29. 2. 2016 – Polizei News

Burgenland, 29. 2. 2016 –

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Defibrillatoren können Leben retten – deshalb stattet die Landespolizeidirektion Burgenland ab sofort Dienstfahrzeuge im gesamten Bundesland mit den lebensrettenden Geräten aus. Im September 2015 wurden die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf mit insgesamt 20 Stück beteilt. Mit 1. März 2016 wird nun die zweite Trance ausgeliefert. Neusiedl/See, dem flächenmäßig größten Bezirk des nördlichen Burgenlandes, werden weitere 13 Defibrillatoren übergeben.

In Zusammenarbeit mit Puls, dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes und dem Roten Kreuz Burgenland werden dabei auch alle Beamtinnen und Beamten in deren Umgang geschult und bei entsprechenden Notrufen in die Rettungskette eingebunden. In Wien läuft ein vergleichbares Projekt unter dem Namen „Polizei First Responder“ bereits seit 2013 mit großem Erfolg.

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Widerstand gegen die Staatsgewalt in zwei Fällen

Am 26. Februar und am 28. Februar 2016 wurden in Klingenbach, Bezirk Eisenstadt-Umgebung, und Oberpullendorf Polizisten während Amtshandlungen tätlich angegriffen.

In Klingenbach kam es am 26. Februar gegen 22:30 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem offensichtlich stark alkoholisierten, 23-jährigen Marokkaner und zwei Afghanen (beide 18 Jahre alt). Der Marokkaner attackierte die beiden 18-Jährigen mit einer Holzbank und verletzte sie im Gesicht und am Oberkörper. Die intervenierenden Polizisten schlichteten zunächst den Streit. Bei den Vernehmungen warf der marokkanische Staatsangehörige eine Tasse auf einen der Beamten, verfehlte ihn und traf einen der beiden afghanischen Staatsangehörigen. Aufgrund dieses Angriffs wurde der Mann festgenommen und in die Polizeiinspektion Wulkaprodersdorf gebracht. Die Staatsanwaltschaft wurde in Kenntnis gesetzt und ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. Die Polizisten blieben unverletzt.

Bei einem Angriff auf zwei Polizisten am 28. Februar 2016, gegen 04:45 Uhr, wurde in Oberpullendorf ein Beamter verletzt und musste ins Krankenhaus verbracht werden. Ein 55-jähriger Lokalbesitzer überschritt die Sperrstunde um einige Stunden. Aus diesem Grund wurde die Polizei gerufen. Bei deren Eintreffen waren noch etwa 15 Gäste im Lokal, die es sofort verließen. Der Eigentümer  weigerte sich jedoch der Aufforderung nachzukommen, ging auf die Polizisten los und beschimpfte sie. Um weitere Angriffe des offenbar alkoholisierten 55-Jährigen abzuwehren, wurde er festgenommen und auf die Polizeiinspektion Oberpullendorf verbracht. Bei der Festnahme erlitt einer der Polizeibeamten eine Verletzung am  Knie. Die Staatsanwaltschaft wurde verständigt und verfügte die Anzeige auf freiem Fuß.


Reitunfall in Doiber

Bei einem Reitunfall in Doiber, Bezirk Jennersdorf, wurde am Samstagnachmittag eine 30-jährige Frau aus Jennersdorf verletzt. Die 30-Jährige trug einen Helm und ritt in Begleitung ihres Freundes (ebenfalls zu Pferd) im Gemeindegebiet von Doiber auf einem Feldweg Richtung Gritsch. Plötzlich bockte die 5-jährige Warmblutstute „Radina“ während des Galopps und warf die 30-Jährige ab. Sie wurde verletzt und vom Rettungsdienst in das Krankenhaus verbracht. Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden.


Cabrio in Eisenstadt gestohlen

In der Nacht auf heute stahlen Unbekannte ein Cabrio im Wert von etwa 30 000 Euro. Das Fahrzeug wurde vom Gatten der 54-jährigen Geschädigten noch gegen 21:00 Uhr am Abstellort gesehen. Im Fahrzeug waren unter anderem zwei Sonnenbrillen, eine Jacke sowie die Fahrzeugpapiere. Die Polizei Eisenstadt ermittelt.


