ÖVP – Vereinsanzeigeflut, SPÖ-Angriffe gegen Wirtschaft

Eisenstadt, 25. 2. 2016 –

ÖVP

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Vereinsanzeigeflut als Bedrohung für den Traditionserhalt

Egal ob für die Gemeinschaft, für die Kirche, für die Umwelt, für die Kultur. Viele Menschen betätigen sich in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich. Es ist der Ausdruck einer gelebten Solidarität. Das Gemeinwesen lebt von Menschen die an der Gestaltung unseres Gemeinwohls mitwirken. Unzählige Vereinsanzeigen haben dazu beigetragen, dass die Menschen in unserem Land verunsichert sind und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen schwindet.

 

Das ehrenamtliche Engagement hat im Burgenland eine lange Tradition. Vereine bilden eine starke Säule in unserer Gesellschaft. Wenn man aber die Ereignisse der letzten Monate Revue passieren lässt, dann haltet man mit Schrecken und Angst fest: Das Vereins-, Jugend- & Kulturleben droht abgeschafft zu werden. Wir sind am besten Wege dorthin unsere Identität aufzugeben. Wir sind am besten Weg dorthin, dass Mensch die Lust verlieren, sich freiwillig in einem Verein zu engagieren und Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. „Es müssen alle Kräfte gebündelt werden, um den Entwicklungen der vergangenen Monate entgegenzuwirken und eine gemeinsame Lösung mit Vereinen und der Wirtschaft zu erzielen“, sagt JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas. Ein wesentlicher Grund, warum in der jetzigen Situation mehr und mehr Ehrenamtliche die Vereinsarbeit scheuen, ist die Verunsicherung und Ungewissheit die vorherrscht. Die ÖVP-Landtagsfraktion hat aus diesem Grund in der letzten Landtagssitzung einen Antrag eingebracht, der eine freie Rechtsberatung seitens des Landes beinhaltete. Dieser Antrag wurde von allen anderen im Landtag vertretenen Parteien abgelehnt. Kurz nach der Landtagssitzung wurde seitens des RFJ-Burgenland ein Vereinswalt gefordert. „Tage zuvor noch gegen den ÖVP-Vorschlag eine freien Rechtsberatung zu installieren, dann scheinbar doch zu Vernunft gekommen und die Forderungen übernommen. Dieser Zick-Zack-Kurs auf dem Rücken unserer Ehrenamtlichen ist unverständlich“, schildert Fazekas und fordert weiter: „Da innerhalb der Sache nun doch noch ein Umdenken geschehen ist, haben wir den Kontakt zu den Jugendvertretern des RJF gesucht, um gemeinsam an einer Lösung und Initiative zu arbeiten. Wir hoffen dabei auf einen überparteilichen Schulterschluss und appellieren an die blaue Parteiführung das Scheuklappendenken bei Seite zu legen“. Es war die ÖVP Burgenland die von Anbeginn des Problems an Lösungen arbeitet, um hier Abhilfe zu schaffen. Eine Lösung, die langfristig sowohl das Bestehen von Wirtshäusern, als auch die Existenz von Vereinen gewährleistet. „Die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren außerordentlich groß. Gerade deswegen braucht es eine Position der Vernunft. Keine Polemik und kein Verschieben der Verantwortung, sondern wirkliche Bemühungen in Richtung einer anständigen, fachlichen und sachlichen Lösung im Sinne unserer Vereine. Andernfalls ist es eine große Bedrohung für den Erhalt unserer Traditionen“, so JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas abschließend.

 

Schlögl: „Ehrenamtliches Engagement hat bei uns lange Tradition“

Lukas Schlögl ist Verantwortungsträger in seiner Heimatgemeinde Draßmarkt und wurde selbst als Veranstalter des HÄschenTreffs in Draßmarkt mit einer Anzeige konfrontiert. Diese Veranstaltung hat eine jahrzehntelange Tradition und ist fixer Bestandteil des Dorflebens. Jung und Alt, aber vor allem auch andere Vereine und Wirte organisieren diese Veranstaltung. Mit Hilfe des HÄSchenTreffs werden zahlreiche Sozialprojekte, die Feuerwehr und andere Aktivitäten unterstützt. „Gerade das ehrenamtliche Engagement hat bei uns in Draßmarkt eine lange Tradition. Egal ob Jung oder Alt, egal ob Schüler, Lehrling oder Student, bei uns in Draßmarkt wird generationenübergreifend angepackt und gearbeitet. Unsere Vereine sind eine Schule fürs Leben. Eine Gesetztesänderung ist notwendig um Abhilfe zu schaffen“, unterstreicht Lukas Schlögl, Organisator des HÄschenTreffs in Draßmarkt.

