KUZ Mattersburg neu präsentiert, Reaktion ÖVP

KUZ Mattersburg: Siegerprojekt wurde präsentiert

Die Wettbewerbsjury zur Ausschreibung für das Kulturzentrum Mattersburg hat sich einstimmig für das Siegerprojekt von Holodeck Architects entschieden. Die Pläne wurden am 10. Mai in der Bauermühle präsentiert.

Das Siegerprojekt zeigt eine intensive Auseinandersetzung und einen besonders wertschätzenden Umgang mit dem Bestand und seiner Geschichte. Das Planungskonzept überzeugte unter anderem mit seiner Referenz vor dem erhaltenswürdigen Zentralbau. Gleichzeitig wird das Gebäudeensemble – Kulturzentrum und Schulcluster – in seiner ursprünglichen Form wieder intensiviert.

Bürgermeisterin Ingrid Salamon: „Das KUZ Mattersburg ist so etwas wie ein Symbol für die Stadt. Viele Mattersburgerinnen und Mattersburger identifizieren sich mit dem Gebäude und verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse. Es freut mich daher besonders, dass die Pläne für den Umbau jetzt auf dem Tisch liegen.“

Das KUZ Mattersburg war das erste KUZ im Burgenland und hat daher für die die Stadt und auch für das Land eine besondere Bedeutung. Die geplanten Umbaukosten betragen 8.3 Mio. Euro. Die Bauvorbereitungen sollen im Herbst 2016 anlaufen.

spö
Landtagspräsident Christian Illedits, LR Helmut Bieler, Bgm. Ingrid Salamon mit den siegreichen Architekten (v.l).

ÖVP zu Kulturzentrum Mattersburg:
SPÖ pfeift auf die Anliegen der Bürgerplattform

„Die Vereine und die heimische Kulturszene brauchen das Kulturzentrum. Daher appelliere ich, die Generalsanierung rasch umzusetzen“, unterstreicht Mattersburg Vbgm. Michael Ulrich, der gleichzeitig die SPÖ-Informationspolitik kritisiert: „Das war in Wirklichkeit eine SPÖ-Desinformationspolitik. Weder der Gemeinderat noch die Öffentlichkeit wurden in eineinhalb Jahren über irgendeinen Fortschritt der geplanten Sanierung informiert.“

Bei der gestrigen Präsentation des KUZ-Siegerprojekts zur Generalsanierung haben Vertreter der Bürgerplattform ihre umfassenden Bedenken geäußert. Größter Kritikpunkt ist, dass ein Großteil des KUZ-Gebäudes abgerissen wird. „Die Ausschreibung war von SPÖ-Landesrat Bieler so gesteuert, dass ein Abriss wichtiger Teile des Kulturzentrums kaum zu verhindern war.“ Nur für sich betrachtet ist das von den Architekten vorgestellte Projekt der Architekten gelungen – leider ist der Fehler im Vorfeld mit der SPÖ-gesteuerten Ausschreibung passiert.

Zu den Fakten: Seit eineinhalb Jahren ist das KUZ Mattersburg geschlossen. Vorgeschoben wurden behördliche Auflagen, die allerdings mit wenigen Adaptierungen hätten behoben werden können. Die SPÖ hat 2014 einen Neubau präsentiert, nach Protesten einer Bürgerplattform und aller Oppositionsparteien wurde eine Generalsanierung als Kompromiss ausgehandelt. Wegen der intransparenten Vorgehensweise hat sich die Architektenkammer von der Art der Ausschreibung distanziert, die Bürgerplattform hat aus Protest ihren Platz in der Jury zurückgelegt.

Offen ist weiterhin, ob ein fixer und permanenter Pächter die Gastronomie übernimmt. „SPÖ-Landesrat Bieler kam kein klares Bekenntnis für einen fixen Pächter über die Lippen. Wie in Eisenstadt wird scheinbar ein Catering angedacht – das wollen die Walbersdorfer und Mattersburger aber nicht.“ Michael Ulrich abschließend: „Die Würfel sind scheinbar gefallen. Bedauerlich ist, dass die SPÖ auf die Anliegen der Bürgerplattform pfeift. Die Desinformationspolitik der SPÖ war scheinbar dazu gedacht, die Bürgerplattform zu zermürben.“

 

 

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