Tourismus, Bilanz 2015, Nächtigungsplus, Zukunftspotenzial

Eisenstadt, 16. 2. 2016 –

SPÖ
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Tourismus-Reformjahr 2015 geht mit einem Plus zu Ende

Illedits: „Leichtes Plus in der Statistik, Weichenstellung für die Zukunft“

Ein leichtes Plus bei Nächtigungen und Ankünften, die Fortsetzung des Trends zu kürzeren Aufenthalten bei steigenden Besuchen, eine zunehmende Nachfrage nach Qualitätsbetten und großes Potenzial beim Städtetourismus – so eine Kurzfassung der kürzlich veröffentlichten Bilanz des burgenländischen Tourismusjahres 2015, in dem mit der Grundlage für das neue Tourismus-Gesetz die Weichen für eine moderne Tourismuswirtschaft gestellt wurden.

Landtagspräsident und SP-Tourismussprecher Christian Illedits zeigt sich erfreut über den neuerlichen Anstieg: „Das Nächtigungs-Minus der Sommer-Bilanz von 0,1 Prozent hat sich am Ende des Jahres in ein Plus verwandelt. Angesichts der teils ungünstigen Wetterlage ist dies durchaus als Erfolg zu verbuchen.“

Die Nächtigungen stiegen im Vergleich zum Jahr 2014 um 0,1 Prozent auf 2.914.753, die Ankünfte um einen Prozentpunkt auf 970.355. Der bundesweite Trend zur kürzeren Aufenthaltsdauer setzte sich also auch im Burgenland fort. Verbrachten die touristischen Gäste vor zehn Jahren durchschnittlich 3,5 Nächte im Burgenland, sind es heute nur noch 3.

Um die Nächtigungszahlen konstant zu halten, müssen künftig daher mehr Menschen vom Urlaub im Burgenland überzeugt werden, die Expertise zeigt einen hohen Stellenwert der Internationalisierung. Derzeit kommen die meisten Gäste aus Deutschland und Ungarn sowie aus dem übrigen österreichischen Einzugsgebiet.
Weiteres Wachstum erfordert Investitionen in Qualität. Abermals zeigt die Jahresbilanz ein Wachstum im 5- und 4-Sterne-Segment, wohingegen die Niedrigstern-Kategorien ein erhebliches Minus verzeichnen – im Bereich der 2- und 1-Stern-Häuser -12,0 Prozent.

>> Eisenstadts Potenzial bleibt unausgeschöpft

ÖVP-Landesparteiobmann Steiner fordert ein „umfassendes Investitionspaket“ für den Thermen- und Tourismusstandort Burgenland. Während die ÖVP fordert, handelt die SPÖ: Mit dem neuen Tourismus-Gesetz wurde die definierte Zielsetzung, das Geld aus dem Tourismus in den Tourismus, nämlich in das Marketing zu investieren, forciert. Infolge der Umwandlung des Tourismusverbandes in eine GesmbH werden Tourismus-Experten in den entsprechenden Gremien Zukunftsstrategien festlegen.

Die Thermen sind die Zugpferde des heimischen Tourismus – so rangieren etwa die Standorte Bad Tatzmannsdorf, Stegersbach und Lutzmannsburg unter den Top 4 der Gemeinden mit den meisten Übernachtungen 2015.
Großes Potenzial besteht hingegen nach wie vor beim Städtetourismus. „Alleine Forderungen zu stellen, ist zu wenig. Steiner sollte stattdessen vor der eigenen Haustüre kehren und sich um das Tourismus-Minus in Eisenstadt kümmern,“ so Illedits. Und weiter: „Die Ankünfte in der Landeshauptstadt sind im Vergleich zum Jahr 2014 um 3,4 Prozent gesunken, die Übernachtungen sogar um 5,9 Prozent.“

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