Importierte Arbeitslosigkeit besonders im Burgenland!

Eisenstadt, 12. 2. 2016 –

SPÖ
.

Hergovich: „Finanzminister bei Maßnahmen gegen Verdrängungswettbewerb säumig. Personenfreizügigkeit steht in Frage!“

Mit Arbeiterkammerdirektor Werner Muhm hat ein renommierter Experte ein Thema aufgegriffen, auf das SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Klubobmann Robert Hergovich schon im vergangenen Oktober hingewiesen hat. Muhm erklärt heute, dass Österreicher im EU-Vergleich bereits das Land mit dem dritthöchsten Anteil an ausländischen Arbeitskräften ist. „Wenn Muhm sagt, dass Österreich die Arbeitslosigkeit in hohem Maß importiert, dann passiert das am meisten über das Burgenland! Kein anderes Bundesland hat einen so hohen Anteil an Einpendlern aus dem nahen Ausland wie das Burgenland“, erklärt Hergovich und fordert Maßnahmen gegen Verdrängungswettbewerb und Lohndumping. „Auch die Personenfreizügigkeit wird zunehmend in Frage gestellt!“

Seit Jahren steigt die Beschäftigung, aber gleichzeitig auch die Arbeitslosigkeit. Grund ist das steigende Arbeitskräftepotential. Das Burgenland ist davon besonders betroffen: Laut Statistik Austria sind zuletzt 16.160 ausländische Beschäftigte zu ihrem Arbeitsplatz ins Burgenland gependelt. Anteilig an den unselbstständig Beschäftigten im Land sind das 16,62 % – kein anderes Bundesland kommt dagegen auf mehr als 5 %. „Umso wichtiger ist die Unterstützung von Arbeiterkammerdirektor Werner Muhm – während andere weiter durch Untätigkeit auffallen. Insbesondere der Finanzminister war in den letzten Jahren mit Maßnahmen gegen Lohn- und Preisdumping säumig“, so Hergovich, der auch vor einem einseitigen Abfluss der Kaufkraft warnt: „Während ungarische und slowakische Arbeitnehmer ihre österreichischen Löhne nach Hause bringen, arbeiten kaum Österreicher in diesen Ländern.“

Es brauche mehr Engagement gegen unlauteren Wettbewerb, sowohl zum Schutz der heimischen Arbeitnehmer als auch der Unternehmen, fordert Hergovich: „Dazu braucht es mehr Kontrollen der Finanzpolizei. Aber statt mehr Personal zur Verfügung zu stellen, wird die Finanzpolizei vom zuständigen ÖVP-Finanzminister personell ausgehungert!“ Auch die Personenfreizügigkeit stehe zunehmend in Frage, so der SPÖ-Arbeitsmarktsprecher: „Wenn man jetzt nicht reagiert, wird die Personenfreizügigkeit von den Entwicklungen ähnlich überrollt wie vorher schon das Dublin-System in der Asylkrise!“

Share Button

Related posts