Neues aus dem Agrarbereich – 300 Tage Agrarlandesrätin Verena Dunst

Eisenstadt, 2. 5. 2016 –

Agrarlandesrätin Dunst und Nationalratsabgeordneter Erwin Preiner berichten über lösungs- und zukunftsorientierte Landwirtschaft

 

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Agrarlandesrätin Verena Dunst und NR Erwin Preiner zogen in einer gemeinsamen Pressekonferenz Bilanz über die ersten 300 Tage der Amtsperiode von LR Verena Dunst. Kernthemen waren die bewältigung der Dürrekrise voriges Jahr, die Erfolge im Agrarbereich und aktuell die Frostschäden vergangener Woche.

Agrarlandesrätin Verena Dunst und NR Abg Erwin Preiner werfen gemeinsam einen Blick zurück auf die ersten 300 Tage der Amtsperiode von LRin Dunst im Agrarbereich. Kernthemen dabei waren neben der Bewältigung der Dürrekatastrophe 2015 vor allem die Erfolge im Agrarbereich und die aktuelle Problemlage in der burgenländischen Landwirtschaft, bedingt durch die Frostschäden der vergangenen Woche.

„Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich letztes Jahr, vor 300 Tagen, um genau zu sein, den Agrarbereich übernommen habe, war die mit dem Klimawandel einhergehende Dürrekatastrophe im Sommer 2015 eines meiner ersten zu bearbeitenden Themen“, erinnert sich Landesrätin Dunst an die Anfangszeit ihrer Regierungsperiode als Agrarlandesrätin. Mit diesem Beispiel unterstreicht die Landesrätin auch gleich die ersten Früchte ihrer noch jungen Amtszeit, wozu die Ausweitung der Dürreversicherung bis 2020 durch eine Änderung des Katastrophenfondsgesetzes 2016 gehört. Als weitere Highlights nennt Landesrätin Dunst die Herabsetzung der Mindestinvestitionssumme bei Schutzmaßnahmen im Obst- und Weinbau auf EUR 5000,00 (z.B. Stare- und Hagelnetze) sowie die Herabsetzung der Mindestinvestitionssumme im Forstbereich auf EUR 500,00, was vor allem den Kleinstwaldbesitzern zu Gute kommt. Dennoch bleibt Landesrätin Dunst am Boden: „Man darf trotzdem den Blick auf das Wesentliche nicht verlieren. Der Bauer von heute ist nicht ausschließlich Landwirt sondern auch Unternehmer und Marketing-Manager“, betont Landesrätin Dunst die Vielschichtigkeit und Komplexität der bäuerlichen Tätigkeiten.

Auch zur aktuellen Frostschäden-Problematik, von der neben anderen östlichen Bundesländern vor allem das Burgenland stark betroffen ist nimmt Agrarlandesrätin Dunst Stellung: „Die Schäden reichen bei Wein- und Obstanbauflächen bis zu 80 %, in manchen Gebieten ist sogar mit einem 100 %-igen Ausfall zu rechnen“, zeichnet Dunst ein erschreckendes Bild der aktuellen Lage, stellt aber bereits einleitend klar: „Wir werden dort helfen, wo Hilfe notwendig ist“. Bisher waren staatliche Bezuschussungen der Versicherungsprämien für Witterungsschäden auf Sturm, starke und anhaltende Regenfälle und neuerdings auch Dürre beschränkt. Bereits am morgigen Dienstag-Vormittag kommt es auf Initiative von Agrarlandesrätin Dunst in Wien zu einer außerordentlichen Landesagrarreferenten-Konferenz, in welcher die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der Hilfe für die von den Frostschäden betroffenen Bäuerinnen und Bauern abgestimmt werden soll. Im Konkreten soll dabei besprochen werden, in welcher Form vor allem den Betroffenen mit nicht versicherten bzw. nicht versicherbaren Kulturen geholfen werden kann. „Ich werde alle Möglichkeiten auf Landes- und Bundesebene ausschöpfen, um die Landwirte, die ohnehin schon in einer äußerst schwierigen Situation sind, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen zu können“, stellt Landesrätin Dunst klar und bekräftigt: „Das Land Burgenland wird natürlich seine 25 % aus Landesmitteln für den umfassenden Versicherungsschutz der bäuerlichen Betriebe und ihrer optimalen Unterstützung bereitstellen. Bereits dieses Jahr zahlen wir EUR 465.000 als Prämienzuschuss für die Frostversicherung der Betriebe hinzu, wobei der gesamte Prämienzuschuss über 3,1 Millionen aus dem Agrarbudget beträgt.“

NR Abg Erwin Preiner lobt in seinen Eingangsworten die Leistung der Agrarlandesrätin in den ersten 300 Tagen ihrer Amtsperiode in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft im Burgenland und nennt dabei nicht zuletzt die Verdienste von Landesrätin Dunst im Hinblick auf den Uhudler, die Bewältigung der Dürrekatastrophe 2015 und die damit einhergehende Novellierung des Katastrophenfondsgesetzes. Hinsichtlich der Frostschäden stellte NR Abg Preiner klar, dass hierbei vor allem aus dem Pool des Bundes-Katastrophenfonds ein Teil zur Unterstützung der Betroffenen kommen muss. „Es muss hier ein nationaler Schulterschluss stattfinden. Solch eine Katastrophe wie aktuell mit dem Frost gibt es aus derzeitiger Sicht nur alle 50 Jahre. Alle Behördenstellen müssen dabei an einem Strang ziehen“, mahnt NR Abg Preiner hier eine überparteiliche und vor allem rasche Vorgehensweise im Sinne der Soforthilfe der betroffenen Bäuerinnen und Bauern ein. „Ende 2016 ist es zu spät“, bringt es NR Abg Preiner am Ende seiner Ausführungen zum Thema Frostschäden auf den Punkt und fordert dabei die Minister Rupprechter und Schelling zu einer raschen Auszahlung von Entschädigungsleistungen auf.

 

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