Einbrüche in Eisenstadt

Am vergangenen Wochenende wurden in Eisenstadt Container und eine Tür zu einem Lagerplatz aufgebrochen. Gestern, gegen 19:40 Uhr, brachen etwa drei bis vier Personen mehrere Türen an Baucontainern auf. Sie wurden von einem Zeugen gestört und flüchteten, ob in diesem Fall etwas gestohlen wurde, ist noch nicht bekannt. Vermutlich zwischen dem 26. Februar und heute Früh brachen Unbekannte das Vorhangschloss eines Einfahrtstors zu einem Lagerplatz einer Baufirma auf. Vom Gelände stahlen sie eine Rüttelplatte (Verdichter) im Wert von 8 000 Euro. Beamte der Polizei Eisenstadt ermitteln.


Betrug mit „Neffentrick“ neuerlich gescheitert

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein Betrüger, der mit dem Neffentrick zu Geld kommen wollte, am 9.12.2015 und am 19.2.2016 zweimal gescheitert.

In der Zeit zwischen 15.2.2016 und 19.2.2016 erhielt eine 88-jährige Pensionistin in Kittsee, Bezirk Neusiedl/See, auf dem Festnetz einen Anruf. Der Mann sprach mit deutschem Akzent und gab sich als Verwandter aus. Er sagte, dass er gerade bei einem Rechtsanwalt in Neusiedl/See sei und noch etwas Geld benötigen würde. Die Frau entgegnete ihm, dass sie kein Geld zu Hause habe und auch nicht bereit sei, Geld von der Bank abzuheben. Daraufhin beendete der Täter das Gespräch und legte den Hörer auf.

Vermutlich der gleiche Täter kontaktierte bereits am 9.12.2015 ebenfalls via Festnetz die Frau. Aufgrund seines deutschen Akzentes dürfte es sich um den gleichen Anrufer gehandelt haben, der mit der Pensionistin zwischen 15.2.2016 und 19.2.2016 neuerlich in Kontakt trat. Die Frau war zwar der Meinung, dass sie mit einem Bekannten aus Deutschland sprechen würde, beendete aber von sich aus das Gespräch. Zu einer Forderung von Seiten des Anrufers kam es nicht.


Mann bei Verkehrsunfall verletzt

Ein 31-jähriger Mann, der sich alleine in seinem PKW befand, wurde am 27.2.2016 bei einem Verkehrsunfall zwischen Deutschkreutz und Nikitsch, Bezirk Oberpullendorf, unbestimmten Grades verletzt und musste mit der Rettung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Lenker war alkoholisiert. Er war nicht im Besitze eines Führerscheines.

Zu dem Verkehrsunfall kam es auf der Landesstraße 228 im Gemeindegebiet von Deutschkreutz. Der Mann war in Richtung Nikitsch unterwegs und verlor plötzlich die Kontrolle über das Fahrzeug. Er kam rechts von der Straße ab, fuhr noch ca. 150 Meter auf dem Bankett weiter, geriet in den Straßengraben und kam dort zum Stillstand.


Suchtgifthändler ausgeforscht

Ermittler der Suchtgiftgruppe Neusiedl am See forschten einen 28-jährigen Marokkaner aus, der im Verdacht steht mit Suchtgift gehandelt zu haben. Zwischen Dezember 2014 und Ende November 2015 dürfte er 1,3 Kilogramm Cannabisblüten (Straßenverkaufswert etwa 13 000 Euro) an zwei rumänische Staatsangehörige (näheres derzeit noch nicht bekannt) verkauft und somit in den Verkehr gesetzt haben. Aus diesem Grund wurde der 28-Jährige mittels Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Der Verdächtige, der in Österreich nicht gemeldet ist, wurde in einer Wohnung in Wien-Fünfhaus ausfindig gemacht und von den burgenländischen Beamten festgenommen. Er wurde in die Justizanstalt verbracht..


Erpressungsversuch im Internet

Ein 27-jähriger Mann aus dem Bezirk Neusiedl am See wurde gestern Abend Opfer eines Erpressungsversuch in einem sozialen Netzwerk. Der Mann nahm zunächst die Freundschaftsanfrage einer gewissen „Shwaiger Deborah“ an und verabredete sich anschließend mit ihr zu einem Chat. Während dieser Kontaktaufnahme wurde er animiert, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Dies wurde gefilmt und sie drohte dem 27-Jährigen das Video im Internet zu veröffentlichen, wenn er nicht 500 Euro auf eine Bank in Großbritannien überweist. Nach Verhandlungen einigte man sich auf 200 Euro. Aber auch dieser Forderung kam er nicht nach und erstattete Anzeige. Die Polizei ermittelt.


