Holzbaupreis

26. 2. 2016 –

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Das Burgenland ist ein Land des Holzes:

Mit der Nutzung von Holz als Baustoff leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Das Burgenland ist ein Land mit viel Wald und damit verbunden natürlich auch mit viel Holz. Mit diesem wertvollen und nachhaltigen Rohstoff muss im Sinne einer optimalen Nutzung verantwortungsbewusst umgegangen werden. Holz war einmal ein Hauptrohstoff, bevor es von Stahl und Beton verdrängt wurde. Jetzt entwickelt sich Holz wieder immer mehr zu einem Rohstoff mit Zukunft. Holz ist nachhaltig, vielfältig einsetzbar, sichert Arbeitsplätze und bewirkt eine große Wertschöpfung für unsere Region“, so der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Franz Stefan Hautzinger, anlässlich der Verleihung des Burgenländischen Holzbaupreises 2016 am 25. Feber 2016 im Hotel Vila Vita in Pamhagen. Der Holzbaupreis wird alle 4 Jahre ausgeschrieben.

Präsident Hautzinger weiter: „Für die Forst- und Holzwirtschaft ist eine nachhaltige und ausreichende Versorgung mit dem Rohstoff Holz für die Holzindustrie und das holzverarbeitende Gewerbe der Hauptweg zum Erfolg. Gerade im Burgenland ist eine weitere Erhöhung des Rohstoffaufkommens – insbesondere durch die verstärkte Mobilisierung im Kleinwald – eine gemeinsame Herausforderung für die Bauern, die Kleinwaldbesitzer und die Forstberater von Land Burgenland, Landwirtschaftskammer und Waldverband. Bei der Verwendung von Holz als Baustoff gilt es gerade im konstruktiven Holzbau die Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Gerade die Wertschöpfungskette Holz zeigt auf, wie effizient dieser wertvolle Rohstoff verarbeitet werden kann. Holz kennt keinen Abfall. Der Rohstoff Holz ist einer der wenigen Rohstoffe, die durch die längerfristige CO2-Speicherung in den innovativen Holzprodukten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet“.

„Holz als Baustoff gewinnt wieder an Bedeutung. Durch den Burgenländischen Holzbaupreis wurde dem immer stärker werdenden Trend, mit Holz zu bauen, eine neue Plattform geschaffen. Die besten Beispiele des Landes sollen dabei aufgezeigt und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Ich bedanke mich bei der Plattform „proHolz“ und deren Obmann, dem Forstreferenten der Landwirtschaftskammer, Dipl.-Ing. Herbert Stummer und seinen Mitarbeitern für ihre Tätigkeit und gratuliere den fünf Holzbaupreisträgern 2016 recht herzlich, wobei ich mich natürlich in besonderer Weise über die Auszeichnung in der „Kategorie Landwirtschaftliches Bauwerk“ für den Lehr- und Wirtschaftsbetrieb der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing freue“, so Präsident Hautzinger abschließend.

 

Der Burgenländischen Holzbaupreis 2016 erging an:

Auszeichnung Kategorie Landwirtschaftliches Bauwerk:

Lehr- und Wirtschaftsbetrieb der Landw. Fachschule Güssing – Foto: Paul Ott

Die großvolumige Anlage aus Lehr- und Wirtschaftstrakt sowie Stallungen und Reithalle der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing, die FacharbeiterInnen in den Bereichen Land- und Pferdewirtschaft ausbildet, beeindruckt vor allem durch ihre Einfügung in die Umgebung: Eine sich aus dem Gelände „faltende“, die radial um einen zentralen Hof angeordneten Gebäude unterschiedlicher Funktionen und Größe verbindende, begrünte Dachkonstruktion lässt die Anlage gleichsam mit der hügeligen Landschaft verschmelzen.

Trotz der Vielfalt an Formen und Spannweiten wurde für das Dach ein durchgängiges Konstruktionsprinzip gewählt, das aus massiven, weit spannenden Brettschichtholzhauptträgern, in engen Abständen gesetzten Dachpfetten sowie in der Untersicht unverdeckten OSB-Platten besteht. Die Hauptträger ruhen auf Holzstützen mit hohem Betonsockel und auf zur Aussteifung V-förmigen Außenstützen, die zum „grafischen Symbol“ der Anlage geworden sind.

Während Stallungen und Reithalle weitgehend offen sind und vielfältige Durchblicke und Durchwegungen erlauben, wurde beim Schulungsgebäude ein geschlossener, durch Holzschalung und Fensteranordnung in seiner Horizontalität betonter Baukörper mit einem eleganten, auf asymmetrisch angeordneten Stahlstützen lagernden, abgesetzten Vordach geschaffen.

Neben der gelungenen Gesamtkonzeption der Anlage sowohl hinsichtlich ihrer architektonischen Qualität als auch bezüglich ihrer Einbettung in die Landschaft sind auch die hohe Ingenieurskunst des Holzbaus sowie die Ausführungsqualität des Holz- und Betonbaus hervorzuheben.

 

Auszeichnung Kategorie Wohnbau:

Haus am See, Ufer des Neufeldersees

 

Auszeichnung Kategorie Gewerbliches Bauwerk:

Bürogebäude Firma Handlerbau, Neutal

 

Auszeichnung Kategorie Revitalisierung und Sanierung:

Bauernhaus M1, Jois

 

Auszeichnung Kategorie Export und Sonderbauwerk:

Werkskantine Jungbunzlauer, Wulzeshofen (NÖ)

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