ÖBB mit Design Toiletten unterwegs

Wien, 26. 4. 2016 –

249 ÖBB Nahverkehrszüge mit Design-Toiletten ausgestattet

  • Spezialtapeten und Düfte für alle WCs in den Talent  und Desiro-Zügen
  • Täglich wird in den ÖBB WCs 97.000-mal der Spülknopf gedrückt

Die ÖBB haben alle 249 WCs in den ÖBB-Nahverkehrszügen Talent und Desiro modernisiert. Die Innenwände der WCs der kompletten Talent- und Desiro-Flotte wurden mit einer Spezialtapete mit insgesamt vier unterschiedlichen Fotomotiven beklebt und mit einem passenden Duft ausgestattet. Das Ergebnis: Ab sofort kann man sein „Geschäft“ während der Zugfahrt 93-mal inmitten einer idyllischen Berglandschaft, 63-mal unter einem fruchtigen Zitronenbaum, 54-mal mit Blick auf den Ozean und 39-mal im Inneren eines Raumschiffes verrichten. Die Züge mit den neuen Design-Toiletten sind in ganz Österreich im Einsatz.

 

Klaus Garstenauer, Leiter ÖBB Nah- und Regionalverkehr: „Im Nah- und Regionalverkehr legen wir größten Wert auf Sauberkeit, gerade die WCs reinigen wir bis zu 7-mal täglich. Diese Anstrengungen wollen wir durch ein stimmiges Bild von Frische und Sauberkeit komplettieren.“

 

2,9 Mio. Spülungen pro Monat in ÖBB-Zugtoiletten

Sauberkeit, Optik und Verfügbarkeit bei den WC-Räumlichkeiten im Zug spielen eine entscheidende Rolle dafür, dass Fahrgäste eine Bahnfahrt bequem und komfortabel empfinden. In den Zügen des ÖBB Nah- und Fernverkehrs stehen jeden Tag rund 2.900 WCs zur Benützung bereit. Täglich wird in den ÖBB-Zugtoiletten rund 97.000-mal der Spülknopf betätigt. Das sind rund 2,9 Mio. Spülungen pro Monat. Die WCs werden von rund 1.500 Mitarbeitern täglich gereinigt und mehrfach kontrolliert. Um den Kunden noch sauberere Züge zur Verfügung zu stellen, haben die ÖBB zudem veranlasst, dass die Züge auch während der Fahrt noch öfters gereinigt werden.

 

Auch Zug-WCs wollen gut behandelt werden
Jedes Jahr werden für die Instandhaltung und Qualitätssicherung der WC Anlagen im gesamten ÖBB Personenverkehr ca. 71.000 Arbeitsstunden aufgewendet. Hauptursache für Störungen sind jedoch nicht technische Probleme, sondern verstopfte WCs durch unsachgemäße Benützung. So mussten die ÖBB bereits heruntergespülte Gegenstände wie Strumpfhosen, Socken oder auch einen Kerzenständer aus den WC-Tanks entfernen. In solchen Fällen setzt sich eine Toiletten automatisch außer Betrieb und ist erst wieder verfügbar, wenn sie mit einer Entsorgungsanlage entstopft wird. Störungen der Zug-Toiletten werden von den ÖBB rasch behoben: “Unsere Züge führen einen unsteten Lebenswandel und kommen nicht jeden Tag nach Hause. Aber wir bringen auch die Ausreißer innerhalb von 48 Stunden wieder in Ordnung“, so Garstenauer.

 

Regenwasser für saubere Zugtoiletten

Am Gelände des neuen Wiener Hauptbahnhofs wurde außerdem ein Wasserspeicher unter anderem auch zum Spülen der Fäkalientanks angelegt. Der Grauwasserspeicher hat ein Volumen von 1.500 Kubikmeter, das entspricht 1,5 Millionen Liter, und sammelt Regenwasser. Verwendet wird dieses Wasser zur Reingung der Fäkalientanks der Zugtoiletten. So stellen die ÖBB sicher, dass die Sauberkeit der Züge und damit der Komfort der Bahnfahrer, nicht auf Kosten der Umwelt erzielt werden.

 

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 111,1 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.031 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Fotos: (c)_ÖBB-Zenger und (c)_ÖBB-Krischanz

 

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