Rot-Blau legt burgenländischen Tourismus lahm

Eisenstadt, 29. 2. 2016 –

„Bewährte Strukturen werden zerschlagen, Doppel- und Dreifachgleisigkeiten geschaffen und rot-blaue Proporzpolitik eingeführt. Das neue Tourismusgesetz schafft mehr bürokratischen Mehraufwand und legt den burgenländischen Tourismus lahm“, kritisiert Landesparteiobmann Thomas Steiner die rot-blaue Landesregierung.

Das Burgenland ist das Schlusslicht unter allen Bundesländern: Im Jahresvergleich konnten acht von neun Bundesländer die Nächtigungszahlen deutlich steigern, das Burgenland stagniert. „Rot-Blau legt den burgenländischen Tourismus lahm!“, stellt Thomas Steiner fest. Für den heimischen Tourismus sei ein umfassendes Investitionspaket daher unentbehrlich. „Als Volkspartei Burgenland setzen wir uns für ein Paket von bis zu zehn Millionen Euro ein, um den burgenländischen Thermen- und Tourismusstandort nachhaltig zu stärken. Dazu haben wir bereits eine Landtags-Initiative eingebracht!“

„Wir müssen die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessern und das Burgenland unternehmerfreundlicher machen. Nach Monaten der Untätigkeit müssen wir Rot-Blau aufrütteln – denn das Burgenland braucht die besten Rahmenbedingungen, um im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, so der ÖVP-Landesparteiobmann. Das rot-blaue Tourismusgesetz sei jedenfalls das Gegenteil von sinnvoller Wirtschaftspolitik: „Damit hat die rot-blaue Proporzpolitik Einzug gehalten. Wirtschaft raus und Parteipolitik rein ist das rot-blaue Motto. Zusätzlich kritisieren Tourismuspraktiker den bürokratischen Mehraufwand.“

Zur Erinnerung: Der Stegersbacher Tourismusverband sieht das rot-blaue Tourismusgesetz als „schlechtestes aller Bundesländer“ und „die touristische Weiterentwicklung im Burgenland gefährdet“. „Diese Landesregierung ist seit acht Monaten im Amt – Rot und Blau sind aber nur da, wenn es darum geht, Strukturen zu zerstören. Bei Sachthemen ist nichts zu hören. Nießl ist untätig und der blaue Pseudo-Landesrat für Tourismus ist außer peinlich nur peinlich“, erinnert Steiner an den gescheiterten Verscherbelungs-Versuch rund um die Therme Lutzmannsburg.

 

Sagartz: Rot-Blau schafft Doppelgleisigkeiten

Als Farce bezeichnet Klubobmann Christian Sagartz die Zerschlagung des burgenländischen Tourismus-Landesverbandes: „Das Burgenland bekommt nun zwei Manager für den Landestourismus, die Zuständigkeiten sind unklar und der bürokratische Mehraufwand steigt. Rot-Blau beweist sich somit erneut als die schwächste Landesregierung aller Zeiten!“

Mit dem von Rot-Blau durchgepeitschten Tourismusgesetz hat sich die SPÖ alle Zugriffsrechte auf den Tourismus einverleibt. „Der Tourismusverband bleibt aber anscheinend als Rumpf bestehen. Verdiente SPÖ-Parteigänger müssen wohl versorgt werden“, so Sagartz. „Als wäre das nicht katastrophal genug, schwächt das rot-blaue Gesetz auch Wirtschaft und Gemeinden. Die Stagnation bei den burgenländischen Tourismuszahlen haben daher Landeshauptmann Nießl und seine blauen Steigbügelhalter zu verantworten.“

„Schluss mit lustig!“ konstatiert der ÖVP-Klubobmann. „Nach Monaten der rot-blauen Misswirtschaft und der inhaltlichen Untätigkeit ist der Spaß zu Ende. Wir verlangen von dieser Landesregierung weniger Ankündigungen und mehr Sacharbeit für die Menschen in unserem Land.“

 

Wolf: Investitionen in den Tourismus zahlen sich aus

Der Tourismus des Burgenlandes entwickelt sich je nach Region und Kategorie unterschiedlich. Gewinnern im gehobenen Markt-Segment stehen 1/2-Sterne-Betriebe als Verlierer gegenüber. „Für den burgenländischen Tourismus braucht es daher rasch die von uns eingebrachten zehn Millionen Euro an Investitionsförderungen“, bekräftigt Landesgeschäftsführer Christoph Wolf.

Der klassische Burgenland-Urlauber kommt häufiger, bleibt aber kürzer. „Somit sind der Tages- und Kulturtourismus wichtige Pfeiler der heimischen Wirtschaft und Investitionen in diese Segmente wichtiger denn je“, weiß Wolf. „Stegersbach hat zuletzt 1,5 Millionen Euro in Erweiterungen investiert. Investitionen in den Tourismus zahlen sich aus.“

Unverständnis zeigt der Landesgeschäftsführer gerade deshalb für den immer noch fehlenden Ruhebereich in der Therme Lutzmannsburg-Frankenau. Seit Monaten fordern wir ein Zukunftskonzept für die Gesamtregion sowie Investitionen in den fehlenden Ruhebereich. Doch seit dem unprofessionellen Verscherbelungs-Versuch rund um die Therme herrscht Funkstille. „Viel zu lange sind keine Entscheidungen getroffen und die dringend notwendigen Investitionen in einen Ruhebereich nicht getätigt worden“, weiß Wolf. „Die Investition ist überfällig. Das hat Vorrang und ist wichtiger als eine überstürzte Privatisierung“, sagt Wolf.

 

 

 

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