Arbeitslose versus Ausländer

Eisenstadt, 7. 3. 2016 –

Damit die Milchmädchenrechnung aufgeht

Zur geführten Debatte über eine Beschäftigung von ausländischen Fachkräften bringt die Wirtschaftskammer nun einen konkreten Vorschlag, um mehr Burgenländer in die Beschäftigung zu bringen.

Wer A wie Ausländer sagt, muss auch B wie Besserqualifizierung sagen. Nach wie vor kritisch sieht man in der Wirtschaftskammer das von FPÖ und SPÖ getriebene Gegenrechnen von Arbeitslosen mit Beschäftigten aus dem Ausland  und das daraus abgeleitete Beschäftigungsverbot von ausländischen Fachkräften.

„Unabhängig von der Problematik des Konflikts mit der EU-Grundfreiheit des freien Personenverkehrs kann die Rechnung so nicht aufgehen“, sagt Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. Derzeit sind von den etwa 14.000 Arbeitslosen im Burgenland viele unzureichend oder falsch qualifiziert.

Die Wirtschaftskammer hat daher ein detailliertes Konzept für entsprechende Facharbeiter-Intensivausbildungen ausgearbeitet, und zwar in jenen Branchen wo aktuell die meisten Ausländer beschäftigt sind. Konkret handelt es sich um Maurer, Metalltechniker, Bauarbeiter, Köche, Restaurantfachleute, Hotel- und Gastgewerbeassistenten, Pflegeberufe sowie Berufskraftfahrer. „Damit wollen wir das Land und das AMS konfrontieren. Denn wer wirklich inländische Arbeitslose in Beschäftigung bringen will, muss auch entsprechende Aktivitäten setzen“, so Nemeth.

 

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