Hilfsorganisationen sollen Spenden abliefern

Eisenstadt, 21. 3. 2016 –

Die Grünen Burgenland sprechen sich vehement gegen diese wahnwitzige Idee des Innenministeriums aus.

Laut Medienberichten plant der Staat Österreich, jene Spendengelder, die Hilfsorganisationen für ihre Flüchtlingsarbeit erhalten haben, von den staatlichen Fördergeldern an diese Organisationen abzuziehen. Die beiden Grünen Landtagsabgeordneten aus dem Burgenland sprechen sich vehement gegen dieses Vorhaben aus.

Regina Petrik: „Menschen, die Hilfsorganisationen Geld spenden, tun das, weil sie diesen vertrauen. Wenn die Regierung dieses Geld einkassieren will, gleicht das einer Verhöhnung der Spendenden und bricht die Vertrauensbasis zu den NGOs.“ So etwas dürfe nicht zugelassen werden, es vernichte jene Organisationen, die den Staat Österreich vergangenes Jahr vor einer Riesenblamage gerettet haben. Die Grüne Landessprecherin fragt sich: „Wo hört diese unverschämte Forderung auf? Will sich der Staat dann auch Kosten im Pflege- und Sozialwesen auf dem Rücken von Freiwilligenorganisationen ersparen und durch Spenden finanzieren lassen?“

STAAT SPART OHNEHIN VIEL GELD DURCH EHRENAMTLICHE ARBEIT

Wolfgang Spitzmüller: „Diese irre Idee kann nur entstehen, wenn man keine Ahnung hat, was alleine die ehrenamtliche Arbeit, die in Hilfsorganisationen geleistet wird, tagtäglich an Geld erspart“, ärgert sich der Landtagsabgeordnete und zählt auf: „Deutschkurse, Fahrtendienste, Beschäftigungsprogramme, das Organisieren von gebrauchten Gratismöbeln und vieles mehr. Diese unzähligen ehrenamtlich geleisteten Stunden von Freiwilligen haben einen großen Wert – wenn auch nichts dafür bezahlt wird.“

 

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