10. 3. 2016 – Kuhmentar des Tages vom EU-Bauer

Villach, 10. 3. 2016 –

Betreff: Bravo, Herr Handy-Rebell!

EU Bauer

Ein Gemeinderat beschließt dem Aufbau eines Handymasten keine Genehmigung zu erteilen. Grund: Gesundheitliche Bedenken. Der Mobilfunkbetreiber klagt. Die Staatsanwaltschaft wird eingeschaltet. Neun Jahre später ergeht das Urteil mit der Begründung, Amtsmissbrauch. Über gesundheitliche Belange darf der Gemeinderat nicht urteilen. Die Rechnung die der Bürgermeister als Vorsitzender der GR-Sitzungbegleichen muss, 7 Monate bedingt. So geschehen, falls die kolportierte Meldung stimmt. Meine Frage zu dem Urteil lautet: Das Erkenntnis, dass es in unmittelbarer Nähe von Strom- und Handymasten zu psychischen und damit verbunden physischen Belastungen kommt, gibt es schon sehr viel länger als neun Jahre. Die Befürchtungen des Gemeinderates fußen also auf medizinischen Forschungsergebnissen, die der hohen Gerichtsbarkeit scheinbar verborgen geblieben sind. Oder haben Handybetreiber so viel Macht? Wo anders ginge es vermutlich leichter. Doch in besagter Stadt leben keine Lobbyisten und keine den Multikonzernen um jeden Preis ergebene Verantwortliche. Meine Meinung dazu: Bravo! Dieses Urteil kann man erhobenen Hauptes annehmen. Gedanken müssten sich eher jene machen, die es ausgesprochen haben.

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