 

Safrata: „Als Konsequenz sinke Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen“

Kurt Safrata aus Eisenstadt engagiert sich in mehreren Vereinen und weist darauf hin, dass großer Unmut innerhalb der Bevölkerung vorhanden ist. „ Ich sehe in der aktuellen Situation eine große Gefahr. Die Anzeigen treffen jene, die ihren Beitrag an die Gesellschaft zurückgeben wollen. Als Folgewirkung dieser Situation droht eine sinkende Bereitschaft in Vereinen Verantwortung zu übernehmen. Es droht uns ein Vereinssterben mit gravierenden Auswirkungen für unsere Gesellschaft. Und das obwohl gerade das Vereinsleben ein unverzichtbarer Teil unseres Gesellschaftslebens ist. Als Verantwortungsträger einer Organisation in Eisenstadt weiß ich, wie wichtiges ehrenamtliches Engagement ist“, betont Kurt Safrata, Organisator der Nightpoolparty in Eisenstadt. Im Sommer 2014 wurde der Eisenstädter selbst mit einer Anzeige seiner Veranstaltung konfrontiert und musste an eigener Haut spüren, dass die rechtliche Lage aus Ehrenamtlichen Kriminelle macht. Aufgrund der kurzfristigen Übermittelung der Anzeige, war eine Absage der Veranstaltung der einzig möglich Ausweg, da die Unsicherheit zu groß war. Umso wichtiger ist eine Bereinigung der gesetzlichen Lage.

 

Bayer: „Veranstaltungen sind ein starker Wirtschaftsfaktor“

In Donnerskirchen, der Heimatgemeinde von Michael Bayer bilden Vereine eine starke Säule und gehören zur Dorfidentität. Sie sind Lebensadern der Donnerskirchner Dorfkultur und Dorfgemeinschaft. Insbesondere junge Menschen finden in Jugendorganisationen Rückhalt. Dass dort vermittelte Gemeinschaftsgefühl, ist gerade für junge Mensch eine wichtige Erfahrung in ihrer persönlichen Entwicklung. Das Gemeinwesen wäre nicht denkbar, wären es nicht die vielen Menschen, die bereit sind, sich in den Vereinen zu engagieren. „Als Verantwortungsträger in unserer Gemeinde weiß ich nur zu Recht wie wichtig es ist sich zu engagieren. Seit einigen Jahren darf ich das traditionelle Kirschencocktail in Donnerskirchen organisieren. Viele wertvolle Projekte und Institutionen wie beispielsweise das Rote Kreuz, der Kindergarten oder unser Musikverein wurden in der Vergangenheit mit den Erlösen unterstützt. Gleichzeitig ist unsere Veranstaltung ein starker Wirtschaftsfaktor. Zahlreiche regionale Betriebe profitieren davon“, unterstreicht Michael Bayer, Veranstalter des Kirschencocktails in Donnerskirchen.

 

Steiner: „Es gilt die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen“

Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in den verschiedensten Lebensbereichen zu engagieren, ist bei uns außerordentlich groß. Unzählige Menschen setzen sich für die Gemeinschaft ein. Gerade deswegen erwarte ich mir eine Entschärfung der Situation. Es gilt die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Bestand der Wirtshäuser und die Existenz der Vereine zu sichern. Es muss möglich sein, dass ein Dorfverein Aktivitäten auf unbürokratische Weise abhält und ein rechtlicher Korridor geschaffen wird, der mit Maß und Ziel Aktivitäten innerhalb von Vereinen ermöglicht. Ich möchte nicht, dass die Gemeinschaft eine untergeordnete Rolle spielt“, erklärt Sebastian Steiner, Veranstalter des Seefestes in Illmitz.


 

SPÖ-Angriffe gegen Wirtschaft sind peinlich

Mag Christian Sagartz

Mag. Christian Sagartz

Um von der eigenen Untätigkeit abzulenken, will uns die SPÖ einen alten Hut als neue Idee verkaufen. „Mit dem Arbeitsmarkt-Schutzschirm gehen die Genossen seit Jahren hausieren. Die untergriffigen Aussagen gegen burgenländische Betriebe sind unseriös und sollen nur von der eigenen Untätigkeit ablenken“, sagt Klubobmann Christian Sagartz.

Mehr als 16.000 Burgenländerinnen und Burgenländer sind auf Arbeitssuche und erwarten sich von der Landesregierung konkrete Unterstützung. „Rot-Blau hat ins Regierungsprogramm geschrieben, mehr Arbeitsplätze für Burgenländer zu schaffen – und versagt. Für uns als Volkspartei Burgenland ist klar: Wir wollen den Anteil der Burgenländer in Beschäftigung erhöhen. Dazu braucht es mehr als rot-blaue Ankündigungen!“

„Schluss mit lustig! Die Zeit der rot-blauen Untätigkeit muss ein Ende haben, Monat für Monat stei-gen die Arbeitslosenzahlen. Die rot-blaue Landesregierung schaut tatenlos zu und vergisst auf die mehr als 16.000 Burgenländerinnen und Burgenländer ohne Beschäftigung.“

 

 

 

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