SPÖ: Kultinarium, Jugendpsychiatrie, Land & Leben

14. Burgenland Kul(t)inarium: Das Genussland Burgenland zu Gast in Wien!

Das Burgenland erobert wieder einmal die Wiener Innenstadt!

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Im Bild von links nach rechts: Weinbauer Georg Dujmovits, Agrarlandesrätin Verena Dunst, Finanzlandesrat Helmut Bieler, Anna Koch, Geschäftsführer der Energie Burgenland Mag. Michael Gerbavsits

Wien, 09.05.2016. Das burgenländische Kul(t)inarium in der Wiener Innenstadt „Am Hof“ gehört schon fix zum Veranstaltungskalender. Heuer findet das Fest der Burgenländer bereits zum 14.Mal statt. Agrarlandesrätin Verena Dunst überzeugt sich vor toller Kulisse von regionalen Köstlichkeiten.

„Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen burgenländischer Herkunft und Sortenvielfalt“, zeigt sich Agrarlandesrätin Verena Dunst stolz. Vier Tage lang wird der historische Platz „Am Hof“ und um die Mariensäule zur ersten Adresse für Freunde des Burgenlandes. Neben einem repräsentativen Querschnitt der burgenländischen Produktvielfalt mit zahlreichen Schmankerln und prämierten Weinen, kann man regionale Biere und Schnäpse verkosten. Für gute Stimmung sorgt ein attraktives, musikalisches Rahmenprogramm.

In diesem Jahr steht der Uhudler im Mittelpunkt der traditionellen Veranstaltung und die Region Südburgenland macht diesen nun verstärkt zu seinem Aushängeschild. Mit der Aufnahme der neun Rebsorten in die burgenländische Weinbauverordnung und der Aufhebung des Wiederbepflanzungsverbots erfolgte ein ganz wichtiger Schritt, um den Weinanbau dauerhaft zu ermöglichen. „Der Uhudler ist ein südburgenländisches Kulturgut und ein Kultgetränk ersten Ranges“, betont Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Burgenländisches Brauchtum kombiniert mit regionalen Schmankerln und Musik zieht nicht nur bei den Burgenländern. Wenn das Wetter hält, kommen rund 20.000 Besucher aus aller Welt. „Alle Freunde des Burgenlandes sind eingeladen, viele tolle burgenländische Produkte zu verkosten und sich über das Land der Sonne zu informieren“, so LRin Verena Dunst.


Ambulant vor stationär durch bestmögliche Vernetzung

Optimale Kommunikationskultur der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Burgenland hat österreichweite Vorbildfunktion

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Dr. Roland Grassl, Stv. Ärztliche Leitung KJPSY Eisenstadt, Dr. Sylvia Kaschnitz, Ärztliche Leitung KJPSY Oberwart, Ass. Prof. Dr. Brigitte Hackenberg, Ärztliche Leitung KJPSY Eisenstadt und HPZ Rust, Gesundheits- und Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos, und Univ. Prof. Dr. Karl Dantendorfer, Psychiatriekoordinator und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates

Eine moderne Kinder- und Jugendpsychiatrie – wie sie auch im internationalen und europäischen Standard vorzufinden ist – sieht sowohl eine flächendeckende extramurale, als auch intramurale Versorgung vor. „Das Burgenland nimmt in diesem Bereich durch eine bestmögliche Vernetzung und eine optimale Kommunikationskultur der handelnden Personen bzw. der einzelnen Institutionen eine österreichweite Vorreiterrolle ein und baut in diesem vielschichtigen und komplexen Spektrum der Gesundheitsversorgung auf eine multimodale Diagnostik unter Einbeziehung aller für die Situation des Kindes relevanten Umfeldfaktoren, ein gut vernetztes ambulantes, aber auch auf ein adäquates stationäres Behandlungsangebot. Für all diese Bereiche ist es aber wichtig, dass sie zeitnah und wohnortnah zur Verfügung und im Notfall auch für Kriseninterventionen bereit stehen“, so Gesundheits- und Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Univ. Prof. Dr. Karl Dantendorfer, Psychiatriekoordinator und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates, Ass. Prof. Dr. Brigitte Hackenberg, Ärztliche Leiterin KJPSY Eisenstadt und HPZ Rust, Dr. Sylvia Kaschnitz, Ärztliche Leiterin KJPSY Oberwart, und Dr. Roland Grassl, Stv. Ärztlicher Leiter KJPSY Eisenstadt.

Der besonderen geographischen Situation des Landes wurde bisher Rechnung getragen, indem die stationäre Versorgung durch Kooperationsvereinbarungen mit den fachspezifischen Abteilungen in Niederösterreich, konkret der KJP Hinterbrühl, für das Nord- bzw. dem LKH Graz für das Südburgenland gesichert wurde. Durch Schaffung von inzwischen zwei Ambulatorien für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Eisenstadt und in Oberwart konnten für beide geographische Regionen Zentren für ein eng vernetztes, ganzheitliches Betreuungskonzept etabliert werden. Die Besonderheit dieser beider Zentren liegt in dem breit gefächerten, ressourcenorientierten Angebot, bestehend aus fachärztlicher, psychodiagnostischer, psychologischer, psychotherapeutischer und sozialpädagogischer Betreuung. Ein weiteres Angebot besteht durch das sozialtherapeutisch konzipierte HPZ Rust mit 12 Behandlungsplätzen. Die enge Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe, dem Schulsystem, den „Frühen Hilfen“ und allen fachspezifischen Beratungsstellen sichert damit den präventiven Zugang zu risikobelasteten Familien und ihren Problemen. Der familienorientierte Aspekt ist dabei ein unverzichtbares Element, nicht zuletzt auch im Sinne der Gewaltprävention und den Fragen des Kinderschutzes.

