SPÖ: Bgld. Eier, Stiftung für Zielpunkt Beschäftigte, Tourismus, Tertiäre Ausbildung

Eisenstadt, 15. 3. 2016 –

Burgenländische Eierproduzenten generieren 10,8 Millionen € Wertschöpfung

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Ostergruß an Landeshauptmann Hans Niessl: Johann Werkovits (r.), Obmann der Arbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes und Ing. Wolfgang Pleier (l.), Burgenländische Wirtschaftskammer Abteilung Tierzucht, mit Landeshauptmann Hans Niessl

Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes überbrachten Ostergruß an LH Niessl

Johann Werkovits, Obmann der Arbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes und Ing. Wolfgang Pleier, Burgenländische Wirtschaftskammer Abteilung Tierzucht , nahmen die bevorstehenden Osterfeiertage zum Anlass, Landeshauptmann Hans Niessl einen Ostergruß zu überbringen. In Österreich leben derzeit über 6,3 Millionen Legehennen, davon ca. 4,2 Millionen (ca. 68%) in Bodenhaltung. Die in Österreich zweithäufigste Haltungsform ist die Freilandhaltung mit 1,2 Millionen (etwa 20%) Tieren. Der Anteil der Biolegehennen ist in Österreich mit über 650.000 Tieren (etwa 10%) überdurchschnittlich hoch, dafür sind nur 2 % in ausgestalteten Käfigen untergebracht. Im Burgenland gibt es laut der Arbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Geflügelwirtschaft des Burgenlandes 43 registrierte Betriebe (österreichweit 1.865 registrierte Betriebe) mit 355.131 Legehennen (5,7% des Österreichbestandes). Die Wertschöpfung aus Eiererzeugung im Burgenland liegt bei 10,8 Millionen Euro, das entspricht 16,4% der tierischen Erzeugung im Burgenland.


Burgenland: Soziallandesrat Norbert Darabos und GPA-djp starten Initiative für Stiftung für Zielpunkt-Beschäftigte

Erprobtes Mittel der Arbeitsmarktpolitik gezielt einsetzen

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Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Der Burgenländische Sozialllandesrat Norbert Darabos und der Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Michael Pieber haben gemeinsam die Initiative zur Schaffung einer regionalen Arbeitsstiftung für die burgenländischen Beschäftigten von Zielpunkt ergriffen. In einem gemeinsamen Aufruf, möchten sie alle ZielpunktmitarbeiterInnen daran erinnern, ihr Interesse der Gewerkschaft oder dem AMS zu melden.

„Für die Beschäftigten abseits der großen städtischen Ballungsräume gestaltet sich die Suche nach einer neuen Anstellung in der Regel schwieriger. Daher ist es für uns als Verantwortliche im Land selbstverständlich, dass wir die Schaffung einer Stiftung für von Kündigung betroffenen Zielpunkt MitarbeiterInnen unterstützen“, so Soziallandesrat Norbert Darabos.

„Nachdem die Eigentümer von Zielpunkt durch die überraschende Insolvenz, die unter teilweise sehr fragwürdigen Bedingungen zustande kam, tausende Beschäftigte im Regen haben stehen lassen, haben wir nichts unversucht gelassen, um den Betroffenen beizustehen. Wir haben alles in die Wege geleitet, um den Zielpunkt-MitarbeiterInnen eine neue Zukunftsperspektive zu eröffnen. Eines in der Vergangenheit schon häufig erfolgreich erprobtes Mittel ist jenes der Arbeitsstiftung“, erklärt der Regionalgeschäftsführer der GPA-djp-Burgenland.

In einer Stiftung hat ein/e ArbeitnehmerIn die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Eingangsphase mit einem Berufsorientierungsmodul beruflich neu zu orientieren und weiterzubilden bis zu einer maximalen Dauer von bis zu 4 Jahren. Für die Dauer einer Stiftung erhalten die TeilnehmerInnen ein sogenanntes Stiftungsarbeitslosengeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes.

Derzeit erhebt die GPA-djp unter den Betroffenen den Bedarf und die Nachfrage an einer Stiftungsmaßnahme, um dann zielgerichtet dieses erfolgreiche und erprobte Mittel der Arbeitsmarktpolitik umzusetzen. Der burgenländische Soziallandesrat Norbert Darabos und die GPA-djp rufen alle ZielpunktmitarbeiterInnen auf, sich so rasch als möglich bei der Gewerkschaft oder dem AMS zu melden, wenn Interesse an der Teilnahme der Arbeitsstiftung besteht. Aktuell haben sich bereits knapp 100 Interessierte gemeldet.


