Workshop „Land und Leben“, Landesfinanzen, Ausbildung für junge Frauen

Mattersburg, 24. 2. 2016 –

Tradition und Moderne: Oberpullendorf zeigt auf

SPÖ
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Ein kräftiges Zeichen für die Zukunft des Bezirks Oberpullendorf gaben heute die TeilnehmerInnen am Workshop „Land & Leben“, zu dem Agrarlandesrätin Verena Dunst eingeladen hatte.

Der Workshop in Neckenmarkt fand im Rahmen des Masterplans „Land & Leben“ statt. Ziel dieser Initiative von LRin Dunst ist es, dem Burgenland auch in Zukunft einen Spitzenplatz in Österreich und der Europäischen Union zu sichern. Auf Basis einer Analyse der Stärken, aber auch der Schwächen der einzelnen Regionen des Landes sollen unter möglichst breiter Beteiligung gezielt Schwerpunkte für die Entwicklung festgelegt werden.

LRin Dunst: „Die Stärke unseres Landes liegt in den Menschen. Es ist mir wichtig, dass wir gemeinsam Ideen erarbeiten, die das Land behutsam verändern, ohne es zu zerstören. D.h. die Ressourcen und Traditionen zu nützen und mit innovativen Ansätzen zu verbinden, um hier ein modernes und attraktives Land zu gestalten.“

Besonders deutlich kam im Bezirk Oberpullendorf die Bedeutung des sozialen Zusammenhalts zur Sprache. Im Bezirk gibt es mit der Nachbarschaftshilfe Plus ein Projekt das zeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen füreinander da sind. Im Sozialbereich, aber auch bei ganz alltäglichen Dingen wie beim täglichen Einkauf oder bei Gemeinschaftsaktivitäten. Dieser soziale Zusammenhalt in den Dörfern ist ein ganz entscheidender Faktor für die Lebensqualität und das macht einen entscheidenden Unterschied in der Attraktivität der einzelnen Gemeinden. Damit lässt sich auch sehr positiv um die Ansiedlung neuer MitbürgerInnen werben, die ja oft über keine persönlichen sozialen Netzwerke in unmittelbarer Umgebung verfügen.

In diesem Zusammenhang wurden auch andere Wohnformen für Ältere angesprochen um die in der Regel viel zu großen Häuser nach dem Ausziehen der Kinder besser zu nutzen.
Ein längeres Diskussionsthema war die Suche nach besseren Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmensgründungen und für KleinunternehmerInnen. „Vor allem Frauen schrecken oft davor zurück, mit ihren Fähigkeiten und Ideen ein eigenes Unternehmen zu gründen. Wir werden hier verstärkt Unterstützungsleistungen anbieten, damit Kreativität nicht an Bürokratie scheitert“, so die LRin. „Dies gilt gerade auch für Frauen in der Landwirtschaft, die durch die Schaffung eines zweiten Standbeines in die Lage versetzt werden sollen, ein stabiles und vor allem auch ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften.“

Die Schaffung einer deutlich stärkeren regionalen Nachfrage nach agrarischen Produkten war ein weiter wichtiger Schwerpunkt. Dabei wurde vor allem die wichtige Rolle unterstrichen, die den Sozialträgern, aber auch anderen größeren Einrichtungen und Unternehmen in der lokalen Wirtschaft zukommt. „Es ist einfach nicht egal, was und wo ich einkaufe“, so LRin Dunst. „Wenn die burgenländischen Sozialeinrichtungen, aber natürlich auch möglichst viele Unternehmen und selbstverständlich auch das Land ihren Bedarf nach Lebensmitteln und anderen Gütern lokal decken, dann entsteht hier ganz viel Nachfrage. Und das hilft den BäuerInnen und ProduzentInnen, es schafft Arbeitsplätze, nützt der Umwelt und ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil einer Gemeinschaft.“

Wie auch schon bei anderen Workshops wurden Ideen für eine Verbesserung des touristischen Angebots diskutiert. Auch im Mittleren Burgenland ist das Potential abgesehen von der Therme Lutzmannsburg noch sicher nicht ausgeschöpft. LRin Dunst: „Wir müssen vor allem danach trachten, ein unverwechselbares burgenländisches Angebot zu schaffen, das die Produkte der Region in den Vordergrund stellt.“ Das Angebot muss nicht nur in seiner Gesamtheit gezielter vermarktet werden, es muss im Sinne eines effektiven Destinationsmarketings auch besser koordiniert und vor allem zentral buchbar werden. Den Naturregionen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. LRin Dunst: „Natur und Genuss gehören einfach zusammen!“

