Teilen spendet Zukunft

Eisenstadt, 19. 2. 2016 –

Benefiz-Suppenessen am Familienfasttag

Es ist im Burgenland schon zur guten Tradition geworden, dass sich Menschen aus Politik und Kirche auf Einladung von Diözesanbischof Dr. Ägidius Zsifkovics und der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Eisenstadt in der Fastenzeit zum konkreten Teilen, zum so genannten Benefiz-Suppenessen, treffen. Die diesjährige Benefiz-Suppe wurde am 19. Februar 2016 in der Aula des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt von den Schülerinnen und Lehrerinnen der 2. Klasse der Wirtschaftsfachschule der HBLA in Oberwart gekocht und kredenzt. Zu diesem Familienfasttag am Freitag vor dem 2. Fastensonntag lädt die Katholische Frauenbewegung (kfb) bereits seit 1958 ein.

Dieses Fasten führt zum – wirklichen – Teilen: vom Eigenen abgeben, damit andere über mehr Mittel zum Leben verfügen. Darum sammeln heuer tausende kfb-Frauen unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“ in den Pfarren und bei Suppenessen während der Fastenzeit, um benachteiligte Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika zu unterstützen. Zu Gast beim diesjährigen Benefiz-Suppenessen war deshalb Teresita Rosales Abana, genannt Yuen, Aktivistin und Gemeindesprecherin auf den Philippinen. Als Mitglied des Frauenkomitees von FDC, Freedom from Debt Coalition/“Koalition für eine öffentliche Entschuldung“, setzt sie sich dafür ein, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die hohe öffentliche Verschuldung auf den Philippinen nicht auf Kosten der privaten Haushalte und somit vorrangig auf Kosten von Frauen gehen, denn Frauen sind von den staatlichen Einsparungen auf den Philippinen am stärksten betroffen.

Dazu Landeshauptmann Hans Niessl: „Eine aktuelle internationale Statistik besagt, dass 62 Personen so viel Vermögen besitzen, wie 3,6 Milliarden Menschen. An diesem Punkt beginnt für mich Verteilungsgerechtigkeit. Deshalb ist hier noch viel zu tun, deshalb ist hier die Politik – im eigenen Land, innerhalb der Europäischen Union und auf internationaler Ebene – gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dieser Reichtum, der ungerecht verteilt ist, gerechter verteilt wird, damit diese Schere zwischen arm und reich, die – trotz langjähriger Finanzkrise – immer mehr auseinander geht, geschlossen werden kann. Es freut mich deshalb, dass das Motto ‚Gemeinsam für eine Zukunft mit gerechter Verteilung‘ beim Benefiz-Fastensuppenessen in ökumenischer Eintracht im Mittelpunkt des diesjährigen Familienfasttages steht und wir durch dieses Miteinander hier im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Frauen-Hilfsprojekte auf den Philippinen nachhaltig unterstützen können.“

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