ÖVP: So denkt die Basis

Eisenstadt, 23. 3. 2016 –

750 ÖVP Mitglieder sagen ihre Meinung

Die Themen waren Wirtschaft, Bargeld, Vereine und Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Wirtschaft:

82 Prozent der Befragten sind die Maßnahmen der Landesregierung nicht ausreichend. Während von LH Hans Niessl das Jahr 2016 zum Jahr der Bildung proklamiert wurde, möchte die VP das Jahr zum Jahr der Wirtschaft machen. „Mit dem Jahresschwerpunkt „Starke Wirtschaft. Starkes Land“ besinnen wir uns auf eine unserer Kernkompetenzen, so Landesgeschäftsführer Christoph Wolf. Ein Ausrufen zum Jahr der Wirtschaft wird aber nicht ausreichen. Konstruktive Vorschläge wären besser geeignet die Wirtschaft zu Unterstützen, als nur ein Jahr der Wirtschaft auszurufen.

 

Bargeld:

97 Prozent gaben an für Bargeld zu sein. Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich, da jeder gerne ein wenig Bargeld mithat, sei es für einen Kaffee oder kleinere Einkäufe. Die völlige Kontrollmöglichkeit der Menschen ohne Bargeld wäre unserer Meinung nach schon ein starkes Argument für Bargeld. Außerdem wollen uns die Bargelabschaffer wohl völlig den Banken ausliefern, die dann gleich das Geld für ihre Rettung von den Zwangskonten der Bürger abbuchen könnten. Also einfach eine no-na Frage.

 

Vereinsfeste erhalten:

98 Prozent sehen in den Vereinsfesten eine Bereicherung des Dorflebens. 90 Prozent sind für eine Vereinfachung der gesetzlichen Grundlagen für Vereinsfeste. 77 Prozent der ÖVP Mitglieder sind der Meinung, dass Vereinsfeste die lokale Gastronomie nicht gefährden. 100 Prozent der Befragten dürfte entgangen sein, dass die Landesregierung in der letzten Landtagssitzung ein neues Vereinsgesetz beschlossen hat, das eine Vereinfachung von Veranstaltungen ermöglicht.

Zitat Wolf: „Aber die Gastronomie ist wütend. Rauchverbot, Barrierefreiheit, Allergene und jetzt die Registrierkassa – Gastronomen wurden in den letzten Jahren mit vielen Auflagen konfrontiert“, so Wolf. „Hinsichtlich Vereinsfeste pochen wir auf Kooperationsregeln für Vereine und Wirte.“

Es dürfte den ÖVP Mitgliedern und Christoph Wolf auch entgangen sein, dass Bundes ÖVP alle von ihm kritisierten Punkte im Parlament mitbeschlossen hat.

 

Arbeitnehmerfreizügigkeit:

Zitat Wolf: Mehr als drei Viertel der Befragten gaben klar an, dass sie sich am Arbeitsmarkt nicht von ausländischen Beschäftigten verdrängt fühlen. Mehr noch, 86 Prozent der Befragten denken, dass das Burgenland in gewissen Branchen auf ausländische Beschäftigte angewiesen ist. „Anstatt die Arbeitnehmerfreizügigkeit einzuschränken, solle Rot-Blau lieber Initiativen zur Schaffung von Arbeitsplätzen setzen, fanden rund drei Viertel der Befragten“, so Wolf abschließend.

Wenn man bedenkt, dass in den letzten Jahren jeder neu geschaffene Arbeitsplatz an einen Ausländer gegangen ist, sollte die ÖVP einmal überlegen ob Umfragen nicht nur unter Mitgliedern gemacht werden sollen. Repräsentativ ist eine solche Umfrage sicher nicht.

 

övp

LGF LAbg. Mag. Christoph Wolf, ÖVP

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