9. 4. 2016 – Kirche und Sexualität

Villach, 9. 4. 2016 –

Kuhmentar des Tages

EU Bauer

Wenn Papst Franziskus, den ich übrigens sehr schätze und seine Kardinäle über Sexualität sprechen, ist das für mich so als wenn jemand ohne Führerschein über Straßenverkehr referiert. Er mag zwar eine Ahnung davon haben, aber es fehlt der Bezug. Genau so sehe ich Kardinal Schönborns Lob, was das Schreiben des Papstes anbelangt, welches das Kernthema Empfängsnisverhütung, außer Acht lässt. Erotik und Sex als von Gott gegebenes „Salz in der Suppe“ einer Beziehung zu bezeichnen, dann aber Verhütung zu kritisieren und damit aber Mitschuld am Tod von ungeborenen Leben, aus welchen Gründen auch immer, zu übernehmen, finde ich absurd. Positiv mag in diesem Zusammenhang jedoch die Wiedereingliederung Geschiedener in das sakramentale Geschehen der Kirche sein. Alles in allem jedoch nur ein Wischiwaschi-Modernisierungsversuch einer fundamentalistisch angehauchten Vereinsspitze, die zusehends an Attraktivität für junge, modern denkende Menschen verliert. Wirkliche, vernunftbetonte Veränderung täte Not.

 

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