Neues Jagdgesetz in Arbeit

Oberwart, 10. 4. 2016 –

Oberwart – ein beeindruckender Jagdbezirk mit Burgenlands größtem Waldanteil

Über 1.200 Jäger und Jägerinnen bewirtschaften die rund 66.000 ha Jagdfläche im Bezirk Oberwart.

LRin Verena Dunst als zuständige Landesrätin für das Jagdwesen im Burgenland präsentiert ihre Arbeit für ein neues Jagdgesetz, das ein ökologisches und nachhaltiges Jagd- und Wildtiermanagement sicherstellt, ohne dass die Jagd ihre Tradition und Vielfalt als wichtiger Wirtschaftsfaktor und altes Kulturgut verliert und erntet Zustimmung von Bezirksjägermeister DI Klaus Gmeiner und der gesamten Jägerschaft.

„Ich stehe zur Jagd und zur Jägerschaft! Deswegen ist die Reform des burgenländischen Jagdgesetzes auch eines meiner zentralen politischen Anliegen dieser Regierungsperiode!“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst anlässlich des heutigen Bezirksjagdtages in Oberwart.

Um die schon lange notwendige Reform des Jagdgesetzes rasch umzusetzen, die Stellungnahmen der JägerInnen im Gesetz möglichst umfassend einzupflegen, hat die Landesrätin eine Expertenrunde, die Arbeitsgemeinschaft „Zukunft Jagd“, ins Leben gerufen. Diese Expertenrunde setzt sich aus Vertretern des Landesjagdverbandes, der Jägerschaft, der Landwirtschaftskammer sowie
einem jagdlichen Sachverständigen und Fachjuristen zusammen.

„Ich versichere ihnen, dass ich als zuständige Landesrätin für Jagd alles daran setzen werde, mit diesem Jagdgesetz optimale Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Jagd im Burgenland zu schaffen und bedanke mich bei der Jägerschaft für die aktive Beteiligung am Gesetzgebungsverfahren, um eine gemeinsame Lösung im Sinne einer weidgerechten und nachhaltigen Jagd im Burgenland zu finden“, so Lrin Dunst. In Summe sind über 700 Seiten an Stellungnahmen unterschiedlichster Interessensgruppen mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen für das neue Jagdgesetz bei LRin Dunst eingegangen.

Landesweit gibt es rund 7.100 JägerInnen, die die Passion Jagd aktiv ausüben. In Oberwart bewirtschaften 1.215 JagdkarteninhaberInnen eine Fläche von rund 66.000 ha. Dabei hat sich die Wildtiersituation in den letzten Jahren aufgrund vielfältiger Faktoren wesentlich geändert. Durch vermehrte Freizeitausübung in der Natur wird das Wild zunehmend in ihrem gewohnten Verhalten gestört und muss sich den Umständen anpassen. Zumeist tritt das Wild erst in den Dämmerungsstunden über Nacht auf die Felder aus, um dort rasch möglichst viel Nahrung aufzunehmen, dabei verursacht es dort zumal zum Leidwesen der Landwirtschaft erheblichen Wildschaden.

Die immer stärker werdende Verkehrssituation setzt dem Wild ebenfalls zu – alleine im letzten Jahr kamen im Bezirk Oberwart auf der Straße knapp 900 Rehe, 30 Wildschweine und über 200 Hasen ums Leben!“, so Bezirksjägermeister Gmeiner betroffen und ruft die Jägerschaft weiter auf, Wildwarnreflektoren in Kooperation mit der Straßenmeisterei aufzuhängen zum Schutz des Wildes.

„Eine harmonische und von der Gesellschaft akzeptierte Jagd kann nur auf Augenhöhe mit allen Gruppen funktionieren; es muss einen Ausgleich geben zwischen Landwirtschaft, Grundeigentümern, Forstwirtschaft und der Jägerschaft. Dabei spielt Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit eine wichtige Rolle!“, so LRin Dunst abschließend und hebt die wichtigen Leistungen der Jägerschaft und auch der Landwirte hervor, die mit ihren Biodiversitätsflächen wichtige Rückzugsorte für das Niederwild schaffen.

 

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