Abzocke durch Schlüsseldienst!

Eisenstadt, 18. 4. 2016 –

Überteuerte Rechnung an Pensionistin gestellt

spö

LR Verena Dunst, SPÖ

Ende Dezember 2015 hatte sich eine Pensionistin an einem Wochentag mittags versehentlich aus ihrem Haus ausgesperrt. Ein Nachbar kam zu Hilfe und hat übers Internet einen Schlüsseldienst ausfindig gemacht und diesen telefonisch kontaktiert. Ein Mitarbeiter der Firma „A&M Schlüsseldienst“ kam nach ca. 45 min Anfahrtszeit und tauschte das gesamte Schloss aus. Für den Schlossaustausch wurden der Frau € 1.017,60 in Rechnung gestellt, welche von der Pensionist auch direkt vor Ort bezahlt wurden. Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst ist schockiert über diesen Vorfall. „Der Preis ist völlig überteuert! Da wurde die Not der Pensionistin total ausgenutzt“, so Konsumentenschutzlandesrätin Dunst.

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Die Pensionistin hat sich daraufhin an die Konsumentenberatung beim Land Burgenland gewandt, da ihr die Rechnung zu hoch erschien. Auf der Rechnung scheint die Firma „A&M Schlüsseldienst“ mit einer Adresse in Düsseldorf auf. Bis dato konnte jedoch noch kein Kontakt mit der Firma aufgenommen werden, auf schriftliche Anfragen wurde nicht reagiert. Die Konsumentenschutzabteilung empfiehlt, dringend Anzeige zu erstatten.

Vorsicht bei gegoogelten Schlüsseldiensten
Zur Vorsicht rät die Konsumentenberatung bei gegoogelten Schlüsseldiensten. Man sollte sich die Website genau anschauen, ob die Firma ihren Sitz auch in Österreich hat. Es stellt sich immer wieder heraus, dass Firmen mit einer deutschen oder auch Schweizer Adresse im Burgenland werben. Sollte man dennoch an einen unseriösen Schlüsseldienst gelangen, der eine überteuerte Rechnung stellt, so ist zu empfehlen, einen angemessenen Preis zu bezahlen und sich das Recht vorzubehalten, den restlichen Rechnungsbetrag überprüfen zu lassen. Sollte der Rechnungsbetrag gerechtfertigt sein, erfolgt die Restzahlung. Sollte der Schlüsseldienstmitarbeiter dennoch weiterhin auf einer vollständigen Zahlung der Rechnung bestehen, sollte die Polizei hinzugezogen werden.

Ratschläge für den Notfall
Sollte man sich einmal ausgesperrt haben, rät die Konsumentenberatung, dass man sich in erster Linie an einen ortsansässigen Schlüsseldienst oder einen Schlüsseldienst in der Nähe wendet. „Der Preis sollte im Vorhinein fix vereinbart werden, um im Nachhinein böse Überraschungen – wie im vorliegenden Fall – zu vermeiden. Hinterlegen Sie allenfalls bei einer Person ihres Vertrauens einen Schlüssel für den Notfall“, rät Mag. Landl von der Konsumentenberatung.

 

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