Tourismus: Land verstärkt positiven Kurs durch 20 Fördermillionen bis 2020

SPÖ: Starke Impulse durch Additionalitätsprogramm und Tourismusgesetz

spöEine Fortsetzung des Wachstumskurses im burgenländischen Tourismus durch zusätzliche Investitionen kündigten heute Landtagspräsident Christian Illedits in seiner Funktion als SP-Tourismussprecher und SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich an. Am Donnerstag wird das Additionalitäts-Programm im Landtag behandelt. 43,55 Millionen aus Landesmitteln sieht es bis zum Jahr 2020 für die Kofinanzierung von Projekten zur regionalen Entwicklung vor. „Fast 20 Millionen aus Landesmitteln kommen allein dem Tourismus zugute – mit dieser Investitionsoffensive wollen wir die starke Position des Burgenlandes im Qualitätstourismus weiter ausbauen“, betonte Klubchef Hergovich. Mit den Nächtigungszuwächsen im bisherigen Winterhalbjahr 2015/16 liegt das Burgenland im Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Das neue Tourismusgesetz sorge für verbesserte Rahmenbedingungen, erklärte Christian Illedits: „Auch im Hinblick auf die Auslösung von Fördergeldern spielt das neue Gesetz eine wichtige Rolle. Die neuen, größeren Tourismusverbände können auch höhere Einnahmen erzielen und verfügen damit über mehr Eigenmittel für förderbare Projekte.“

Die Entwicklung des heimischen Tourismus geriet zuletzt ins Fadenkreuz parteipolitischer Diskussionen. „Bis Mitte 2015 zeichneten ÖVP und SPÖ gemeinsam für den Tourismus verantwortlich. Trotzdem übt die ÖVP jetzt Kritik an der Nächtigungsbilanz 2015. Das ist politisch schlechter Stil und schädlich für den Tourismus – denn gibt es keinen anderen Wirtschaftsbereich, der so stark von einer positiven Stimmung nach außen abhängt“, bemerkte Klubobmann Robert Hergovich. Während für das Gesamtjahr 2015 ein leichtes Nächtigungsplus dokumentiert ist, zeigt die Statistik im bisherigen Winterhalbjahr 2015/16 einen starken Zuwachs: Die Nächtigungen von November bis Jänner stiegen um 3,3, Prozent im Vergleich zum Vorjahr – damit liegt das Burgenland bundesweit an erster Stelle.

Trotz zufriedenstellender Bilanzen muss der Wachstumskurs aktiv aufrechterhalten werden. „Die Branche sichert rund 14.000 Arbeitsplätze und erzielte 2015 den Umsatzrekord von über einer Milliarde Euro, was Wertschöpfungseffekte in der Höhe von 740 Millionen Euro bedeutet“, erklärte SPÖ-Tourismussprecher Christian Illedits. Verglichen mit dem Jahr 2000 ist das nahezu eine Verdoppelung.

„Eine Detailanalyse bestätigt auch im Burgenland den internationalen Trend zu kürzeren Aufenthalten von durchschnittlich drei Tagen. Es müssen daher noch mehr Gäste vom Urlaub im Burgenland begeistert werden“, erläuterte Hergovich. Um den Rückenwind zu verstärken, beschließt der Landtag in seiner Sitzung am Donnerstag ein umfassendes Förderprogramm. Rund 20 Millionen Euro allein aus Landesmitteln sieht das Additionalitäts-Programm Burgenland 2014-2020 EFRE für die Förderung von Tourismus- und Freizeitbetrieben, Tourismusmarketing und -organisationen, die touristische Infrastruktur sowie kulturelle Ressourcen und Angebote in Verbindung mit Tourismus vor. Dazu kommen projektbezogen 15 Millionen Euro von Seiten des Bundes.

Gelder, die künftig noch gezielter als bisher zum Einsatz kommen: Die Novellierung des neuen Tourismusgesetzes hat eine schlanke Verwaltungsstruktur zum Ergebnis. In Zahlen gegossen, bedeutet dies eine Reduktion von ehemals 130 auf maximal 19 Tourismusverbände nach Abschluss der Umstrukturierung. Seit Beginn der Neuorganisation im Vorjahr wurden bereits 90 Tourismusverbände aufgelöst, bis Jahresmitte sollen sich weitere schlagkräftige Verbände organisieren.

Illedits: „Größere Verbände generieren mehr Einnahmen, was es ihnen erleichtert, Fördergelder auszulösen. Gemeinsam mit den beiden Kurorten Bad Sauerbrunn und Bad Tatzmannsdorf repräsentieren die 14 Tourismusverbände, die bereits im Sinne des neuen Gesetzes bestehen, etwa 2,3 Millionen Nächtigungen. Das entspricht rund 80 Prozent der Nächtigungen im Burgenland.“ Die Zusammenschlüsse heben das Marketingpotential der einzelnen Verbände und verringern die Kosten, sind die SPÖ-Mandatare überzeugt.


