Eisenstadt: Schuldenabbau zu Lasten der Kleinsten geht weiter

Eisenstadt, 21. 4. 2016 –

VBgm. Kovacs / StRin Wisak kritisieren: „Nachkauf von Spielgeräten in Kindergärten schon nur mehr durch Sponsoring möglich!“

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2009 wurde der Gratiskindergarten eingeführt und von der ÖVP als „Start in eine neue Ära in der Eisenstädter Familienpolitik angepriesen.“

http://www.eisenstadt.gv.at/home/news/details/article/kindergarten-und-kinderkrippe-ab-september-2009-kostenlos.html

 Lange hat es nicht gedauert, 2013 wurde dies von der absoluten ÖVP-Mehrheit mit Unterstützung der Grünen wieder abgeschafft. Es kam zu einer drastischen Erhöhung der Kindergartengebühren.

Kindergartenplätze sind in Eisenstadt schon seit einiger Zeit Mangelware, man muss als Eisenstädter sein Kind bereits gleich nach der Geburt anmelden um die Chance auf einen Platz zu haben. Das bedeutet Nervenkitzel für die Eltern, denn es ist nicht mehr sicher ob man in dem Stadtteil indem man wohnt auch sein Kind in diesem Kindergarten unterbringen kann. Dazu kommt aber auch noch, dass die einzelnen Kindergärten für ihre Gruppen jedes Jahr weniger Geld zur Verfügung haben, wo es nun nicht mal mehr möglich ist, notwendige Dinge wie kaputtes Spielzeug oder Spielgeräte nachzukaufen, bzw. neue benötigte Sachen anzuschaffen. Es ist schon so weit, dass solche Anschaffungen nur mit Spenden und Sponsoring möglich ist.

Seit 2014 hat also jeder einzelne Kindergarten pro Gruppe, statt 1500Euro, nur mehr 750 Euro pro Jahr. Also eine Kürzung von 50%!! Hier werden also pro Jahr, auf Kosten unserer Kinder, 15.750 Euro eingespart!

Das bedeutet also, dass in Zeiten des Gratis-Kindergartens, die Kindergärten mehr Geld zur Verfügung hatten als jetzt, nach der drastischen Gebührenerhöhung um 100 %!?

 

Stadträtin Renée Maria Wisak, selbst Mutter von zwei Kindern, sieht hier schon seit langem Handlungsbedarf und warnt vor dem Sparkurs bei den Kleinsten. „Die Familienpolitik der ÖVP ist alles andere als familienfreundlich, aber man macht es hier nicht nur den Eltern in Eisenstadt schwer, sondern auch allen Kindergartenpädagoginnen und Pädagogen die um Kleinigkeiten für ihre Arbeit kämpfen müssen.

„Für die SPÖ Eisenstadt steht im Vordergrund, gemeinsam eine bestmögliche Betreuung für unsere Kinder sicherzustellen“, betont Stadträtin Renée Maria Wisak. „ Für so Vieles in der Stadt wird leichtfertig Geld ausgegeben, wie z.B. externe Berater und unzählige Empfänge und Feiern. Auf keinen Fall soll aber bei unseren Kindern gespart werden, “ so LAbg. Vbgm. Günter Kovacs & Stadträtin Renée Maria Wisak unisono.

Im Kindergarten werden wesentliche Weichen in der kindlichen Entwicklung und auch für das lebenslange Lernen gestellt, ist Wisak überzeugt. Von großer Bedeutung wären neben der Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Kindergarten-Infrastruktur vor allem auch die personelle Ausstattung sowie die hohe Motivation der Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen, der Helferinnen und Helfer, in den Einrichtungen. „Dies wird mit Kürzungen der Gelder für die einzelnen Kindergärten keinesfalls gefördert. Vor allem sollte man bei diesen drastischen Gebührenerhöhungen mehr investieren können und die zahlenden Eltern sich auch mehr erwarten dürfen, “ betont Wisak abschließend.

Wir sollten unsere Kinder feiern, nicht so wie am vergangenen Dienstag, historische Fahnen. Soll sein, aber nur, wenn mindestens eben so viel Geld für dringende Anschaffungen für unsere Kinder ausgegeben wird. Die Fahnenjunker, Bgm. Steiner an der Spitze, sind gefordert mitzutun.

 

477 Kinder werden momentan in Eisenstadt betreut:

Kirchäckergasse  4 Gruppen         95 Kinder

Kasernenstraße 2 Gruppen          43 Kinder

Oberberg            4 Gruppen           95 Kinder

Kleinhöflein        4 Gruppen           85 Kinder

St. Georgen        3 Gruppen           60 Kinder

Alois Schwarzplatz      4 Gruppen           99 Kinder

 

Finanzielle Mittel pro Gruppe!!!, seit 2014, 750 Euro statt 1500 Euro!!! Einsparung pro Jahr 15.750 Euro!!! (21 Gruppen)

Foderung der SPÖ- Eisenstadt: Gratis-Kindergarten wieder einführen und finanzielle Mittel für Kindergärten erhöhen!

 

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