Das ländliche Entwicklungsprogramm ist Wirtschaftsmotor

Wien, 13. 4. 2016 –

Das Programm für Ländliche Entwicklung sorgt für Beschäftigung und Wachstum in ganz Österreich und wirkt sich positiv auf die Umwelt und die Lebensqualität aus. Das bestätigt eine aktuelle Studie des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). 30.300 Arbeitsplätze werden durch das Förderprogramm gesichert, die Brutto-Wertschöpfung beträgt 1,6 Milliarden Euro pro Jahr, Stickstoffüberschüsse und Treibhausgas-Emissionen werden reduziert.

„Eine nachhaltige, umweltgerechte, innovative und wettbewerbsfähige Landwirtschaft ist Wirtschaftsmotor für den gesamten ländlichen Raum. Das bestätigt die Studie eindrucksvoll. Um die aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel, Globalisierung und stagnierende Märkte zu bewältigen, müssen wir diesen Weg konsequent fortführen“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Präsentation der Studienergebnisse.

Untersucht wurde das LE-Programm in der Förderperiode 2007-2013, für das pro Jahr mehr als 1,1 Milliarden Euro an Fördermitteln aus der EU sowie von Bund und Ländern eingesetzt wurden.

„Das Programm hat in allen angestrebten Zieldimensionen – Beschäftigung, Wertschöpfung und Umwelt – Verbesserungen bewirkt und zu günstigen Entwicklungen in der gesamten Volkswirtschaft beigetragen“, erklärte WIFO-Experte Franz Sinabell, der die Studie in Zusammenarbeit mit Experten der Universität für Bodenkultur erstellte.

Besonders hob Sinabell hervor, „dass nicht nur jene Regionen profitierten, in welche die überwiegenden Programmmittel geflossen sind, sondern auch nicht-ländliche Gebiete und Städte“.

Von den Arbeitsplätzen, die laut Studie direkt mit dem LE-Programm in Verbindung stehen, betreffen 23.600 den nicht-landwirtschaftlichen Bereich und 6.700 die Landwirtschaft. Die durch die Förderung ausgelöste Wertschöpfung betrug 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.

Insgesamt wurden in der gesamten Förderperiode knapp 8 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln eingesetzt, dazu kommen private Mittel von 4,2 Milliarden Euro, die von den Förderempfängern zusätzlich investiert wurden. Werden diese Gelder einberechnet, erhöhen sich die Auswirkungen um fast 50 Prozent.

Als bedeutende Klima- und Umweltwirkungen weist die Studie eine Reduktion der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft um 3 Prozent sowie 16 Prozent weniger Stickstoffüberschüsse aus. Ohne das Programm wären 11 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus der Produktion genommen worden, mit unerwünschten Auswirkungen auf die Biodiversität und die Kulturlandschaft.

Mit dem aktuellen LE-Programm 2014-2020 sollen die positiven Auswirkungen auf Wirtschaft und Umwelt noch weiter verstärkt werden. Neben den Schwerpunkten wie Umweltprogramm und Förderung von benachteiligten und Berggebieten, werden auch Projekte für erneuerbare Energie, innovative kleine Unternehmen oder Maßnahmen im Sozialbereich unterstützt. Die derzeit laufende Anpassung dieses Programmes setzt auf die Förderung von Qualität, Vermarktung, Tierwohl und Klimawandelanpassung. Für diese neuen Schwerpunkte im angepassten Programm sind bis 2020 rund 70 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt stehen für das Programm pro Jahr 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung.

Rupprechter: „Die Bäuerinnen und Bauern prägen mit ihrer Arbeit unsere Kulturlandschaft, wirtschaften nachhaltig, produzieren qualitativ hochwertige Nahrungsmittel und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Mit dem Programm Ländliche Entwicklung, das europaweit beispielgebend ist, leisten wir einen wichtigen Beitrag für ein lebenswertes Österreich“.

 

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