6. 3. 2016 – Kuhmentar des Tages vom EU-Bauer

Villach, 6. 3. 2016 –

Betreff: Türkei und Pressefreiheit

EU Bauer

Eine Zeitung wird beschlagnahmt, damit sie künftig an Erdogans Zukunftsplänen mitkritzeln kann. Ein Faustschlag ins Gesicht pressefreiheitsverbundener Journalisten. Aber wie sieht´s wirklich mit der Pressefreiheit aus. Global gesehen. Gerade die Berichterstattung, das politische Geschehen anbelangend, zeigt es. Die Freiheit zu schreiben, steht ja außer Zweifel. Mit der Veröffentlichung der Wahrheit, das hat man ja das Flüchtlings- und viele andere Probleme betreffend in letzter Zeit gesehen, sieht es schon etwas anders aus. Wenn ein Medium abhängig von der Fütterhand ist, pinkelt man nötigenfalls auch gegen den Wind und gegen die eigene Überzeugung. Der alte Pressekrampf zwischen Wahrheit und Freiheit mutiert zur Sache der Interpretation. Geht es aber darum, einen unbedeutenden Individual-Homo-sapiens einen vor den Latz zu knallen, dann verstecken sich Journalisten sehr wohl hinter dem Deckelmäntelchen der Pressefreiheit. Es kommt halt immer auf die eine Sache an. Wer zahlt, der mahlt. Beispiel: Wenn „Meister Propper“ eine Werbung bezahlt, steht nirgends in der Broschüre, dass kein Muskelprotz kommt, der die Wohnung putzt! Man nimmt sich halt die Freiheit zu schweigen. Auch eine Art Pressefreiheit.

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