WKO – Mehr Kontrollen, Zahlentrickserei, Jugendtaxi

Eisenstadt, 23. 2. 2016 –

WKO
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Baugewerbetag 2016: Bauwirtschaft fordert mehr Kontrollen

Rückläufige Aufträge, Facharbeitermangel und immer mehr ausländische Firmen auf dem heimischen Markt: Diese Probleme trüben die Stimmung im burgenländischen Baugewerbe. Beim Baugewerbetag in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt wurde nach Lösungen gesucht.

Laut Sozialministerium sind im Vorjahr rund 88.000 Menschen aus osteuropäischen EU-Ländern zum Arbeiten nach Österreich gekommen. Die Dunkelziffer liegt aber vermutlich um einiges höher. „Vor allem das burgenländische Bau- und Baunebengewerbe sei davon betroffen“, erläuterte Landesinnungsmeister DI (FH) Gerhard Köppel. „Strengere Kontrollen auch im Hinterland, nicht nur an den Grenzen, sind notwendig um Private, Endkunden und deren Auftragssituation zu überprüfen. Dadurch gewährt man dem Endverbraucher einen Verbraucherschutz, damit dieser nicht in Situationen kommt, wo eventuell mangelhafte Leistungen auftreten.“

Neben der Auftragsproblematik hat das Baugewerbe Schwierigkeiten Berufsnachwuchs zu finden. Im Vorjahr haben nur 22 junge Menschen eine Lehre am Bau begonnen. Im Jahr 2014 waren es noch 28 Jugendliche. Deshalb wird die Initiative der burgenländischen Bauwirtschaft fortgesetzt und Mag. (FH) Elke Winkler, die Lehrlingsexpertin der Landesinnung Bau, wird auch in den Schulen verstärkt für eine Lehre in der Branche werben.

 

Mut und Zukunft statt Zahlentrickserei und Klientelpolitik

Junge Wirtschaft-Landesvorsitzender Csitkovics sieht alle Generationen in der Verantwortung und fordert klaren Reformpfad zur nachhaltigen Sicherung der Pensionen.

Den kürzlich gestarteten politischen Gesprächen zur Pensionsreform ging zuletzt eine hitzige Auseinandersetzung voraus. Neben dem Bundesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft (JW), Herbert Rohrmair-Lewis, mahnt auch der burgenländische Landesvorsitzende, Dietmar Csitkovics, zur konstruktiven Reformarbeit in den ausschlaggebenden Runden. „Das öffentliche Gefecht der letzten Tage ist nicht hilfreich, vor allem wenn Reformüberlegungen von vorneherein erstickt werden. In der entscheidenden Verhandlungsphase darf es jetzt keine Denkverbote geben, denn zur nachhaltigen Sicherung der Pensionen müssen wir ein wirksames Maßnahmenpaket auf den Weg bringen. Zahlentrickserei und blinde Klientelpolitik müssen jetzt einer echten Reform- und Zukunftspolitik weichen“, fordert Csitkovics.

Das derzeitige Pensionssystem sei – so Csitkovics – ein echter Chancenkiller für die zukünftigen Generationen. Jährlich müssten an die 20 Milliarden Euro aus dem regulären Budget für Pensionen aufgebracht werden, während Mittel für Zukunftsinvestitionen in Bildung, Infrastruktur oder den Abbau der erdrückenden Schuldenlast fehlen. Die Junge Wirtschaft kämpft daher seit Jahren für eine effektive Pensionsreform, die u.a. eine Verknüpfung des Pensionsantrittsalters mit der steigenden Lebenserwartung (Pensionsautomatik), in einem ersten Schritt das Angleichen des tatsächlichen Pensionsantrittsalters an das gesetzlic he, eine sofortige Anpassung des Antrittsalters für Frauen an jenes der Männer sowie das Stopfen der etlichen Schlupflöcher für Frühpensionen umfasst. „Alle unsere Reformvorschläge nehmen den bestehenden Pensionsbeziehern nichts weg, sondern sollen das morsche Pensionssystem endlich wieder auf gesunde Beine stellen. Ich kenne keinen Pensionisten, der seinen Enkeln die Zukunft durch ein ausuferndes Pensionssystem verbauen will. Deswegen darf auch die Angstmacherei der Reformblockierer jetzt keine Rolle mehr spielen“, meint JW-Vorsitzender im Burgenland Dietmar Csitkovics und stellt abschließend klar: „Alle Generationen tragen gemeinsam die Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit des Landes!“

Mehr Mut und mehr Zukunft passt auch als Motto der diesjährigen Bundestagung der Jungen Wirtschaft (BUTA), die am 23. und 24. September 1000 Jungunternehmer nach Eisenstadt bringt. Unter dem Titel „Wachstumsprognose sonnig“ startet jetzt die Bewerbung der zweitägigen Veranstaltung. „Die Junge Wirtschaft steht für Mut, Optimismus und Zukunft für den Wirtschaftsstandort Österreich, deshalb wurde als Motto der BUTA auch „Wachstumsprognose sonnig“ ausgewählt“, so Csitkovics, der sich auf die BUTA, die nach neun Jahren wieder ins Burgenland kommt, sehr freut.

 

Erfolgsgeschichte Jugendtaxi: 200.000 x Verkehrssicherheit und Mobilität!

Das „Jugendtaxi Burgenland“ hat sich mit 105 Projektgemeinden zur größten Mobilitäts- und Verkehrssicherheitsinitiative des Burgenlandes entwickelt. Kürzlich wurde der 200.000. Jugendscheck an die Gemeinde Tobaj ausgegeben.

Im Jänner 2007 hat die Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Landesregierung das Projekt „Jugendtaxi Burgenland“ gestartet. „Wir sind vom Erfolg dieser Aktion überwältigt“, freut sich Patrick Poten, Obmann der Fachgruppe Taxi in der Wirtschaftskammer, „die Akzeptanz bei den Jugendlichen ist enorm. Dass dieses Projekt von den Jugendlichen tatsächlich sehr gut angenommen wird, zeigt die Zahl der von den Projektgemeinden ausgegebenen Jugendschecks. Kürzlich konnte Obmann Patrick Poten persönlich an Bürgermeister Manfred Kertelics den 200.000. Jugendtaxischeck überreichen.

„Die Gemeinde Tobaj ist seit 2008 Partner bei diesem Projekt. Wir haben uns dieser Aktion angeschlossen, weil uns die Mobilität und Verkehrssicherheit unserer Jugendlichen sehr viel wert ist – jeder Euro ist hier gut investiert“, freut sich Bürgermeister Manfred Kertelics über dieses Angebot in der Gemeinde.

Ein großer Dank gilt allen Projektgemeinden, die die Taxischecks finanziell fördern und damit der Jugend eine sichere und flexible Mobilität ermöglichen.

Der Vertrieb und die finanzielle Förderung der Jugendschecks erfolgt über die Gemeinden, somit wird die Taxifahrt für die Jugendlichen billiger. Mittlerweile beteiligen sich 105 Gemeinden des Burgenlandes an diesem Projekt und leisten so einen wertvollen Beitrag zur Mobilität und Verkehrssicherheit ihrer Jugendlichen.

Nähere Informationen zum Jugendtaxi gibt es in der Wirtschaftskammer Burgenland bzw. unter www.jugendtaxi.eu (Patrick Dorner, T 0590907-3523).

 

 

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