Zwei Festnahmen nach einem Einbruch

Beamte der Polizei Nickelsdorf nahmen heute Früh zwei kroatische Staatsangehörige (33 und 39 Jahre alt) fest. Die beiden waren Insassen in einem Kastenwagen und wurden bei der versuchten Ausreise auf der Autobahn A4, Gemeindegebiet von Nickelsdorf, kontrolliert. Im Fahrzeug fanden die Polizisten 14 Stück PKW-Reifen, einen LKW-Reifen sowie ein Damenfahrrad. Die zwei konnten keinen Nachweis für den Erwerb vorzeigen, weshalb sie festgenommen wurden. Erhebungen  ergaben, dass das vermeintliche Diebesgut (Wert etwa 3500 Euro) vermutlich aus einem Einbruch in Wien Floridsdorf stammt. Die zwei Kroaten wurden nach Wien zu weiteren Vernehmungen gebracht. Ermittlungen führen nun Beamte der Polizei Wien Floridsdorf.


Einbruchsdiebstähle – Sensibilisierung der Bevölkerung

Seit Anfang Februar häufen sich insbesondere im Bezirk Oberwart und Güssing und in den angrenzenden Bezirken Hartberg, Fürstenfeld und die Dämmerungseinbrüche.

In den letzten Wochen wurden allein in den Bezirken Oberwart und Güssing 16 Einbrüche in Wohnhäusern verübt.Bisher waren die Gemeinden Grafenschachen, Pinkafeld, Kemeten, Wolfau, Markt Allhau, Neustift an der Lafnitz, Wörterberg und Stinaz betroffen. In der Steiermark waren es im selben Zeitraum rund 20 Einbrüche.

Die Einbrüche werden meist zwischen 17.00 bis 21.00 Uhr verübt. Meist werden von den Tätern Wohnhäuser in Ortsrandlagen aufgesucht. Das Eindringen in die Objekte erfolgt in der Regel über ebenerdige Terrassentüren oder Fenster und in jene Gebäude, die unbeleuchtet, nicht alarmgesichert und momentan unbewohnt erscheinen. Die Täter agieren sehr professionell mit entsprechendem Einbruchswerkzeug, dringen blitzschnell in das Objekt ein, halten sich dort meist nur wenige Minuten auf und sind in Bezug auf die Beute auf Schmuck und Bargeld spezialisiert.

Die Bevölkerung wird um entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ersucht. Z.B. Geeignete Beleuchtung, eventuell durch Zeitschaltuhren gesteuert, im besten Fall Installation einer Alarmanlage. Derzeit gibt es noch keine zielführenden Hinweise auf verwendete Täterfahrzeuge und Personenbeschreibungen, weshalb die Bevölkerung um Mithilfe gebeten wird.

Sind in den letzten Tagen oder Wochen Wahrnehmung in Bezug auf verdächtige Fahrzeuge und Personen, insbesondere in jenen Orten gemacht worden, in denen bereits Einbrüche verübt worden sind?

Die Polizei will mögliche Opfer entsprechend sensibilisieren und warnen. Gleichzeitig ersucht die Polizei jede verdächtige Wahrnehmung, sowohl der Vergangenheit als auch zukünftig unverzüglich bei der Polizei zu melden. Von verdächtigen Fahrzeugen sollten im besten Fall die Kennzeichen und die Farbe und Marke der Fahrzeuge notiert werden.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass mindestens 2 Täter bei der Tatausführung beteiligt sind.

Jede Polizeidienststelle nimmt Hinweise gerne entgegen. Mögliche Zeugen sollen sich nicht scheuen, sofort über den Notruf 133 oder 112 die Polizei zu verständigen. Jeder kleinste Hinweis auf ein verdächtiges Fahrzeug oder verdächtige Personen kann der Polizei bei der Klärung dieser Einbruchsserie helfen. Bitte melden Sie jede verdächtige Beobachtung. In diesem Zusammenhang können Zeugen keinen Fehler machen. Im schlimmsten Fall stellt sich bei einem verdächtigen Hinweis der Sachverhalt als harmlos heraus. Selbstverständlich werden entsprechende Informationen von der Polizei auch vertraulich behandelt.

 

 

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