während ihrer dreijährigen Ausbildung entschließen, die Matura zu machen, einen Umstieg in ECOLE Güssing ermöglichen.“

Näher auf die aktuelle Situation der Kooperation und auf ab Herbst 2016 geplante Projekte gehen dann die beiden Direktoren der jeweiligen Lehranstalt ein. „Als LFS versuchen wir, unsere Schüler neben der klassischen Ausbildung auch auf höher Schulen vorzubereiten“, stellt LFS-Direktor Müllner fest. Konkret spricht er dabei die Möglichkeit des Wechsels von der LFS in die ECOLE ab dem dritten Schuljahr an.

Ab September wird es ein weiteres Kooperationsprojekt geben. In einem zweimal wöchentlich stattfinden Praxisunterricht, wird den Schülern beider Lehranstalten der bewusste Umgang mit Lebensmitteln vermittelt werden. „Die Schülern der ECOLE sollen ebenso über die Herkunft und Herstellung landwirtschaftlicher Produkte Bescheid wissen, wie unsere Schüler dabei deren Verarbeitung kennenlernen,“ unterstreicht Müllner die Wichtigkeit der Nutzung solcher Synergien im Bereich der Lebensmitteltechnologie.

Direktorin Schneemann (ECOLE) lobt die konstruktive Zusammenarbeit ebenso und meint ergänzend: „Die Kooperation muss ausgebaut und intensiviert werden, um den Schulstandort Güssing aufrecht zu erhalten. Da darf es zwischen unseren Schulen und auch dem BORG keinerlei Konkurrenzdenken geben.“ Aktuell sind es rund sieben Schüler pro Jahrgang, die die Möglichkeit der Kooperation beider Schulen mit anschließender Matura an der ECOLE nutzen.

Gemeinsam mit Agrarlandesrätin Verena Dunst präsentieren die beiden Schulleiterinnen mit Petra Reif-Faustner eines der Musterbeispiele der Zusammenarbeit beider Schulen. „Petra Reif-Faustner hat nach der dreijährigen Ausbildung an der LFS den Weg in die ECOLE gefunden, dort ihre Reifeprüfung abgelegt und ist nun wieder an der LFS Güssing als Betreuerin des Betriebszweiges Pferdehaltung tätig“, stellt LRin Verena Dunst die engagierte Pferdewirtin aus dem Südburgenland als Bespiel, das in Zukunft Schule machen soll, vor.


SPÖ Burgenland: ÖVP-Wolf entwickelt sich zum Lopatka des Burgenlandes

LGF Schuster: „Die ÖVP Burgenland hat das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl noch immer nicht verstanden!“

Eisenstadt, 20. Mai 2016 – Als „lächerlich“ bezeichnet SPÖ-Landesgeschäftsführer Helmut Schuster die Aussagen von ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf zu der von Landeshauptmann Hans Niessl geforderten Einschränkung der Entsenderichtlinie. Wolf nannte den burgenländischen Landeshauptmann darin „Spaltpilz und Streithansl“. Die burgenländische ÖVP hat das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl demnach noch immer nicht verstanden. Die unnötigen und diffamierenden Angriffe der Steiner-ÖVP, die nun fast schon täglich auf die burgenländischen Medien niederprasseln, sind genau jener Grund, warum die Menschen die Politik satt haben. „Wolf entwickelt sich auf Landesebene ganz nach Lopatka-Manier zum ‚Brunnenvergifter’ der burgenländischen Landespolitik. Die Wortspenden von Wolf interessieren niemanden, sind unnötig und zeigen nur, dass es der ÖVP Burgenland nicht gelingt, durch konstruktive Vorschläge Tritt zu fassen“, so Schuster.

Die EU-Entsenderichtlinie in der derzeitigen Form ist nicht mehr zeitgemäß und gehört geändert, weil sie aus Sicht der SPÖ Burgenland wettbewerbsverzerrend und der erste Schritt zu Lohn- und Sozialdumping ist. Besonders im Bau- und Baunebengewerbe muss ein sektoraler Schutz des Arbeitsmarktes eingeführt werden. Ausländische Unternehmen können derzeit billiger anbieten, weil sie nicht die gesamten Lohnkosten zahlen. „Gerade jetzt bei der stetig steigenden Arbeitslosigkeit und der künftigen Integration von Asylwerbern auf dem burgenländischen Arbeitsmarkt kann man so nicht weitermachen wie bisher“, so Schuster.

„Die ÖVP Burgenland wäre gut beraten, Vorschläge einzubringen, wie man burgenländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung hält, neue Arbeitsplätze schafft und mit welchen Mitteln sie gedenkt, Lohn- und Sozialdumping effektiv zu bekämpfen. Alle Vorschläge, die bis dato von der ÖVP dazu gekommen sind, haben eines gemeinsam, sie dienen nicht dem Schutz der burgenländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Schuster abschließend.


