Übergabe einer EDV-Grundausstattung, Feuerwehrleistungsbericht 2015

Eisenstadt, 16. 3. 2016 –

Übergabe einer EDV-Grundausstattung für Groß- und Katastropheneinsätze und Bilanz der burgenländischen Feuerwehren 2015

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landeshauptmann-Stellvertreter Feuerwehrreferent Johann Tschürtz und Landesfeuerwehrkommandant LBD Ing. Alois Kögl am 16. März 2016 im Landesfeuerwehrkommando Burgenland übergab LH-Stv. Johann Tschürtz den Bezirksfeuerwehrkommandanten und dem Leiter der Landesfeuerwehrschule OBR Mag. Josef Bader Notebooks mit der Lageführungssoftware „Geobyte“. Alle Einsatzorganisationen (Behörden, Feuerwehr und Rettungsorganisationen) und in weiterer Folge die Bezirkshauptmannschaften werden mit diesem einheitlichen Lageführungsprogramm ausgerüstet und arbeiten. Die Schulungen auf diese Führungssoftware werden seitens der Feuerwehr in den nächsten sechs Monaten landesweit abgeschlossen sein.

 

Notebooks zur Lageführung übergeben

„Durch das Lageführungssystem soll im Land Burgenland eine einheitliche Plattform für die Stabsarbeit und Lageführung bei Großschadensfällen und Katastrophen geschaffen werden. Ein Vorteil der Software GEOBYTE besteht darin, dass eine Schnittstelle zum bereits bestehenden Einsatzleitsystem in der Landessicherheitszentrale vorhanden ist, womit ständig ein aktuelles Lagebild über alle laufenden Einsätze, alle noch nicht abgearbeiteten Einsätze und über alle Einsatzmittel gewährleistet ist. Da auch alle Einsatzmittel bei den Einsatzorganisationen über diese Schnittstelle ständig aktuell gehalten werden, ist keine getrennte Datenpflege erforderlich“, so LH-Stv. Feuerwehrreferent Johann Tschürtz. „Die Gesamtkosten für die 28 Notebooks inkl. Software und Zubehör betragen 53.000,- Euro und wurden aus Mitteln des Amtes der Burgenländischen Landesregierung getragen. Gleichzeitig wies LH-Stv. Tschürtz auf die Erhöhung der Budgetmittel zur Führung des Landesfeuerwehrkommandos und zum Betrieb der Feuerwehrschule hin. „Die burgenländischen Feuerwehren sind seit Jahren ein fester Bestandteil in dem Sicherheitsgefüge unseres Heimatlandes. Ich habe mich daher dafür eingesetzt, dass die entsprechenden Budgetmittel für das Landesfeuerkommando im Jahr 2016 von 2,3 Mio. auf 2,5 Mio Euro erhöht wurden.“

 

Eindrucksvolle Bilanz

Landesfeuerwehrkommandant Ing. Alois Kögl präsentierte eine eindrucksvolle Leistungsbilanz der burgenländischen Feuerwehren. Mit den 318 freiwilligen Orts- und Stadtfeuerwehren und den sieben Betriebsfeuerwehren besteht im Burgenland ein dichtes Sicherheitsnetz. Rund um die Uhr sind die Mitglieder der Feuerwehren bereit, Brände zu löschen, Menschen und Tieren in Notlagen zu helfen, Fahrzeuge zu bergen und Katastrophen zu bekämpfen. „Im Jahr 2015 rückten die Feuerwehren in Burgenland zu 4.202 Technischen Einsätzen und zu 1.374 Brandeinsätzen aus. 38.837 Feuerwehrmitglieder leisteten dabei 65.988 Einsatzstunden“, so LBD Ing. Kögl. „93 % der Einsätze werden dabei von der erstausrückenden Feuerwehr abdeckt.“

Äußerst erfreulich entwickelte sich auch der Lehrgangsbesuch an der Bgld. Landesfeuerwehrschule. Bei den 174 im Jahr 2015 angebotenen Lehrgängen konnten insgesamt 4.944 Lehrgangsteilnehmer begrüßt werden, was einen neuen Teilnehmerrekord bedeutet.

Beachtlich ist auch der Mitgliederstand: „Mit Stichtag 31.12.2015 waren genau 16.917 Burgenländerinnen und Burgenländer Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr. Nahezu 8 %, nämlich 1.334 Mitglieder sind weiblich. Auch der Feuerwehrnachwuchs – Jugendliche vom 10. bis zum 16. Lebensjahr entwickelte sich prächtig. Die Mitgliederzahl konnte im abgelaufenen Berichtsjahr von 1.528 auf 1.678 Mädchen und Burschen gesteigert werden“ so LBD Ing. Kögl.

Mit einer Terminvorschau auf die Veranstaltungen auf Landes- und Bundesebene sowie mit der Beantwortung von Fragen zur geplanten Novelle des Feuerwehrgesetzes endete die gemeinsame Pressekonferenz im Landesfeuerwehrkommando Burgenland.

 

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