Registrierkassenpflicht auch für Landwirtschaft

Eisenstadt, 3. 3. 2016 –

Registrierkassenpflicht – Anschaffungsbeihilfe des Landes Burgenland soll auch für Landwirtschaft gelten

lwk

Präsident Ök.-Rat
Franz Stefan Hautzinger
Burgenländische Landwirtschaftskammer

Präsident Franz Stefan Hautzinger begrüßt die Initiative des Landes Burgenland, kleinen burgenländischen Gastwirten die Anschaffung einer Registrierkasse mit einem Betrag von € 200,– zu bezuschussen.

„Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum die Landesregierung unseren kleinen Buschenschank- und bäuerlichen Direktvermarktungsbetrieben diese finanzielle Hilfestellung vorenthält. Die 250 bäuerlichen Direktvermarkter entwickeln sich immer mehr als wichtige Nahversorger für die Menschen im ländlichen Raum und der Großteil der 500 Buschenschankbetriebe spielen gerade für den Tourismus unseres Landes eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ich appelliere daher an die Landesregierung, auch den bäuerlichen Direktvermarktern und den Buschenschankbetrieben den Förderbetrag von € 200,– für den Ankauf einer Registrierkasse zu gewähren“, so Hautzinger.

Präsident Hautzinger verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Bemühungen der Landwirtschaftskammer auf Bundesebene die Untergrenze für die Registrierkassenpflicht für alle Betriebe von € 7.500,– auf € 15.000,– zu erhöhen. „Dadurch wäre vielen Kleinbetrieben im bäuerlichen und gewerblichen Bereich wirklich geholfen. Ansonsten ist nämlich zu befürchten, dass viele kleine Betriebe aufgrund dieser neuen bürokratischen Hürde ihre Tätigkeit früher oder später einstellen“, so Hautzinger abschließend.

 

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Ein Gedanke zu “Registrierkassenpflicht auch für Landwirtschaft

  1. Reation der FPÖ:

    LWK verlangt Registrierkassenförderung: FPÖ zeigt Verständnis, verweist aber an ÖVP

    Gestern gaben SPÖ und FPÖ bekannt, Dorfwirte bei der Anschaffung von Registrierkassen finanziell zu unterstützen. Die Förderung des Landes ist auf Wirtshausbetriebe, die eine gewisse Mitarbeiteranzahl nicht übertreffen, beschränkt – und das löst verständlicherweise entsprechende Forderungen aus anderen Bereichen aus.

    So forderte heute der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Franz Stefan Hautzinger, auch bäuerlichen Direktvermarktern und Buschenschankbetrieben Förderungen zu gewähren. FPÖ-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Karin Stampfel zeigt Verständnis, stellt aber klar:

    „Als ranghoher ÖVP-Funktionier weiß Hautzinger ganz genau, wem die eher unglücklichen Umstände der Registrierkassenpflicht zu verdanken sind: nämlich der ÖVP. Ja, der Katalog der Ausnahmen könnte länger sein. Unser Wirtschaftslandesrat hat das Mögliche unternommen und Mittel freigemacht, um zumindest in seinem Bereich für ein wenig Entlastung zu sorgen.“

    LAbg. Stampfel abschließend: „Grundsätzlich verstehe ich die Forderungen aus der Kammer, ebenso wie ich etwa gleichlautende Forderungen der Sportvereine verstehe. Als FPÖ tun wir, was wir können – im Rahmen der beschränkten budgetären Möglichkeiten, für die vor allem auch die Steiner-Hautzinger-ÖVP verantwortlich zeichnet.“

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