Fehlende Facharbeiter: Lehrverantwortung wahrnehmen!

KO Hergovich: „Land leistet seinen Beitrag mit überbetrieblicher Lehrausbildung.“

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LAbg. KO Robert Hergovich, SPÖ

Eisenstadt, 20. Mai 2016. – Wenn Industriellenvereinigung und AMS heute fehlende Facharbeiter beklagen, dann ist das auch ein Aufruf an die heimischen Unternehmen, ihre Lehrverantwortung wahrzunehmen, erklärt SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Klubobmann Robert Hergovich: „Gut ausgebildete Facharbeiter fallen nicht vom Himmel, sondern sind das Ergebnis einer guten Lehrausbildung in engagierten Unternehmen. Aus unserer Sicht ist es für die heimischen Unternehmen sinnvoller, auf die Qualität von jungen ausgebildeten Burgenländerinnen und Burgenländer zu setzen, statt Billigarbeitskräfte aus dem Ausland einzustellen.“

Es bestehe die Bereitschaft des Landes und der Politik mitzuhelfen. Immerhin haben das Land und die landesnahen Betriebe ihre Lehrverantwortung in Form von überbetrieblichen Lehrwerkstätten längst wahrgenommen, so Hergovich. Die Zahl der Lehrbetriebe im Burgenland ist dagegen zuletzt innerhalb von nur fünf Jahren um ein Drittel gesunken.


Behinderten-Wohngemeinschaft Frauenkirchen ausgebaut

Feierliche Eröffnung mit LH Hans – Wohnbereich ausgebaut, neue Tagesbetreuungsstätte, 6 zusätzliche Arbeitsplätze, 4,3 Mio. € Investitionen

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Landeshauptmann Hans Niessl, Anton Kellner (CEO SeneCura), Bürgermeister Josef Ziniel Elisabeth Deutsch, Heimleiterin SeneCura Frauenkirchen und SeneCura-Regionalleiterin Burgenland, und Pater Thomas bei der Eröffnung

In Frauenkirchen wurden heute, Freitag, im Beisein von Landeshauptmann Hans Niessl, SeneCura-Geschäftsführer Anton Kellner und Bürgermeister Josef Ziniel die modernisierten und adaptierten Räumlichkeiten der SeneCura Behinderten-Wohngemeinschaft, dem ehemaligen Pflegeheim,  feierlich eröffnet. Rund 4,3 Millionen Euro investierte SeneCura in den Standort Frauenkirchen und bietet hier ab sofort 22 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie 18 Klientinnen und Klienten ein schönes Heim und eine moderne Tagesbeschäftigungsstätte. Mit der Erweiterung des Angebotes wurden sechs neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Bauzeit betrug 18 Monate, Bauträger war die B-Süd.

Landeshauptmann Hans Niessl hob die gute Zusammenarbeit zwischen SeneCura und Land Burgenland im Sozial- und Pflegebereich hervor. „Der Seewinkel ist eine wunderschöne Heimat. Damit auch Menschen mit Behinderung hier leben und dabei auch einer Beschäftigung nachgehen können, haben wir in den letzten Jahren unser Angebot für diese Menschen in der Region ausgebaut. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir hier in Frauenkirchen neben einer Anlernwerkstätte und einer Tagesstätte nun auch einen speziell an ihre Bedürfnisse angepassten Wohnbereich schaffen konnten, in dem sich die Menschen voll und ganz wohlfühlen können.“ Menschen mit Behinderung hätten genau so viel Recht auf eine interessante und abwechslungsreiche Beschäftigung wie andere auch, so Niessl. In der neu geschaffenen Tagesbeschäftigungsstätte könnten sie ihren unterschiedlichen Interessen mit perfekter sozialer und fachlicher Betreuung selbstbestimmt nachgehen. SeneCura sei ein wichtiger und verlässlicher Partner des Landes und der Gemeinde Frauenkirchen und betreibe in Frauenkirchen neben der Betreuung von Menschen mit Behinderung auch eine Anlernwerkstatt und Tagesstätte für Menschen mit Behinderung, das Sozialzentrum zur Betreuung von älteren, pflegebedürftigen Menschen sowie über ihr Tochterunternehmen OptimaMed die einzige Dialyseeinrichtung des Seewinkels.
 
„Menschen mit Behinderung bedürfen einer individuell auf ihre Bedürfnisse angepassten Betreuung“, erklärt SeneCura CEO Anton Kellner. Dafür brauche es neben speziell ausgebildetem Betreuungspersonal auch die richtigen Räumlichkeiten, die mit dem Umbau des ehemaligen Pflegeheimes nun geschaffen wurden.

Lob kam auch von Bürgermeister Josef Ziniel. Die SeneCura-Einrichtungen würden Frauenkirchen zu einem wichtigen „sozialen Dreh- und Angelpunkt in der Region machen“.

 

 

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