Die Landesrätin gab ein klares Bekenntnis zur Unterstützung der Regionen ab: „Wir suchen mit dem Masterplan „Land & Leben“ kreative Ideen für unser Land. Und wir werden diese Ideen gemeinsam Realität werden lassen.“


Landesfinanzen auf stabilem Kurs: ÖVP leidet an Gedächtnisverlust

SPÖ
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LGF Schuster: „ÖVP hatte Zuständigkeit für kritisierten Rechnungsabschluss“

Mit einem Kopfschütteln reagiert SPÖ-Landesgeschäftsführer Helmut Schuster auf die heutige Pressenkonferenz der ÖVP Burgenland zur Rechnungshofüberprüfung des Rechnungsabschlusses 2013. „Die ÖVP hat nicht nur den Rechnungsabschluss in der Regierung und im Landtag vollinhaltlich und einstimmig mitbeschlossen, sondern ÖVP-LHStv. Franz Steindl war sogar zuständiges Regierungsmitglied. Entweder leidet die ÖVP an Gedächtnisverlust oder kritisiert ihre eigene Arbeit in der Vergangenheit!“, so Schuster.

„Der vom Rechnungshof überprüfte Rechnungsabschluss 2013 zeigt ein sehr positives Ergebnis, das durch vorausschauende Budgetplanung, konsequente Budgetdisziplin und vor allem durch die Einhaltung des Konsolidierungskurses erzielt werden konnte. Den kolportierten Sumpf hat die ÖVP vielleicht in den eigenen Reihen, aber die Landesfinanzen stehen auf einem stabilen Fundament“, so Schuster. Weiters unterscheidet die ÖVP in ihrer Pressekonferenz bewusst nicht zwischen direkten Landesschulden, die das Budget betreffen und die indirekten Schulden, die alle Verbindlichkeiten der Landestöchter beinhalten – und somit das Landesbudget auch nicht belasten. Jede Landestochter bedient ihre Verbindlichkeiten selbst.

Landesfinanzen erhalten jedes Jahr Bestnoten von Standard & Poors!


Das versuchte Schlechtreden der ÖVP ändert nichts an den Fakten. Das Burgenland erhält für die stabilen Landesfinanzen Jahr für Jahr Bestnoten von der Ratingagentur Standard & Poors.

Der Rechnungshof hat in seiner Überprüfung des Rechnungsabschluss 2013 den erfolgreichen Weg der burgenländischen Budgetpolitik in vielen Punkten bestätigt. Der Abgang im Rechnungsabschluss 2013 war um 2,5 Millionen Euro geringer, als im Finanzplan vorgesehen – und das zusätzlich zu den ausgabenseitigen Sparmaßnahmen, die im Budget 2013 umgesetzt wurden. Dieser Weg wurde sukzessive fortgeführt, 2015 gab es keine Neuverschuldung.
Viele Empfehlungen, die vom BLRH im Zuge der Überprüfung des Rechnungsabschlusses 2013 ausgesprochen wurden, sind im Rechnungsabschluss 2014 bereits berücksichtigt oder fließen nun in den Rechnungsabschluss 2015 ein. Der Rechnungshof stellt fest, dass alle gesetzlich verlangten Vorschriften vom Land ordnungsgemäß eingehalten wurden. Alle Anregungen des BLRH werden im Einzelnen untersucht und dem entsprechend bei der Einführung des neuen integrierten Buchhaltungs-Systems umgesetzt.
Nach intensiven Verhandlungen haben Länder und Bund die Umsetzung einer neuen Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV) beschlossen, die den Umstieg aller Gebietskörperschaften auf ein integriertes Veranschlagungs- und Rechnungssystem nach Bundesvorbild vorsieht. Die Umstellung auf Länderebene soll spätestens 2020 erfolgen und bringt noch mehr Transparenz im Landesbudget.

Dargestellter Verlust bei Zinsabsicherung ist Kaffeesudleserei!

