Starke Initiativen für Frauen

Eisenstadt, 7. 3. 2016 –

Bei der Ausübung der gleichen Berufe werden Frauen häufig schlechter bezahlt als männliche Kollegen.

Diese und andere Ungerechtigkeiten wollen wir mit unseren starken Initiativen bekämpfen – zum Beispiel indem Leitungsfunktionen im Landesdienst auch als Teilzeitjobs angeboten werden“, erklärt Landesparteiobmann Thomas Steiner.

Gemeinsam mit Klubobmann Christian Sagartz und Frauensprecherin Michaela Resetar erklärt Thomas Steiner: „Frauen erledigen in vielen Haushalten noch immer die Hauptaufgaben, egal ob es um Erziehung der Kinder oder Pflege von Angehörigen geht. Um den Frauenanteil in Leitungspositionen zu heben, sollten im Landesdienst mehr Teilzeitmöglichkeiten auch für Führungskräfte ermöglicht werden. Das wäre ein konkreter und starker Schritt, um Frauen mehr Chancen zu ermöglichen!“

Die Volkspartei Burgenland bringt dazu einen Antrag im Burgenländischen Landtag ein. Im Landesdienst liegt der Anteil der weiblichen Landesbediensteten laut Gleichbehandlungsbericht für den Zeitraum 2012 bis 2014 bei 65 Prozent, der Anteil der Frauen an Leitungsfunktionen jedoch bei lediglich 30 Prozent. „Hier besteht Nachholbedarf, denn Frauen haben im Vergleich zu Männern einen höheren Anteil an Studienabschlüssen“, so Thomas Steiner. Ein weiterer Schritt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wäre auch das Angebot für Landesbedienstete, einen Teil ihrer Arbeitszeit in Form von Homeoffice zu erbringen. „Damit könnte das Land einen wichtigen Beitrag in der Frauenbeschäftigung leisten und Vorbild sein für andere.“

 

Resetar: ÖVP-Kritik an SPÖ-Dunst

ÖVP-Frauensprecherin Michaela Resetar unterstreicht die Sinnhaftigkeit dieses Vorschlags: „Wir müssen die Gleichberechtigung der Frauen in Führungspositionen voranbringen. In zahlreichen Privatbetrieben wird bereits vorgelebt, dass Teilzeit-Führungskräfte möglich sind – das Land Burgenland sollte hier nicht nachstehen!“

„Leider ist die zuständige SPÖ-Landesrätin Dunst seit Jahren untätig: Wir haben viele Ankündigungen gehört, es gibt jedoch keine einzige konkrete Verbesserung für die Situation der Frauen. Weder wurde der Anteil der Frauen in der Technik gesteigert, noch konnte die Frauenarbeitslosigkeit in ihrer Amtszeit gesenkt werden“, kritisiert die Frauensprecherin.

In punkto Familienpolitik ist ein entscheidender Faktor Wahlfreiheit: „Kindeswohl, Wahlfreiheit und Vereinbarkeit stehen im Mittelpunkt unserer Familienpolitik. Wir setzen auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und forcieren den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Familien sollen aber frei entscheiden können, ob sie diese nutzen wollen oder nicht. Für uns ist klar: Unsere Bürgermeister und Gemeinderäte vor Ort wissen am besten, wo der Schuh drückt und wo und wie sinnvoll investiert werden soll, um einen bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuungsangebote zu erreichen. Die Gemeinden müssen noch stärker in die Entscheidungen eingebunden werden“, so Resetar.

 

Sagartz: Rot-Blau geht als Umsetzungszwerg in Geschichte ein

Der ÖVP-Klubobmann weist auf ein drängendes Problem hin: „Statistisch gesehen wird in jeder vierten Familie in Österreich Pflegetätigkeit geleistet. Der weitaus überwiegende Anteil wird von Frauen übernommen. Gottseidank werden wir immer älter – damit steigt aber auch die Zahl der betagten und häufig pflegebedürftigen Menschen über 80 Jahren.“ Es könne nicht sein, dass die Familien und vor allem die Frauen mit diesem Problem alleingelassen werden. „Wir setzen uns daher für die Attraktivierung und Professionalisierung der Pflegeberufe ein. Die älteren und pflegebedürftigen Menschen unseres Landes haben ein Recht auf Pflege in der Nähe ihres Wohnortes. Für die soziale Absicherung der älteren Generation braucht es daher laufend Angebote für Betreutes Wohnen und geeignete Pflegeeinrichtungen.“

„Der von Rot-Blau im Vorjahr angekündigte Burgenländische Pakt für Beschäftigung ist indes noch immer nicht umgesetzt“, erinnert Christian Sagartz an weitere rot-blaue Fehlleistungen. „Nießl und Tschürtz haben arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für die einzelnen Regionen und Bezirke versprochen. Die regionale Umsetzung ist bis heute ausgeblieben. Mit dieser rot-blauen Untätigkeit kann der steigenden Frauenarbeitslosigkeit nicht beigekommen werden!“

Die Volkspartei Burgenland ist die stärkste Opposition, die das Burgenland jemals hatte. „Die rot-blaue Landesregierung gibt sich unterdessen alle Mühe, ihrem Ruf als schwächste Landesregierung aller Zeiten gerecht zu werden. Nach Monaten der Untätigkeit ist aber nun Schluss mit lustig: Die Ankündigungsriesen Nießl und Tschürtz sollen endlich mehr Gelder für Beschäftigungsmaßnahmen freigeben, damit die steigende Arbeitslosigkeit eingedämmt wird. Oder will Rot-Blau wirklich als Umsetzungszwerg in Burgenlands Geschichte eingehen?“, fragt Sagartz.

 

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