Schulterschluss für Schutz des Arbeitsmarktes und der heimischen Kleinbetriebe nötig

Eisenstadt, 22. 2. 2016 –

SPÖ
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Hergovich: Wirtschaftskammer-Slogan ‚Schau auf’s Burgenland‘ ernst nehmen

„Es ist schade, dass der Wirtschaftskammer-Präsident sachliche Diskussionen über einen Schutz des burgenländischen Arbeitsmarktes reflexartig ablehnt. Immerhin geht es auch darum, heimische Klein- und Mittelbetriebe vor einem zunehmend ruinösen Wettbewerb durch Billigstanbieter aus den Nachbarländern zu schützen. Da brauchen wir einen Schulterschluss, dem sich aus reinem Eigennutzen auch die Interessenvertretung der Wirtschaft anschließen müsste“, sagt SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich zu den Populismus-Vorwürfen von WK-Präsident Nemeth.

Die Wirtschaftskammer müsse nur ihren eigenen Slogan „Schau auf’s Burgenland“ ernst nehmen. „Die SPÖ tut das – darum setzen wir uns für das Bestbieter- statt das Billigstbieter-Prinzip, einen rigorosen Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping und Verschärfungen bei der Entsenderichtlinie ein. Von diesem Schutzschirm profitieren auch alle kleinen und mittleren burgenländischen Betriebe, die auf fairen Wettbewerb setzen und unter einer unlauteren Konkurrenz leiden“, betont Hergovich.

Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile rund 22.000 von 100.000 Arbeitsplätzen im Burgenland auf Arbeitskräfte aus den benachbarten EU-Staaten entfallen, dürften auch temporäre und sektorale Beschränkungen der Freizügigkeit „kein Tabu sein“, so der SPÖ-Klubchef weiter: „Diese von Landeshauptmann Hans Niessl, Arbeitsmarktlandesrat Norbert Darabos und dem Wiener AK-Chef Werner Muhm forcierte Diskussion werden wir intensiv weiterführen.“

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