Darabos dazu: „Es ist uns bis dato erfolgreich gelungen, ein modernes ambulantes, sozialpsychiatrisches Angebot abzusichern. Seit Anfang 2015 wurden nachhaltige inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte gesetzt, denn unser vordergründiges Ziel ist es, ein gemeindenahes, ressourcenorientiertes extramurales Konzept für psychisch belastete Kinder- und Jugendliche und deren Familien unter Nutzung von Synergien zu optimieren, um die Rate der vollstationären Kinder- und Jugendpsychiatrischen Einweisungen auf das gerade nötige Minimum zu reduzieren. Selbstverständlich muss aber auch bedacht werden, dass nicht alle Kinder- und Jugendpsychiatrischen Störungen ambulant oder teilstationär behandelt werden können sondern entsprechende vollstationäre Angebote vorhanden sein müssen. Im Sinne des internationalen Trends zur Erweiterung wohnortnaher, niederschwelliger ambulanter Versorgungsstrukturen hat das Burgenland die Zeichen der Zeit erkannt und gerade diesem Bereich ein besonderes Augenmerk geschenkt.“

Die Entwicklung der nächsten Jahre wird zeigen, wieweit es zu einem weiteren Anstieg oder einer Stabilisierung der Inanspruchnahme kommen wird. Die Prävalenzzahlen für das Nordburgenland – gerechnet auf 150.000 EinwohnerInnen – liegen zwischen 3.000 und 6.000 psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Erfahrungsgemäß kommt nur etwa die Hälfte davon zu einer fachspezifischen Beratung, der andere Teil befindet sich in einem Dunkelfeld zwischen banalen alterstypischen Verhaltensauffälligkeiten und schwerwiegenden Beeinträchtigungen der psychosozialen Entwicklung ohne adäquate Beratung. Durch dieses gut vernetzte Betreuungskonzept ist es im Burgenland gelungen, eine Vielzahl schwerer psychiatrischer Störungen im Kindes- und Jugendalter rechtzeitig abzufangen und die Aufnahmezahlen so gering wie möglich zu halten. Es war in den letzten Jahren auch keine Platzierung eines Kindes im Erwachsenenbereich der Psychiatrie erforderlich, wie es in anderen Bundesländern immer wieder der Fall ist.


Masterplan „Land & Leben“: Letzter Feinschliff der ExpertInnen

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Landesrätin Verena Dunst mit den TeilnehmerInnen des Abschlussworkshops „Masterplan – Land & Leben“

Eisenstadt, 10.5.2016. Nach sieben regionalen und einer frauenspezifischen Veranstaltung wurden heute die Diskussionen um die Neuausrichtung der ländlichen Entwicklung des Burgenlandes mit einem ExpertInnen-Workshop in Donnerskirchen abgeschlossen.

Wie schon bei den vorangegangenen Terminen zeigte auch die abschließende Diskussion von gut 50 ExpertInnen aus den verschiedenen Themenbereichen das enorme Interesse der Menschen an unserem Land. Die hohe Kreativität der am Prozess Beteiligten spiegelt sich in mittlerweile 60 konkreten Projektideen wieder, die nun Realität werden sollen.

Beispiele dafür sind neben dem schon in aller Munde befindlichen „Uhudler Land“ etwa Projekte zur Entwicklung neuer Vermarktungsstrategien für burgenländische Produkte und Speisen und der Ausbau des Tourismus unter Nutzung des hohen Potentials an Kreativem und Bodenständigem. Sehr gute Anregungen gibt es vor allem auch für den Sozialbereich, wenn es etwa um die Stärkung des Zusammenhalts in den Dörfern geht.

„Wir arbeiten bereits daran, diese wirklich guten Ideen, die hier quer durch das Land und in ganz verschiedenen Bereichen angedacht wurden, umzusetzen“, so LRin Verena Dunst. Vorrangig ist dabei, dass die Umsetzung von den Menschen vor Ort getragen wird. „Die Kraft für eine gelungene Umsetzung kann nur von denjenigen kommen, die sich mit den Ideen und den damit verbundenen Perspektiven wirklich identifizieren“, unterstreicht die Landesrätin.

Veränderung ohne Zerstörung und die Nutzung der Potentiale, die in den Dörfern gegeben sind, statt deren Überdeckung durch eine internationale Einheitskultur schafft nicht ein erstklassiges und interessantes Angebot für Tourismus und Wirtschaft, sondern stärkt auch die Identifikation der Menschen mit ihrer Lebensumgebung.

Die ExpertInnen haben heute den letzten Feinschliff an das Projekt gelegt. Noch vor dem Sommer soll das Arbeitspapier zum Masterplan „Land & leben“ fertiggestellt sein. „Es ist mein Ziel, unser schönes Land gemeinsam mit der Bevölkerung weiter zu entwickeln. Behutsam, aber gleichzeitig unter Nutzung der ganzen Kraft, die in ihm steckt“, so LRin Dunst abschließend.

 

 

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