Auch die Zinsabsicherungen werden wie jedes Jahr im Bericht dargestellt. Das Land hat in einem einstimmigen Regierungsbeschluss aus dem Jahr 2003 für rund die Hälfte der Finanzschulden des Landes eine Absicherung gegen die damals steigenden Zinsen getroffen. Das war zu diesem Zeitpunkt sinnvoll und notwendig. „Ein Kredit kostet in jedem Fall Geld. Jede Zinsvariante belastet das Budget. Egal auf Bundes- Länder- Gemeindeebene oder bei Privaten. Die Zinsbelastung als Verlust darzustellen, ist deshalb nicht nachvollziehbar“, so Schuster.
Durch die langfristige Zinsabsicherung bis 2033 werden nicht nur Fixzinsen bezahlt, sondern auch variable eingenommen, die die Belastung verringern. „Ein reiner Fixzinssatz, der die einzige Alternative gewesen wäre, hätte das Budget des Landes jährlich mit rd. 8 Mio. Euro belastet. Zinsen, die in jedem Fall – wie bei jedem privaten Kredit auch – zu zahlen sind. Niemand bekommt Darlehen gratis bei der Bank. Durch den gewählten Zinsmix können wir die fixe Zinsbelastung durch Einnahmen aus den variablen Zinszahlungen reduzieren“, stellt Schuster fest. Im Durchschnitt von dreizehn Jahren hat sich das Land um rd. 0,9 Prozent günstiger finanziert als der Bund. Das bewirkte im Vergleich zum Zinsmix des Bundes eine Einsparung von 23,2 Mio. Euro.


 

Mit Kreativität Schritt für Schritt ins eigenständige Leben

SPÖ
Projektleiterin Marina Stanek, Soziallandesrat Mag. Norbert Drabos und Monsignore Dr. Ernst Pöschl mit Carmen und Celine

Ein Projekt der Katholischen Arbeiterbewegung bereitet junge Frauen mit Defiziten auf den Einstieg ins Berufsleben vor / Land trägt die Projektkosten

Im Jahr 2009 hat die Katholische Arbeiterbewegung (KAB) der Diözese Eisenstadt das Projekt „Gib DEINER Zukunft eine Chance“ ins Leben gerufen, um arbeitssuchende junge Frauen für eine weitere Ausbildung und den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Betreut werden langzeitarbeitslose Mädchen mit psychischen, physischen, motorischen und intellektuellen Defiziten im Alter von 15 bis 24 Jahren. Derzeit sind neun Mädchen und junge Frauen im Programm. Umgesetzt wird die Integrative Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem BFI Burgenland. Die Projektkosten betragen 98.000 Euro und werden vom Land Burgenland finanziert. Abgewickelt wird die Förderung über das Additionalitätsprogramm. Von 2009 bis 2014 haben 81 Mädchen und junge Frauen das Projekt durchlaufen, rund ein Drittel davon hat in Folge einen Arbeitsplatz bekommen. Aktuell werden neun Mädchen und junge Frauen betreut. Den Grundstein für „Gib DEINER Zukunft eine Chance“ legte Projektorganisator KAB Seelsorger Msgr. Dr. Ernst Pöschl bereits vor 25 Jahren mit der Gründung einer Werkstätte für arbeitslose Jugendlicher. In Folge entwickelte sich daraus eine Vermittlungshilfe für arbeitslose Jugendliche und seit 2009 die Integrative Ausbildung für Mädchen unter der Leitung von Marina Stanek. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten deshalb es wichtig, dass junge Menschen nicht gleich zu Beginn ihres Berufslebens alleine gelassen werden. Leider gibt es viele junge Menschen, die nicht unter den besten Voraussetzungen ins Erwachsenenleben starten. Daher ist die Arbeit, die hier mit den Mädchen geleistet wird, sehr wertvoll. Monsignore Dr. Ernst Pöschl ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des Landes Burgenland bei solchen gesellschaftspolitisch wichtigen Maßnahmen“, betont Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos.

Die Ziele des Projektes sind breit gefächert und reichen vom Abbau von Defiziten, der Persönlichkeitsbildung und der Aneignung sozialer Kompetenzen über die schulische und berufliche Bildung bis hin zur Hilfestellung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen. Projektpartner ist das Berufsförderungsinstitut (BFI). Das Projekt dauert zehn Monate und läuft noch bis November 2016, wobei die Teilnehmerinnen von den AMS-Stellen Eisenstadt, Mattersburg, Neusiedl zugewiesen werden.
Ein flexibler Einstieg ist möglich. Die Ausbildungsdauer richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Kursteilnehmerinnen.

Die Betreuung des Klientels, um die sich der Verein annimmt, brauche Zeit, mitunter mehr Zeit, als so manche andere unterstützenden Einrichtungen zur Verfügung stellen könnten, meint Pöschl. „Die Mädchen brauchen oft nur ein wenig Zeit zum Nachreifen, dann funktioniert die Integration in den Arbeitsmarkt auch“, ergänzt Projektleiterin Marina Stanek.

Das Land unterstütze gerne dieses sozialpolitisch wichtige Projekt, sagt Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos, der den Verein bereits in seinem Gründungsjahr 1999 kennengelernt und seit dem nicht aus den Augen verloren hat.

Die Diözese Eisenstadt stellt Räumlichkeiten im Franziskanerkloster kostenlos zur Verfügung und kommt auch für die Betriebskosten auf.

 

 

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