ÖVP-Forderungen bei den Pensionen würden Burgenländer besonders hart treffen

Eisenstadt, 17. 2. 2016 –

SPÖ

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KO Hergovich: „Stattdessen das Bonus/Malus-System für ältere Arbeitnehmer vorziehen!“

Die von Finanzminister Schelling losgetretene Diskussion über weitere Einschnitte im Pensionssystem bringt immer neue Vorschläge für Einsparungen auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese Vorschläge würden aber die Burgenländerinnen und Burgenländer besonders hart treffen, warnt SPÖ-Finanzsprecher und Klubobmann Robert Hergovich: „In ganz Österreich steigt die Arbeitslosigkeit, im Burgenland steht der Arbeitsmarkt durch überdurchschnittlich viele Einpendler aus dem nahen Ausland besonders unter Druck. Besonders ältere Arbeitnehmer werden zunehmend in die Arbeitslosigkeit abgedrängt. Die ÖVP-Forderung nach einer Pensionsautomatik würde bedeuten, dass ein Computer ältere Menschen noch länger in Arbeitslosigkeit schickt und weniger Arbeitsplätze für Junge zur Verfügung stehen.“ Die Pensionen der Arbeiter und Angestellten seien mit durchschnittlich 1.224 Euro im Monat ohnehin am unteren Limit, so Hergovich: „Im vergangenen Jahr sind die staatlichen Zuschüsse zum Pensionssystem sogar um 228 Millionen Euro gesunken und um eine halbe Milliarde Euro unter den Prognosen. Daher ist es unverständlich, dass der Finanzminister ohne Not die Arbeitnehmer zur Kassa bitten will.“

ÖVP-Finanzminister Schelling hatte heute weitere Verschlechterungen bei den Pensionen gefordert, unter anderem eine Pensionsautomatik und die Anhebung des Frauenpensionsalters. „Die ÖVP zeigt einmal mehr ihr Gesicht als Beutelschneider-Partei Österreichs. Die Schelling-Vorschläge bedeuten massive Verschlechterungen insbesondere für junge und ältere Menschen, sowie für Frauen – nach dem Motto ‚mehr Beiträge, weniger Geld‘. Also jene Gruppen, die derzeit am Arbeitsmarkt ohnehin das schwerste Los gezogen haben!“, ärgert sich Hergovich.

Trotz Beschäftigungsplus ist die Zahl der älteren Arbeitslosen im Burgenland 2015 um 11,4 % gestiegen. „Statt auf die Ruhebezüge der Arbeitnehmer zu schielen, braucht es Maßnahmen um ältere Arbeitnehmer länger in Beschäftigung zu halten. Auch die Wirtschaft ist gefordert, ältere Arbeitnehmer zu beschäftigen, statt auf Billigstkräfte aus dem Ausland zu setzen. Das für 2018 geplante Bonus/Malus-System zur Beschäftigung Älterer sollte deshalb vorgezogen werden“, fordert der SPÖ-Klubobmann. Das Bonus/Malus-System verzögere sich ohnehin nur wegen der Blockadehaltung des ÖVP-Wirtschaftsbunds.

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