Tertiäre Ausbildung als Treiber für Forschung und Innovation

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v.l.: Mag. Dr. Walter Degendorfer, Rektor der Pädagogischen Hochschule Burgenland, Bildungsreferent Landeshauptmann Hans Niessl, Mag. Georg Pehm, Geschäftsführer der Fachhochschule Burgenland

LH Niessl: „Bildung ist der Rohstoff für den Wohlstand der Zukunft“

Neue Wege und Ziele im Bereich der tertiären Ausbildung waren Thema eines Pressegesprächs mit Bildungsreferent Landeshauptmann Hans Niessl, Mag. Dr. Walter Degendorfer, Rektor der Pädagogischen Hochschule Burgenland, und Mag. Georg Pehm, Geschäftsführer der Fachhochschule Burgenland, heute, Dienstag. Noch bessere Vernetzung zwischen den burgenländischen Hochschulen untereinander und mit der Wirtschaft, die Etablierung wissensbasierter Wirtschaft und die Internationalisierung sollen das Burgenland zukunftsfit machen.

Vorsprung durch Wissen
Der wirtschaftliche Aufstieg des Burgenlandes sei eng mit dem modernen Bildungssystem im Burgenland verbunden. „Gut ausgebildete junge Menschen sind die Voraussetzung für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg im Land. Bildung ist der Rohstoff für den Wohlstand der Zukunft“, betonte Niessl. Gerade im Bereich der Bildung habe es im Burgenland eine beispielhafte Entwicklung gegeben – mit dem Ausbau der Fachhochschulstudiengänge und der Errichtung der Pädagogischen Hochschule Burgenland als wichtige Schwerpunkte. Auf dem neuen Weg, der nun im Burgenland auch im Bildungsbereich seit einigen Monaten eingeschlagen werde, hätten diese beiden Einrichtungen einen Auftrag zu erfüllen, namentlich im Hinblick auf wissensbasierte Wirtschaft. „Wir wollen im Burgenland einen Vorsprung durch Wissen erreichen“.

FH Burgenland: Ort der Forschung mit Rekordzahl an StudentInnen
Auf eine rasante Entwicklung darf die FH Burgenland zurückblicken: Im Jahr 1994 mit 135 Studierenden gestartet, verzeichnet die FH im aktuellen Studienjahr 2.136 StudentInnen. Aktuell werden in 5 Departments insgesamt 21 Studiengänge angeboten, wobei mittlerweile jeder 2. Student ein technisches Studium belegt. Die Schwerpunkte in den technischen Disziplinen werden deshalb weiter ausgebaut. Im kommenden Studienjahr startet der neue Studiengang „Gebäudeautomation“. „Den Technikern gehört die Zukunft“, ist Niessl überzeugt. Wissensbasierte Wirtschaft erfordere aber auch die Erhöhung der Forschungsquote, die zuletzt auf 0,90 % gesteigert werden konnte. „Wir wollen bis zum Jahr 2020 deutlich über ein Prozent kommen. Ein ambitioniertes Ziel, bei dem der Fachhochschule als einem Ort der Forschung eine zentrale Aufgabe zukommt“, so der Landeshauptmann. „Es ist mir ganz wichtig, dass dabei die Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft gepflegt wird“. Die burgenländischen Fachhochschulen prägten die Identität des Burgenlandes mit, trügen zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, und sie seien Treiber der Forschung und Innovation im Land, nennt Pehm drei wichtige Aspekte. Aktuell sei die FH an 80 Projekten mit 90 Unternehmen beteiligt, und man habe 70 Hochschulpartner weltweit.

PH Burgenland: e-Learning, virtuelles Klassenzimmer und internationale Vernetzung
Ausbildung, Fort- und Weiterbildung von in Dienst stehenden PädgogInnen, Freizeit- und KindergartenpädagogInnen sowie die pädagogische Unterstützungsleistung von Schulen sind die drei Säulen der Pädagogischen Hochschule, die es erst seit 2007 gibt. 300 bis 350 Studierende werden im Jahresschnitt gezählt. Mit ihrer Methodenvielfalt, etwa im Bereich der Neuen Medien oder e-Learning, und der virtuellen PH vermittelt sie Qualifikation auf der Höhe der Zeit. Vorbildlich ist auch die praxisorientierte Ausbildung – Studierende stehen während ihrer Ausbildung zwei Jahre im Klassenzimmer. Die PH Burgenland ist auch international hervorragend vernetzt: Mehr als 60 internationale Partneruniversitäten und Hochschulen und ein äußerst erfolgreiches Erasmus-Programm im Bereich Studenten- und Lehrenden-Austausch belegen dies. Gut aufgestellt sei man auch mit den Volksgruppensprachen im Land, eine zentrale Säule der PH Burgenland.

Junge Menschen haben Recht auf beste Bildung
Niessl sieht die Fachhochschule und die Pädagogische Hochschule auf einem sehr guten Weg; mit diesen Einrichtungen werde „Vorsprung durch Bildung“ geschaffen.  „Kinder und Jugendliche haben das Recht auf beste Bildung. Wir werden daran arbeiten, dass das Burgenland das beste Bildungssystem in Österreich hat, das ist unser Ziel“, so der Bildungsreferent.

 

 

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