Grüne kritisieren Deutschkurse

Eisenstadt, 30.´3. 2016 –

Schönfärberei löst kein Problem

Die Grüne Landessprecherin Regina Petrik, zeigt sich irritiert über die Meldung, dass es im Burgenland genügend Deutschkurse für Asylwerber gibt. Bei ihrer Tour ducrch die Bezirke habe sie andere Informationen erhalten. So soll es nicht nur zu wenig Deutschkurse geben, sondern diese auch oft schlecht oder gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.

Petrik ist auch der Meinung, dass die hohen Kosten für die Teilnehmer ein Problem sind. Für die Prüfungen ist es notwendig 4 Kurse a‘ 90 Stunden zu absolvieren. Die Kosten pro Einheit betragen 136,- Euro. Am Schluss kommt noch eine Prüfungsgebühr dazu. Da dies nach Ansicht der Grünen für einen Asylwerber kaum zu bezahlen ist, trat die VHS mit der Bitte um Spenden an ‚Freiwillige heran. Das ist allerdings ein fragwürdiges Finanzierungskonzept. Für einen 90 Stunden Kurs bekommt die VHS 5.000,- Euro. Die Lehrerin bekommt 25,- Euro pro Stunde, macht 2.250,- Euro; das Deutschbuch kostet 24,- Euro. Wo verschwindet die Differenz, fragen sich die Grünen?

Laut Grüne müssen die Gemeinden bei der Landesregierung um die 5.000,- Euro pro Kurs ansuchen. Es werden dann aber nicht nur Asylwerber unterrichtet, sondern auch 24 Stunden Pflegekräfte.

Regina Petrik, Grüne

Regina Petrik, Grüne

Petrik meint: „Natürlich ist es eine große Herausforderung, viele Deutschkurse genau dort anzubieten, wo sie gebraucht werden und das zu einem Preis, der für die Betroffenen leistbar ist.  Ich werde den Eindruck nicht los, dass es bei den Entscheidungen der Landesregierung weniger um zügige Problemlösung, sondern mehr um zunehmende Kontrolle und Machtkonzentration geht.“

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Grüne kritisieren Deutschkurse

  1. Das ist wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie besorgt die Grünen um die Asylwerber sind. Natürlich sollen diese leistbare Deutschkurse bekommen, aber immer alles auf den Rücken der Steuerzahler zu finanzieren ist auch keine Lösung. Ich finde die Kosten für einen Asylwerber auch hoch, aber dieser bezahlt das doch meistens mit dem Geld, dass ihm unser Staat zur Verfügung stellt. Es wäre auch einfacher Deutschkurse in den Bezirkshauptstädten abzuhalten, statt in jeder Gemeinde. Da stellt sich aber die Frage wo die Erreichbarkeit nicht gegeben ist, wenn der Kurs in der Gemeinde stattfindet. Ich bin auch der Meinung, dass es für jeden Asylwerber und sonstige Deutschkurs Besucher zumutbar ist, in die Bezirkshauptstadt zu fahren. Zur Finanzierung und den Kosten für die Lehrer ist noch zu sagen, dass auch noch Sozial- und Arbeitgeberabgaben anfallen. Das die Kurse auch von Pflegekräften besucht werden können, finden ich äußerst positiv. Es ist auch nicht einzusehen, dass für diese wieder ein extra Deutschkurs abgehalten wird.

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